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Cannabis nach einem Jahr clean – hilft’s bei den alten Ängsten

Heute Mittag sitz ich in meiner kleinen WG‑Küche, das Licht ist grau vom Regen draußen und ich trinke nen heißen Tee, während ich über das letzte Jahr nachdenke. Seit 1 Jahr bin ich clean – das fühlt sich immer noch ein bisschen wie ein Traum an, wie ich neulich in meinem Post über das erste Glas Bier geschrieben hab. In den letzten Wochen kamen die alten, nagenden Ängste zurück, wenn ich abends allein im Zimmer liege und die Gedanken an den Ex und das alte Bindungstrauma wieder hochkommen. Ich hab angefangen, gelegentlich einen Joint zu drehen, nur um das Zittern im Bauch ein bisschen zu beruhigen. Die Wirkung ist da, klar, aber ich frage mich, ob das nur ein weiterer Weg ist, um… Ich weiß nicht, ob das langfristiig nicht eher das alte Muster verstärkt, das ich ja gerade versuche zu durchbrechen. In der Vorlesung über Suchtmechanismen diskutieren wir ja oft, wie Substitution funktionieren kann, aber wo zieht man die Grenze zwischen Hilfe und neuer Abhängigkeit? Habt ihr ähnliche Erfahrungen gemacht, wenn ihr nach einem langen clean‑Zeitraum zu Cannabis greift? Wie geht ihr mit dem Zwiespalt zwischen kurzfristiger Erleichterung und dem Risiko, wieder in ein Muster zu rutschen um? Ich würde mich freuen, wenn ihr eure Gedanken teilt, besonders wenn ihr aus psychologischer Sicht etwas dazu sagen könnt. Vielleicht finde ich ja ein paar Anregungen, die mir helfen, die Balance zu finden 😊.
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