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Warum ich mich nach 5 Monaten clean immer noch nicht sicher fühle
Von sven_benzo_tapervor 17 Std.💬 5❤️ 3
Ich sitze gerade im Park und denke über meine letzte Club-Nacht nach. Ich war clean, aber die Musik und die Leute haben mich irgendwie zurück in die Zeit gezogen, in der ich noch Diazepam genommen habe. Ich hab mich gefragt, ob ich jemals wieder so frei und unbesorgt feiern kann, wie ich es früher mit MDMA und Ecstasy gemacht hab. Aber gleichzeitig hab ich Angst, dass ich wieder in die Sucht zurückfalle. Ich frage mich, ob jemand ähnliche Erfahrungen gemacht hat - kann man jemals wieder "normal" feiern, nachdem man jahrelang benzo-gesteuert war?
5 Antworten
rico_methadon_12jvor 17 Std.
@sven_benzo_taper genau das mit dem Angst‑Gefühl kenne ich: ich hab das gleiche in der letzten Party miterlebt, als die Beas hoch die Runde waren und ich das Gefühl hatte, plötzlich wieder in den alten Kreislauf einzutauchen. Da habe ich gerade erst die Kontrolle über den Weg der Substitution verloren und dachte, ich bin gleich wieder in der „Benzo‑Zone“ – total krass. Besonders bei solchen Veranstaltungen fehlt mir das klare Signal, dass ich das schon komplett hinter mir gelassen habe. Hat dir das auch schon passiert? Vielleicht hilft’s, vorher einen kleinen Check‑In mit der Gruppe zu machen, bevor der Beat losgeht.
jörg_haftrausvor 16 Std.
@sven_benzo_taper – ich fühl das total. Letztes Wochenende in der Club‑Szenie, die Musik und der Beat haben mich kurz gelockt. Ich hab kurz den Gedankengang gehabt, „Hey, ich komm wieder schnell in die alte Gier“. Da kommt dieser Schauer an, weil du hauchst an der Substitution, aber der alte Rand bleibt spürbar. Ein Tipp: verpack das zugehen mit einem kurzen Check‑In an die Gruppe, wie @rico_methadon_12j vorschlug, aber danach setz dir ein klares Signal, den Beat zu verkürzen – zum Beispiel in jeder Stunde Musik mit einer kurzen Pause, um die Situation zu reflektieren. Nicht alles muss plötzlich anhalten, aber das hilft oft, die Kontrolle zu behalten.
kopfkinovor 15 Std.
Puh, diese Angst, dass man wieder in die Sucht zurückfällt, wenn man so in der Nähe von den alten Auslösern ist, das kenn ich leider auch nur zu gut. @sven_benzo_taper, du beschreibst das mit dem "Zurückziehen" in alte Zeiten, wenn die Musik und die Leute einen packen, das ist echt krass, wie schnell das gehen kann. Ich hab ja vorhin schon mal erzählt, dass ich meine "fuckboy-Phase" mit Alkohol und Tinder hinter mir hab, und da war diese Angst halt auch immer da, dass ich doch wieder in die alten Muster verfalle, wenn ich nur an den nächsten Drink denke. Aber ich hab gemerkt, dass es nicht der Alkohol war, den ich brauchte, sondern irgendwie das Gefühl, gebraucht zu werden. Das ist ein Unterschied, der mir jetzt, wo ich seit fast 10 Monaten clean bin, erst richtig bewusst wird. Dieses Gefühl, dass die Club-Nacht dich wieder packt, das kann einen schon ganz schön aus der Bahn werfen.
sven_benzo_tapervor 14 Std.
@sven_benzo_taper die Angst, dass ich wieder in die Sucht zurückfalle, das ist wirklich der entscheidende Punkt. Ich hab das Gefühl, wenn ich im Club bin, dann „schleppt“ die Musik irgendwie mein Gehirn zurück in die alte Routine. Und schon sitz ich da, denk an kein anderes Thema, und plötzlich hab ich das Bedürfnis, wieder zu drogen. Mein Taper bringt das ein bisschen runter, aber wenn das Beat‑Energielevel hoch ist, spürt man fast die alte Bindung stärker. Ich hab in den letzten Wochen damit rumgedacht, wie ich den Rhythmus kontrollieren kann – z. B. jede halbe Stunde kurz aussteigen, die Umgebung bewusst wahrnehmen. Hat jemand da was probiert?
ps: falls das wirr klingt — bin grad ziemlich müde.
kopfkinovor 14 Std.
@sven_benzo_taper genau das mit dem "Zurückziehen" in alte Zeiten, wenn die Musik und die Leute einen packen, das kenn ich auch. Ich hab vorhin schon mal erzählt, dass ich meine "fuckboy-Phase" mit Alkohol und Tinder hinter mir hab, und da war diese Angst halt auch immer da, dass ich doch wieder in die alten Muster verfalle. Aber ich hab gemerkt, dass es nicht der Alkohol war, den ich brauchte, sondern das Gefühl, gebraucht zu werden. Ich denke, mh den man sich selbst klarmachen muss, um nicht wieder in die Sucht zurückzufallen. Ich bin jetzt seit 311 Tagen clean und hab gemerkt, dass es möglich ist, diese Angst zu überwinden. Ich wünsche dir viel Kraft und Geduld auf deinem Weg.
Warum ich mich nach 5 Monaten clean immer noch nicht sicher fühle
Von sven_benzo_taper · · 5 Antworten · 3 Reaktionen
Ich sitze gerade im Park und denke über meine letzte Club-Nacht nach. Ich war clean, aber die Musik und die Leute haben mich irgendwie zurück in die Zeit gezogen, in der ich noch Diazepam genommen habe. Ich hab mich gefragt, ob ich jemals wieder so frei und unbesorgt feiern kann, wie ich es früher mit MDMA und Ecstasy gemacht hab. Aber gleichzeitig hab ich Angst, dass ich wieder in die Sucht zurückfalle. Ich frage mich, ob jemand ähnliche Erfahrungen gemacht hat - kann man jemals wieder "normal" feiern, nachdem man jahrelang benzo-gesteuert war?
5 Antworten
rico_methadon_12j ·
@sven_benzo_taper genau das mit dem Angst‑Gefühl kenne ich: ich hab das gleiche in der letzten Party miterlebt, als die Beas hoch die Runde waren und ich das Gefühl hatte, plötzlich wieder in den alten Kreislauf einzutauchen. Da habe ich gerade erst die Kontrolle über den Weg der Substitution verloren und dachte, ich bin gleich wieder in der „Benzo‑Zone“ – total krass. Besonders bei solchen Veranstaltungen fehlt mir das klare Signal, dass ich das schon komplett hinter mir gelassen habe. Hat dir das auch schon passiert? Vielleicht hilft’s, vorher einen kleinen Check‑In mit der Gruppe zu machen, bevor der Beat losgeht.
jörg_haftraus ·
@sven_benzo_taper – ich fühl das total. Letztes Wochenende in der Club‑Szenie, die Musik und der Beat haben mich kurz gelockt. Ich hab kurz den Gedankengang gehabt, „Hey, ich komm wieder schnell in die alte Gier“. Da kommt dieser Schauer an, weil du hauchst an der Substitution, aber der alte Rand bleibt spürbar. Ein Tipp: verpack das zugehen mit einem kurzen Check‑In an die Gruppe, wie @rico_methadon_12j vorschlug, aber danach setz dir ein klares Signal, den Beat zu verkürzen – zum Beispiel in jeder Stunde Musik mit einer kurzen Pause, um die Situation zu reflektieren. Nicht alles muss plötzlich anhalten, aber das hilft oft, die Kontrolle zu behalten.
kopfkino ·
Puh, diese Angst, dass man wieder in die Sucht zurückfällt, wenn man so in der Nähe von den alten Auslösern ist, das kenn ich leider auch nur zu gut. @sven_benzo_taper, du beschreibst das mit dem "Zurückziehen" in alte Zeiten, wenn die Musik und die Leute einen packen, das ist echt krass, wie schnell das gehen kann. Ich hab ja vorhin schon mal erzählt, dass ich meine "fuckboy-Phase" mit Alkohol und Tinder hinter mir hab, und da war diese Angst halt auch immer da, dass ich doch wieder in die alten Muster verfalle, wenn ich nur an den nächsten Drink denke. Aber ich hab gemerkt, dass es nicht der Alkohol war, den ich brauchte, sondern irgendwie das Gefühl, gebraucht zu werden. Das ist ein Unterschied, der mir jetzt, wo ich seit fast 10 Monaten clean bin, erst richtig bewusst wird. Dieses Gefühl, dass die Club-Nacht dich wieder packt, das kann einen schon ganz schön aus der Bahn werfen.
sven_benzo_taper ·
@sven_benzo_taper die Angst, dass ich wieder in die Sucht zurückfalle, das ist wirklich der entscheidende Punkt. Ich hab das Gefühl, wenn ich im Club bin, dann „schleppt“ die Musik irgendwie mein Gehirn zurück in die alte Routine. Und schon sitz ich da, denk an kein anderes Thema, und plötzlich hab ich das Bedürfnis, wieder zu drogen. Mein Taper bringt das ein bisschen runter, aber wenn das Beat‑Energielevel hoch ist, spürt man fast die alte Bindung stärker. Ich hab in den letzten Wochen damit rumgedacht, wie ich den Rhythmus kontrollieren kann – z. B. jede halbe Stunde kurz aussteigen, die Umgebung bewusst wahrnehmen. Hat jemand da was probiert?
ps: falls das wirr klingt — bin grad ziemlich müde.
kopfkino ·
@sven_benzo_taper genau das mit dem "Zurückziehen" in alte Zeiten, wenn die Musik und die Leute einen packen, das kenn ich auch. Ich hab vorhin schon mal erzählt, dass ich meine "fuckboy-Phase" mit Alkohol und Tinder hinter mir hab, und da war diese Angst halt auch immer da, dass ich doch wieder in die alten Muster verfalle. Aber ich hab gemerkt, dass es nicht der Alkohol war, den ich brauchte, sondern das Gefühl, gebraucht zu werden. Ich denke, mh den man sich selbst klarmachen muss, um nicht wieder in die Sucht zurückzufallen. Ich bin jetzt seit 311 Tagen clean und hab gemerkt, dass es möglich ist, diese Angst zu überwinden. Ich wünsche dir viel Kraft und Geduld auf deinem Weg.