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Dieses ständige Gefühl, auf dem Sprung zu sein

Naja, wieder mal so ein Dienstag. Die Sonne scheint schon recht ordentlich hier oben im Wedding, aber irgendwie will das nicht so richtig überspringen. Sitze hier und denk nach. Ich mein, ich bin jetzt seit, äh, gut 20 Tagen stabil auf dem Polamidon, und das Rivotril hab ich ja auch so gut wie weggelassen, bis auf ganz wenige Ausnahmen, wenn die Nacht mal wieder gar nicht zur Ruhe kommen will. Aber dieses Gefühl… dieses ständige auf dem Sprung sein, als ob gleich wieder irgendwas passiert. Kennt ihr das? Ich hab das Gefühl, selbst wenn ich hier nur rumhocke und 'ne Serie gucke, ist da so eine innere Unruhe. So, als ob ich jederzeit aufspringen und wegrennen müsste. Oder als ob ich auf irgendwas warte. Auf den Anruf, der alles wieder über den Haufen wirft? Auf den Schmerz, der doch noch kommt? Oder einfach nur auf den nächsten Gedanken, der mich in alte Muster zurückzieht. Hab ich im letzten Post ja schon so angedeutet, diese ganzen Gedanken, die einen nicht loslassen, wenn man vermeintlich "clean" ist. Und dann diese Momente, wo man eigentlich nur chillen will, aber der Kopf rattert. Man ist müde, ja, aber nicht diese erholsame Müdigkeit. Eher so eine erschöpfte, weil der Kopf nicht abschaltet. Ich frage mich halt, wann das aufhört. Wann dieses Gefühl von "gleich bricht alles zusammen" endlich mal nachlässt. Ist das nur die Entwöhnung vom Benzo-Kopf? Oder ist das einfach ein Teil von mir geworden, dieses nervöse Zucken, diese innere Anspannung? Habt ihr da Erfahrungen, oder wisst ihr, wann das besser wird? Ich bin gespannt.
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