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Öffentlich lesbarer Thread

Warum fühl ich mich immer noch schuldig, wenn ich was Gutes für mich tue

Also, ich sitz gerade hier in meiner WG, hab mir einen Tee gemacht und denk darüber nach, wie ich heute Abend am liebsten verbringen würde. Ich bin seit ein paar Monaten ausgezogen und versuch, mein eigenes Leben aufzubauen, aber es ist echt krass, wie oft ich mich noch schuldig fühle, wenn ich was Gutes für mich tue. Ich meine, ich denk dann immer: "Was würde Mama jetzt tun, wenn sie hier wäre?" oder "Würde sie auch so einen Abend haben, oder muss sie wieder zu Hause sitzen und...?" Ich weiß, dass ich nicht mehr zu Hause wohnen kann, das ist einfach zu viel für mich. Aber es ist halt so, dass ich immer noch das Gefühl habe, ich müsste da sein und mich um alles kümmern. Ich hab letztens mit einer Freundin darüber gesprochen und sie hat mir gesagt, ich soll mich nicht so sehr mit den Problemen meiner Mutter belasten, sondern auch an mich selbst denken. Aber irgendwie klingt das für mich immer noch wie eine Lüge, ich meine, pack schlägt sich, pack verträgt sich, oder? Ich frage mich jetzt, ob das bei anderen auch so ist? Habt ihr auch das Gefühl, dass ihr euch schuldig fühlt, wenn ihr was Gutes für euch tut, weil ihr wisst, dass eure Angehörigen nicht so viel Glück haben? Wie geht ihr damit um? Ich meine, ich will nicht immer nur an meine Mutter denken, ich will auch mein eigenes Leben leben... aber es ist halt nicht so einfach, oder? tbh, ich bin einfach nur verwirrt und weiß nicht, was ich tun soll.
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