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Öffentlich lesbarer Thread
Ketamin – ist das für mich ein neuer Abgrund oder ein falscher Hoffnungsschimmer
Von lottes_lichtervor 2 Std.💬 0❤️ 0
Ich lieg gerade mit ner Tasse Tee im Bett, draußen macht die Weser ihr leises Rauschen und ich frage mich, ob ich überhaupt noch so viel über „Drogen“ reden kann, ohne dass mir das Herz wieder schneller schlägt. Vor 9 Monaten hab ich die Klinik verlassen, seitdem bin ich clean – 296 Tage ohne Ritzen, ohne Alkohol, und ich arbeite jeden Tag dran mit DBT‑Skills. Das hat mir echt geholfen, aber manchmal, besonders sonntagmorgen, wenn ich das Licht noch nicht ganz fassen kann, fühl ich mich total leer. Wie ich neulich in meinem Post über das Sonntags‑Ritual geschrieben hab, versuche ich jetzt ganz ohne Alkohol zu starten, und das ist schon ein riesiger Schritt.
Jetzt kommt die Frage: Letztens hat mich ein Freund gefragt, ob ich mal was mit Ketamin probieren will, weil er meint, das könnte „reset“ sein und die dunklen Gedankenkreise durchbrechen. Ich weiß ja, dass Ketamin ja in der Therapie eingesetzt wird, aber bei mir fühlt sich das irgendwie nach einem Sprung ins Ungewisse an. Ich habe Angst, dass das nur ein schneller Kick ist, der mich wieder an den Rand bringt, oder dass ich danach noch mehr Scham empfinde, weil ich ja eigentlich gerade erst so lange clean bin. Meine DBT‑Übungen sagen mir, ich soll meine Trigger beobachten und nicht impulsiv handeln, aber die Neugier ist da, und die Angst gleichzeitig ist so laut, dass ich kaum klar denken kann.
Habt ihr hier schon mal darüber nachgedacht, ob Ketamin in so einer Situation Sinn macht? Oder habt ihr vielleicht selbst erlebt, dass es eher ein Rückschritt war? Ich will nicht wieder in alte Muster fallen, aber ich will auch nicht immer nur das Gefühl haben, dass ich etwas verpasst. 🙏❤️
Ketamin – ist das für mich ein neuer Abgrund oder ein falscher Hoffnungsschimmer
Von lottes_lichter · · 0 Antworten · 0 Reaktionen
Ich lieg gerade mit ner Tasse Tee im Bett, draußen macht die Weser ihr leises Rauschen und ich frage mich, ob ich überhaupt noch so viel über „Drogen“ reden kann, ohne dass mir das Herz wieder schneller schlägt. Vor 9 Monaten hab ich die Klinik verlassen, seitdem bin ich clean – 296 Tage ohne Ritzen, ohne Alkohol, und ich arbeite jeden Tag dran mit DBT‑Skills. Das hat mir echt geholfen, aber manchmal, besonders sonntagmorgen, wenn ich das Licht noch nicht ganz fassen kann, fühl ich mich total leer. Wie ich neulich in meinem Post über das Sonntags‑Ritual geschrieben hab, versuche ich jetzt ganz ohne Alkohol zu starten, und das ist schon ein riesiger Schritt.
Jetzt kommt die Frage: Letztens hat mich ein Freund gefragt, ob ich mal was mit Ketamin probieren will, weil er meint, das könnte „reset“ sein und die dunklen Gedankenkreise durchbrechen. Ich weiß ja, dass Ketamin ja in der Therapie eingesetzt wird, aber bei mir fühlt sich das irgendwie nach einem Sprung ins Ungewisse an. Ich habe Angst, dass das nur ein schneller Kick ist, der mich wieder an den Rand bringt, oder dass ich danach noch mehr Scham empfinde, weil ich ja eigentlich gerade erst so lange clean bin. Meine DBT‑Übungen sagen mir, ich soll meine Trigger beobachten und nicht impulsiv handeln, aber die Neugier ist da, und die Angst gleichzeitig ist so laut, dass ich kaum klar denken kann.
Habt ihr hier schon mal darüber nachgedacht, ob Ketamin in so einer Situation Sinn macht? Oder habt ihr vielleicht selbst erlebt, dass es eher ein Rückschritt war? Ich will nicht wieder in alte Muster fallen, aber ich will auch nicht immer nur das Gefühl haben, dass ich etwas verpasst. 🙏❤️