Öffentlich lesbarer Thread
Warum Pommes essen nach 9 Tagen Clean plötzlich so verzweifelt ist?
Ich hab gerade 9 Tage clean und das ist schon irgendwie ein Check‑In mit dem eigenen Selbst. Gestern kam ich nach Hause, war schon im, und plötzlich stand da die Tiefkühlpizza auf dem Tisch. Ich hab mir gedacht: "Kein Problem, ein bisschen Butter und das war’s." Und dann kam der kleine innerliche Aufschrei.
Ich hab den Widerspruch schon oft erlebt – wenn ich vom Büro nach Hause komm, gönne ich mir Zigaretten, Partys, Bier. Jetzt aber ohne Koks und Alkohol: Ich wollte einfach nur was Herzhaftes essen, doch der Gedanken kommt in den Kopf, dass das alles ein Trigger sein könnte. Wie, wenn ich einfach nur ein bisschen Pommes esse, kann das doch nicht gleich wieder zurück in die alte Sucht führen, oder?
Der Punkt ist, dass ich die ganzen „Was wäre wenn“-Szenarien in meine Gedanken reingezogen hab. Es ist, als würde jeder Bissen von der Pizza irgendwie mein Bedürfnis nach „Alkohol aus einem Glas“ oder “Koks in der Luft” anfachen. Ich hab dann mit mir selbst geredet, warum ich das nicht einfach tun kann. Und plötzlich war ich wieder in diesem Aufschrei, dass ich 9 Tage schon sauber bin, und ich will nur noch frei sein.
Hat das noch nie jemand erlebt? Wie geht ihr mit kleinen „Süßigkeiten der Freiheit“ um, wenn ihr schon so kurz clean seid? Und wenn ihr das Gefühl habt, dass das Selbstverlangen plötzlich auf das Essen umschlägt, was treibt das aus? Ich steh da voll schräg. Danke für eure Gedanken. ❤️
