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Öffentlich lesbarer Thread
Warum meine Kids jetzt ständig „Was machst du, Papa?“ fragen
Von sabine85vor 1 Std.💬 0❤️ 0
So, gestern hatte ich wieder einen dieser stillen Momente, wo ich einfach nur auf die Couch lag und nach dem Handy latschte, weil ich das Gefühl hatte, ich müsste mehr tun, aber ich weiß nicht, wie. Dann kam die kleine, 8, und das 5-jährige schnupperte schnaufend an meinem Schoß. Beide sahen mich an und schwangen gleichzeitig die Frage „Was machst du, Papa?“ Ich hab mich kurz verzweifelt, weil im Kopf das ganze Zeug – die Therapie, die Stop and Go, die Hoffnung, die irgendwann scheint, dann plötzlich nicht mehr ist – erst mal zu viel war. Und ja, ich hab antwortet: „Ich mache das Beste, damit du sicher bleibst.“
Dann stand er, mein Mann, im Wohnzimmer und half uns beim Abendessen, hat den Kessel gekippt und wir haben zusammen die Saxophonmelodie aus dem Radio gehört. Ich hab ihn gerade an den Kopf gegeben, und er lachte. Ich hab damit weiter: „Wie ist das mit dir, Papa, du bist nicht mehr im Krankenhaus, doch du bist immer noch nicht dort, wo du warst.“ Und er hat nur den Kopf schüttelt und das Play-Btn auf dem Tablet gedrückt und uns eine neue Serie empfohlen.
Jetzt frage ich mich: Bin ich einfach nur ein Seitenschauspieler in einem Film, der immer wieder neue Handlungsstränge bekommt, ohne es zu hören? Ich will den Kindern erklären, was tatsächlich passiert. Ich will sie beschützen und gleichzeitig nicht wahrlich der Held sein, den sie brauchen. Und so kam ein Gedanke auf: Vielleicht sollten sie doch ein bisschen selbst entscheiden, was sie hören wollen, damit sie nicht das Gefühl haben, ich müsste alles zwischenaktualisieren.
Wie geht das für euch? Ihr seid Eltern einer Person in Therapie? Wie sprecht ihr mit euren Kindern, wenn sie den Bruch zwischen „Papa ist bereit“ und der Realität vom Alltag stellen? Ich bin total nix im Dschungel von Worten, wenn die Kids „Papa, warum bist du anders?“ fragen. Bitte erzählt mir eure Erfahrungen, oder einfach ein bisschen, was euch hilft, den Abend zu überstehen, wenn die Reality‑check‑Mails im Telefon erscheinen. 😔
Warum meine Kids jetzt ständig „Was machst du, Papa?“ fragen
Von sabine85 · · 0 Antworten · 0 Reaktionen
So, gestern hatte ich wieder einen dieser stillen Momente, wo ich einfach nur auf die Couch lag und nach dem Handy latschte, weil ich das Gefühl hatte, ich müsste mehr tun, aber ich weiß nicht, wie. Dann kam die kleine, 8, und das 5-jährige schnupperte schnaufend an meinem Schoß. Beide sahen mich an und schwangen gleichzeitig die Frage „Was machst du, Papa?“ Ich hab mich kurz verzweifelt, weil im Kopf das ganze Zeug – die Therapie, die Stop and Go, die Hoffnung, die irgendwann scheint, dann plötzlich nicht mehr ist – erst mal zu viel war. Und ja, ich hab antwortet: „Ich mache das Beste, damit du sicher bleibst.“
Dann stand er, mein Mann, im Wohnzimmer und half uns beim Abendessen, hat den Kessel gekippt und wir haben zusammen die Saxophonmelodie aus dem Radio gehört. Ich hab ihn gerade an den Kopf gegeben, und er lachte. Ich hab damit weiter: „Wie ist das mit dir, Papa, du bist nicht mehr im Krankenhaus, doch du bist immer noch nicht dort, wo du warst.“ Und er hat nur den Kopf schüttelt und das Play-Btn auf dem Tablet gedrückt und uns eine neue Serie empfohlen.
Jetzt frage ich mich: Bin ich einfach nur ein Seitenschauspieler in einem Film, der immer wieder neue Handlungsstränge bekommt, ohne es zu hören? Ich will den Kindern erklären, was tatsächlich passiert. Ich will sie beschützen und gleichzeitig nicht wahrlich der Held sein, den sie brauchen. Und so kam ein Gedanke auf: Vielleicht sollten sie doch ein bisschen selbst entscheiden, was sie hören wollen, damit sie nicht das Gefühl haben, ich müsste alles zwischenaktualisieren.
Wie geht das für euch? Ihr seid Eltern einer Person in Therapie? Wie sprecht ihr mit euren Kindern, wenn sie den Bruch zwischen „Papa ist bereit“ und der Realität vom Alltag stellen? Ich bin total nix im Dschungel von Worten, wenn die Kids „Papa, warum bist du anders?“ fragen. Bitte erzählt mir eure Erfahrungen, oder einfach ein bisschen, was euch hilft, den Abend zu überstehen, wenn die Reality‑check‑Mails im Telefon erscheinen. 😔