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Öffentlich lesbarer Thread

Job‑Bewerbung nach 23 Tagen clean – wie geht das weiter

Also, ich sitz hier im kleinen Wedding‑Zimmer, Fenster offen, und hab gerade das Anschreiben für die Hausmeisterstelle an die Bezirksverwaltung fertig geklickt. 23 Tage clean, Polamidon läuft stabil, aber das Gefühl, dass das alles zu schnell kommt, lässt mich nicht los. Ich hab ja seit 23 Jahren mit Opioiden rumgespielt, und die ganze Bürokratie um die Substitution kennt man fast auswendig. Trotzdem fühlt es sich an, als würde ich jetzt erst die Kontaktliste zu den Beratungsstellen neu sortieren – nicht die Jobs, sondern die ganzen “Du‑hast‑noch‑das‑Problem‑darauf‑aufpassen”-Formulare. Und jetzt soll ich mich als normaler Bewerber präsentieren? Ich frage mich immer, ob man im Vorstellungsgespräch überhaupt ehrlich sein soll. Soll ich gleich sagen, dass ich seit knapp einem Monat nicht mehr heroinhänge und Polamidon nehme? Oder lieber erst einmal über meine Stärken reden, weil das Gespräch sonst sofort in die “Wie sieht dein Alltag aus?”-Richtung kippt? Ich hab ja Erfahrung im Facility‑Management aus meinem früheren Job, aber das war vor über zehn Jahren, und die Lücken im Lebenslauf… Was meint ihr? Wie geht ihr mit dem Thema Sucht in Bweerbungen um? Gibt’s Tricks, wie man das verträgt, ohne gleich die ganze Geschichte abzuarbeiten? Und wenn man den Job erstmal hat, wie hält man das Ganze im Griff, wenn die Kolleg*innen anfangen, nach der Mittagspause zu quatschen und die Frage nach dem „Rückschlag“ immer wieder hochkommt? Ich brauch echt ein bisschen Input, bevor ich den nächsten Schritt mach. Danke.
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