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Öffentlich lesbarer Thread
Wenn die Schuld im Spiegel steht – bin ich die Ursache
Von leise_im_raumvor 1 Std.💬 0❤️ 1
Ich sitz hier im Flur, das alte Holz knarrt und draußen heult das Meer, so wie immer, wenn ich versuche, meine Gedanken zu sortieren. Heute war wieder einer dieser Abende, an denen Lisa (meine Tochter) mit einem Glas Rotwein in die Küche kam, während Mia und Tom schon im Bett waren. Ich habe das Glas genommen, weil ich dachte, ich könnte ihr ja mal ein bisschen Gesellschaft leisten, aber im Nachhinein fühl ich mich nur noch leerer.
Ich frage mich seit Wochen, ob ich irgendwie die Schuld trage, weil ich nie richtig klare Grenzen gesetzt hab. Meine Eltern haben nie wirklich über Gefühle geredet, und ich hab das dann an meine Kinder weitergegeben – halt, das war ja nicht meine Absicht. Jetzt sitz ich hier, 69, und seh meine Enkel mit leeren Augen an, weil ihre Mama wieder im Glas versinkt.
Letztes Jahr hab ich versucht, ihr zu sagen, dass sie Hilfe braucht, aber jedes Mal, wenn ich das Wort "Hilfe" ausspreche, wird sie stumm und geht in ihr Zimmer. Und ich? Ich fühl mich machtlos, weil ich nicht mehr die junge Mutter bin, die noch alles ändern kann.
Habt ihr das Gefühl, dass ihr selbst irgendwie das Fundament mitschiebt, das später bricht? Oder liegt das einfach nur an der Sucht selbst, und ich überlege mir zu viel? Ich würde gern hören, wie ihr mit diesem Schuldgefühl umgeht, weil ich merke, dass ich sonst irgendwann komplett ausbrenne. 🙏
Wenn die Schuld im Spiegel steht – bin ich die Ursache
Von leise_im_raum · · 0 Antworten · 1 Reaktionen
Ich sitz hier im Flur, das alte Holz knarrt und draußen heult das Meer, so wie immer, wenn ich versuche, meine Gedanken zu sortieren. Heute war wieder einer dieser Abende, an denen Lisa (meine Tochter) mit einem Glas Rotwein in die Küche kam, während Mia und Tom schon im Bett waren. Ich habe das Glas genommen, weil ich dachte, ich könnte ihr ja mal ein bisschen Gesellschaft leisten, aber im Nachhinein fühl ich mich nur noch leerer.
Ich frage mich seit Wochen, ob ich irgendwie die Schuld trage, weil ich nie richtig klare Grenzen gesetzt hab. Meine Eltern haben nie wirklich über Gefühle geredet, und ich hab das dann an meine Kinder weitergegeben – halt, das war ja nicht meine Absicht. Jetzt sitz ich hier, 69, und seh meine Enkel mit leeren Augen an, weil ihre Mama wieder im Glas versinkt.
Letztes Jahr hab ich versucht, ihr zu sagen, dass sie Hilfe braucht, aber jedes Mal, wenn ich das Wort "Hilfe" ausspreche, wird sie stumm und geht in ihr Zimmer. Und ich? Ich fühl mich machtlos, weil ich nicht mehr die junge Mutter bin, die noch alles ändern kann.
Habt ihr das Gefühl, dass ihr selbst irgendwie das Fundament mitschiebt, das später bricht? Oder liegt das einfach nur an der Sucht selbst, und ich überlege mir zu viel? Ich würde gern hören, wie ihr mit diesem Schuldgefühl umgeht, weil ich merke, dass ich sonst irgendwann komplett ausbrenne. 🙏