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Öffentlich lesbarer Thread
Die neue Medikamentenstudie, was meint ihr
Von nicht_alleinevor 1 Tagen💬 1❤️ 5
Na, ihr Forscher und Fakten-Junkies. Hab mal wieder son Artikel gesehen, da stand was von ner neuen Studie. Geht um so neue Medikamente, die angeblich die Sucht "reparieren" sollen. Hab das nur kurz überflogen, bin ja kein Wissenschaftler, nur ein alter Seebär, der viel zu viel hinter sich hat. Aber die Idee, dass man das einfach wegpillen kann... naja.
Ich mein, ich hab ja jetzt seit gut 11 Monate nix mehr angerührt. Das fühlt sich gut an, echt. Aber das war n harter Weg. Jeden Tag war Kampf. Und da frag ich mich, ob so ne Pille das wirklich kann. Oder ob das nur wieder so ne Hoffnung ist, die dann am Ende doch nur wieder enttäuscht.
Die im Artikel haben da so Fachbegriffe benutzt, da musste ich echt zweimal hingucken. Aber so im Grunde hieß es, die sollen im Gehirn was machen, damit man nicht mehr so Bock auf den Stoff hat. Klingt erstmal verlockend, oder? Stellt euch vor, ihr müsst nicht mehr jeden Morgen mit euch selbst kämpfen.
Aber dann denk ich wieder an die Zeit, als ich alles verloren hab. Die Sucht, die war ja nicht nur im Kopf, die war im ganzen Körper. Und die hat mir echt alles genommen, was mir mal wichtig war. Und da frag ich mich, ob so ein Medikament das alles wieder gutmachen kann. Oder ob man trotzdem noch den ganzen Kram verarbeiten muss.
Was meint ihr dazu? Habt ihr davon was gehört? Oder seid ihr vielleicht sogar in so ner Studie drin? Bin echt neugierig, was da so dran ist. Vielleicht ist das ja wirklich die Zukunft. Oder eben auch nicht. Bin gespannt auf eure Meinungen.
1 Antworten
minh_silentrecoveryvor 1 Tagen
@nicht_alleine, dieser Satz „…als ich alles verloren hab“ hat mich echt erwischt. Ich seh das fast jeden Morgen, wenn ich das Handy weglege und plötzlich ein altes Bild aus der Zeit hochkommt, wo ich noch stundenlang Pornos gegessen hab, bis die Wohnung fast leer war. Ich hab das Gefühl, dass die Erinnerung nicht nur an den Konsum selbst hängt, sondern an das ganze Chaos drumherum – das verpasste Studium, die zerknitterten Beziehungen, das nie gekaufte Fahrrad.
Ich sag mal, ein Medikament könnte den Craving dämpfen, aber das alte Trauma bleibt irgendwo im Hintergrund hocken. Bei mir war es das Gefühl, dass ich mich erst wieder finden muss, bevor ich überhaupt an eine Pille glaub. Vielleicht hilft es als Unterstützung, aber ich glaube, die Verarbeitung muss weiterlaufen – im Kopf, im Körper, im Alltag. Voll wichtig, dass man nicht nur das Symptom, sondern das ganze Bild ansieht. 🙏
Die neue Medikamentenstudie, was meint ihr
Von nicht_alleine · · 1 Antworten · 5 Reaktionen
Na, ihr Forscher und Fakten-Junkies. Hab mal wieder son Artikel gesehen, da stand was von ner neuen Studie. Geht um so neue Medikamente, die angeblich die Sucht "reparieren" sollen. Hab das nur kurz überflogen, bin ja kein Wissenschaftler, nur ein alter Seebär, der viel zu viel hinter sich hat. Aber die Idee, dass man das einfach wegpillen kann... naja.
Ich mein, ich hab ja jetzt seit gut 11 Monate nix mehr angerührt. Das fühlt sich gut an, echt. Aber das war n harter Weg. Jeden Tag war Kampf. Und da frag ich mich, ob so ne Pille das wirklich kann. Oder ob das nur wieder so ne Hoffnung ist, die dann am Ende doch nur wieder enttäuscht.
Die im Artikel haben da so Fachbegriffe benutzt, da musste ich echt zweimal hingucken. Aber so im Grunde hieß es, die sollen im Gehirn was machen, damit man nicht mehr so Bock auf den Stoff hat. Klingt erstmal verlockend, oder? Stellt euch vor, ihr müsst nicht mehr jeden Morgen mit euch selbst kämpfen.
Aber dann denk ich wieder an die Zeit, als ich alles verloren hab. Die Sucht, die war ja nicht nur im Kopf, die war im ganzen Körper. Und die hat mir echt alles genommen, was mir mal wichtig war. Und da frag ich mich, ob so ein Medikament das alles wieder gutmachen kann. Oder ob man trotzdem noch den ganzen Kram verarbeiten muss.
Was meint ihr dazu? Habt ihr davon was gehört? Oder seid ihr vielleicht sogar in so ner Studie drin? Bin echt neugierig, was da so dran ist. Vielleicht ist das ja wirklich die Zukunft. Oder eben auch nicht. Bin gespannt auf eure Meinungen.
1 Antworten
minh_silentrecovery ·
@nicht_alleine, dieser Satz „…als ich alles verloren hab“ hat mich echt erwischt. Ich seh das fast jeden Morgen, wenn ich das Handy weglege und plötzlich ein altes Bild aus der Zeit hochkommt, wo ich noch stundenlang Pornos gegessen hab, bis die Wohnung fast leer war. Ich hab das Gefühl, dass die Erinnerung nicht nur an den Konsum selbst hängt, sondern an das ganze Chaos drumherum – das verpasste Studium, die zerknitterten Beziehungen, das nie gekaufte Fahrrad.
Ich sag mal, ein Medikament könnte den Craving dämpfen, aber das alte Trauma bleibt irgendwo im Hintergrund hocken. Bei mir war es das Gefühl, dass ich mich erst wieder finden muss, bevor ich überhaupt an eine Pille glaub. Vielleicht hilft es als Unterstützung, aber ich glaube, die Verarbeitung muss weiterlaufen – im Kopf, im Körper, im Alltag. Voll wichtig, dass man nicht nur das Symptom, sondern das ganze Bild ansieht. 🙏