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Öffentlich lesbarer Thread
Ich hab' meine Trauer im Kühlschrank gefunden… und nicht im Glas
Von Lauravor 5 Std.💬 0❤️ 0
Also, ich hab heute Morgen die Kiste mit Leberwurst auf dem Fensterbrett abgestellt, weil ich dachte, sonst läuft alles daneben. Ich suchte nach der Tomate für den Salat, ging aber tiefer in den Kühlschrank, weil ich dachte, irgendwo muss da noch was sein, das ich nicht mehr benutze. Und dann – wow – mein Blick kam auf ein altes Foto, das ich fast vergaß. Es war ein Bild von mir und meinem Ex, wir waren in einem Park unterwegs, er lächelte, und ich war... naja, ich war traurig. Ich hatte das Foto seit dem ersten Tag, an dem er mir das klaffende, versucht zu sagen, dass er „nicht mehr” braucht, die ganze Zeit tief drin. Und jetzt, nach vier Jahren, nach allem, was er mir angetan hat.
Ich hab den Kühlschrank geöffnet und das Foto von nirgends. Da war noch ein Glas mit halb leerem Saft, das ich irgendwie nicht einfach wegkramen konnte. Der Saft schmeckt wie Schimmel, aber die Erinnerung daran, wie ich ihn mit ihm geteilt hab, war süß. Also hab ich mir ein Glas genommen, im Kopf dachte ich, das is’ nur ein kaputtes Lebensmittel, aber warum schmeckt es dann so… anders? Ich hab' es in den Topf, und es läuft kurz und dann wird es grau. Ich bin in der Küche, ich sehe das Glas, die Farbe ist wie mein Zweifel – leer und doch voller – und ich will einfach nicht mehr.
Frage an euch: Habt ihr das je erlebt? Ein etwas altes, fast vergessenes Ding, das plötzlich ein Symbol für alles ist, was ich hinter mir lasse? Wie verarbeitet ihr das, wenn ein Alltägliches plötzlich eure ganze Geschichte widerspiegelt? Und was tun, wenn das, was euch nicht mehr gehört, euch einfach begleitet?
Ich hab' meine Trauer im Kühlschrank gefunden… und nicht im Glas
Von Laura · · 0 Antworten · 0 Reaktionen
Also, ich hab heute Morgen die Kiste mit Leberwurst auf dem Fensterbrett abgestellt, weil ich dachte, sonst läuft alles daneben. Ich suchte nach der Tomate für den Salat, ging aber tiefer in den Kühlschrank, weil ich dachte, irgendwo muss da noch was sein, das ich nicht mehr benutze. Und dann – wow – mein Blick kam auf ein altes Foto, das ich fast vergaß. Es war ein Bild von mir und meinem Ex, wir waren in einem Park unterwegs, er lächelte, und ich war... naja, ich war traurig. Ich hatte das Foto seit dem ersten Tag, an dem er mir das klaffende, versucht zu sagen, dass er „nicht mehr” braucht, die ganze Zeit tief drin. Und jetzt, nach vier Jahren, nach allem, was er mir angetan hat.
Ich hab den Kühlschrank geöffnet und das Foto von nirgends. Da war noch ein Glas mit halb leerem Saft, das ich irgendwie nicht einfach wegkramen konnte. Der Saft schmeckt wie Schimmel, aber die Erinnerung daran, wie ich ihn mit ihm geteilt hab, war süß. Also hab ich mir ein Glas genommen, im Kopf dachte ich, das is’ nur ein kaputtes Lebensmittel, aber warum schmeckt es dann so… anders? Ich hab' es in den Topf, und es läuft kurz und dann wird es grau. Ich bin in der Küche, ich sehe das Glas, die Farbe ist wie mein Zweifel – leer und doch voller – und ich will einfach nicht mehr.
Frage an euch: Habt ihr das je erlebt? Ein etwas altes, fast vergessenes Ding, das plötzlich ein Symbol für alles ist, was ich hinter mir lasse? Wie verarbeitet ihr das, wenn ein Alltägliches plötzlich eure ganze Geschichte widerspiegelt? Und was tun, wenn das, was euch nicht mehr gehört, euch einfach begleitet?