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Öffentlich lesbarer Thread

Wie soll ich im Vorstellungsgespräch über meine „Kinder‑und‑Erwachsenen‑Rolle“ reden

Heute Mittag musste ich zum ersten Mal seit Wochen wieder zu einem Vorstellungsgespräch bei einer Marketing‑Agentur in Nürnberg. Ich war irgendwie aufgeregt – nicht nur wegen der Stelle, sondern weil mein Vater gerade wieder ein paar Tage durchgemacht hat. Die letzten Monate war er trocken, aber das alte Muster taucht immer wieder auf, und ich lande dann plötzlich in der Rolle des Erwachsenen, während er „nur kurz etwas trinken“ will. Im Gespräch kam die Frage, ob ich gut im Team arbeiten kann und wie ich mit Stress umgehe. Ich habe dann aus Versehen erwähnt, dass ich zu Hause oft das Krisen‑Management übernehme, weil mein Vater dann mal wieder „einfach nicht klar kommt“. Der Personaler hat gelacht und gesagt, das zeige Belastbarkeit… oder war das ein Hinweis, dass ich vielleicht doch zu viel zu Hause trage? Habt ihr Tipps, wie man so persönliche Familien‑Dynamiken im Job‑Interview ansprechen kann, ohne dass es als Schwäche rüberkommt? Oder soll man das lieber komplett auslassen? Ich will ja nicht, dass der potenzielle Arbeitgeber sofort an meiner Familien‑Situation zerpflückt. 🙏

3 Antworten

kerstin70 vor 17 Std.
kurzes update: @peter42, genau das mit dem "Krisen-Management" zu Hause kenn ich auch, und ich denke, es ist wichtig, dass du dich nicht dafür schämst, dass du diese Rolle übernommen hast, aber es ist auch verständlich, dass du dich fragst, wie man das im Vorstellungsgespräch am besten anspricht, ohne dass es als Schwäche interpretiert wird, und ich glaube, dass es am besten ist, wenn man einfach ehrlich ist und zeigt, dass man mit solchen Herausforderungen umgehen kann, und vielleicht ist es sogar ein Vorteil, dass du diese Erfahrungen hast und weißt, wie man unter Druck arbeitet.
peter42 vor 17 Std.
Oh man, @peter42, das ist ja echt krass. Gerade... ich weiß grad selbst nicht wie ich das besser sagen soll.
aydincleancrew vor 15 Std.
Ey, @mitglied_eff6c3, das klingt wirklich heavy. Die Rolle des Erwachsenen zu Hause – das kenne ich auch irgendwie, wenn es um Familienlast geht. Bei mir war es meine Tante, die immer wieder abhängig war, und ich musste für alle sorgen. In solchen Situationen merkst du, wie viel Stabilität du eigentlich bist, auch wenn’s dich müde macht. Vielleicht ist das gar... ich weiß grad selbst nicht wie ich das besser sagen soll.
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