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Öffentlich lesbarer Thread

Warum ich jetzt nach der Uni-Bibliothek das *Schreiben* nicht mehr für meine Arbeit als

Also, ich bin immer noch der Typ, der nachts bis 2 Uhr morgens im WLAN-Cafe sitzt und ein bisschen „schreibt“, weil das in meinem Kopf das einzige ist, was nicht dreht. Lampen blinkten, Papier stapelte sich wie ein kleiner Tower von 1,3 m Höhe und ich konnte nicht mehr aufhören — das war mein Ritual, mein kleiner Bruchteil des Tages, der mir Sicherheit gab, wenn alles andere wählerisch war. Jetzt, nach 10 Monaten nüchtern und dem Dating‑Break, habe ich plötzlich das Gefühl, als müsste ich mir so in den Kopf schieben, als wäre das Schaf der Nacht, das mich abwartet. Eines Morgens, als ich den Laden des Lehramtsbüros betrat, um die letzten Stunden der Dozentenpapiere zu vervollständigen, stand ich plötzlich da, ganz still, und dachte: “Wo ist das Ding, das mich wirklich antreibt, wenn der Kaffee nicht mehr die Karte ist?” Ich hab mir das Vorbild aus dem „lean“ Studium geholt, Bücher über Productivity, diese, wo man tag für tag, Page by Page, das Ziel anpackt. Und das war mein Schutz – so gesehen war ich immer über dem. Aber jetzt, nachdem ich die ganzen Pro- und Kontra‑Debatten mit dem Alkohol hinter mir habe, kann ich nicht mehr so klar stoppen, keine „party “ oder „Tinder“‑Pause-Tagesablauf mehr. Stellt euch vor, ihr seid Lehrer, ihr habt ein Stimmungsproblem in euren Hallen, ihr versucht den Unterricht zu „gear up“, aber die Energie kommt nicht. Ich hab heute ein Klausurfilter‑Werkzeug ausprobiert, dabei schon wieder im Kaffee‑Space… Ich hab mich gefragt: ist da überhaupt noch ein Raum und Zeit, um das zu tun, ohne dass die Seele das Gefühl hat, ein Walk‑Through‑Death‑Scene zu sein? Habt ihr das Gefühl, dass ihr in eurer Arbeit immer noch versucht, etwas zu „abkratzen“ statt etwas zu bauen? Wie haltet ihr das in den Griff?
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