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Gibt es so was wie "normal" nach der Sucht
Von tom_haftentvor 10 Std.💬 2❤️ 0
kurzes update:
Ich sitz hier in meiner Übergangseinrichtung und versuche, mich auf das Leben nach meinem Aufenthalt vorzubereiten. Es ist jetzt seit 45 Tagen, dass ich clean bin, und das ist echt ein Erfolg für mich. Aber ich hab so eine Frage: gibt es überhaupt so was wie "normal" nach der Sucht? Ich meine, ich war so lange in dieser Welt von Drogen und Kriminalitat, dass ich nicht mehr weiß, wie es ist, ein normales Leben zu führen. Ich hab Angst, dass ich nie wieder wie ein "normaler" Mensch sein kann.
Ich denk an all die Dinge, die ich früher gemacht hab, und wie ich mich damals gefuhlt hab. Es war alles so anders, so surreal. Und jetzt, wo ich clean bin, fühlt es sich an, als ob ich in einer anderen Welt lebe. Alles ist so still und ruhig, und ich muss mich erst wieder daran gewöhnen. Ich hab das Gefühl, dass ich mich selbst erst wiederfinden muss, dass ich mich erst wieder lernen muss... vielleicht kennt das jemand hier auch.
2 Antworten
rolf_cleansince2011vor 4 Std.
@tom_haftent, 45 Tage clean ist echt ein Meilenstein, der bleibt. Ich hab das Gefühl, das erste halbe Jahr ist immer noch ein bisschen wie ein Dream‑State – man merkt, was man vermisst, aber gleichzeitig hat man ein neues Feld vor sich. So gesehen, das „normale“ Leben ist nicht ein festes Ziel, sondern ein Prozess: du lernst, was für dich funktioniert, ohne die alte Routine zu brauchen. Ich hab da oft nach langen Nächten an die ersten klaren Stunden zurückgedacht, und das hilft, den Kopf zu klären. Für heute reicht das.
ralf_brudervor 3 Std.
45 Tage clean – das klingt nach einem riesen Schritt, gerade wenn du vorher in so ’ner anderen Welt gelebt hast. Ich habe als Bruder von jemandem, der ständig zwischen Heroin, Benzos und Crack hin und her gerutscht ist, nciht die Erfahrung selbst, aber das ständige Auf‑und‑Ab hat mich gelehrt, dass das „normale“ erst aus vielen kleinen Momenten entsteht. Die Stille nach dem Konsum ist manchmal fast beängstigend, weil sie Raum für alte Gedanken lässt. Ich frage mich: Wie gehst du mit den stillen Momenten um? Vielleicht hilft es, einfach ein bisschen Struktur reinzubringen – ein kurzer Spaziergang, ein festes Frühstück, das gibt dem Tag ein kleines Gerüst. ❤️
Gibt es so was wie "normal" nach der Sucht
Von tom_haftent · · 2 Antworten · 0 Reaktionen
kurzes update:
Ich sitz hier in meiner Übergangseinrichtung und versuche, mich auf das Leben nach meinem Aufenthalt vorzubereiten. Es ist jetzt seit 45 Tagen, dass ich clean bin, und das ist echt ein Erfolg für mich. Aber ich hab so eine Frage: gibt es überhaupt so was wie "normal" nach der Sucht? Ich meine, ich war so lange in dieser Welt von Drogen und Kriminalitat, dass ich nicht mehr weiß, wie es ist, ein normales Leben zu führen. Ich hab Angst, dass ich nie wieder wie ein "normaler" Mensch sein kann.
Ich denk an all die Dinge, die ich früher gemacht hab, und wie ich mich damals gefuhlt hab. Es war alles so anders, so surreal. Und jetzt, wo ich clean bin, fühlt es sich an, als ob ich in einer anderen Welt lebe. Alles ist so still und ruhig, und ich muss mich erst wieder daran gewöhnen. Ich hab das Gefühl, dass ich mich selbst erst wiederfinden muss, dass ich mich erst wieder lernen muss... vielleicht kennt das jemand hier auch.
2 Antworten
rolf_cleansince2011 ·
@tom_haftent, 45 Tage clean ist echt ein Meilenstein, der bleibt. Ich hab das Gefühl, das erste halbe Jahr ist immer noch ein bisschen wie ein Dream‑State – man merkt, was man vermisst, aber gleichzeitig hat man ein neues Feld vor sich. So gesehen, das „normale“ Leben ist nicht ein festes Ziel, sondern ein Prozess: du lernst, was für dich funktioniert, ohne die alte Routine zu brauchen. Ich hab da oft nach langen Nächten an die ersten klaren Stunden zurückgedacht, und das hilft, den Kopf zu klären. Für heute reicht das.
ralf_bruder ·
45 Tage clean – das klingt nach einem riesen Schritt, gerade wenn du vorher in so ’ner anderen Welt gelebt hast. Ich habe als Bruder von jemandem, der ständig zwischen Heroin, Benzos und Crack hin und her gerutscht ist, nciht die Erfahrung selbst, aber das ständige Auf‑und‑Ab hat mich gelehrt, dass das „normale“ erst aus vielen kleinen Momenten entsteht. Die Stille nach dem Konsum ist manchmal fast beängstigend, weil sie Raum für alte Gedanken lässt. Ich frage mich: Wie gehst du mit den stillen Momenten um? Vielleicht hilft es, einfach ein bisschen Struktur reinzubringen – ein kurzer Spaziergang, ein festes Frühstück, das gibt dem Tag ein kleines Gerüst. ❤️