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"Wo ist die Grenze zwischen Hilfen geben und Selbstzerstörung begünstigen?" Ich bin immer noch ziemlich perplex, nachdem ich gestern Abend mit meinem Bruder gesprochen habe. Er steht seid Wochen wieder einmal an der Schwelle, sich wieder in die Alkohol- und Drogen-Szene einzumischen. Ich habe mir so oft gesagt, dass ich ihn einfach unterstützen und ihm helfen soll, weil er mein Bruder ist und ich ihn schätze. Aber wie kann ich ihm helfen, wenn ich weiß, dass ich letztendlich nur noch mehr Geld verliere und unsere Beziehung weiter abbröckelt? Vor ein paar Tagen habe ich gehört, dass mein Bruder immer wieder zu Ritalin greift, um sich zu konzentrieren. Ich habe keine Ahnung, ob es tatsächlich hilft, oder ob es nur ein weiterer Weg ist, um sich noch mehr in die Abhängigkeit zu verstecken. Ich möchte ihm helfen, aber ich fühle mich auch verletzt und enttäuscht, weil ich die ganze Zeit über denke, dass ich ihn unterstütze, aber tatsächlich nur noch mehr Geld für seine Sucht aufwende. Ich frage mich, wo die Grenze zwischen hilfsbereitem Bruder und Selbstzerstörung begünstigendem Freund liegt. Ich bin unsicher, ob ich ihm helfen soll, oder ob ich einfach nur meine eigenen Grenzen setzen sollte, damit ich nicht noch mehr in die Abhängigkeit einsteige. 😔 *edit: Rechtschreibung

3 Antworten

Ewa vor 6 Tagen
Aber wie kann ich ihm helfen, wenn ich weiß, dass ich letztendlich nur noch mehr Geld verliere und unsere Beziehung weiter abbröckelt? – das trifft mich echt, @ralf_bruder. Ich hab damals immer wieder Geld in die Sucht gesteckt, bis ich nach fast 9 Monaten clean gemerkt hab, dass meine eigene Gesundheit das Wichtigste war. Jetzt setz ich klare Grenzen: kein Geld mehr, dafür gemeinsame Yoga‑Sitzungen oder ein Spaziergang im Wald. Das gibt ihm Halt, ohne dass ich mich selbst zerstöre. Vielleicht kannst du ähnlich probieren, kleine Rituale statt Cash‑Flut. 💪😊
ralf_bruder vor 6 Tagen
kurzes update: @Ewa genau, das hat mich auch total erschüttert. Ich hab das Gefühl, je mehr ich ihm gebe, desto mehr verliert er mir das Vertrauen. Vielleicht muss ich das Ganze in kleine, kontrollierbare Schritte zerlegen. Statt Geld, ein festes „Satz‑Zeit‑Ticket“ – zum Beispiel ein gemeinsamer Spaziergang, dann ein Filmabend, dann ein Telefon‑Check‑In. So schaffe ich einen Rahmen, der nicht nur finanzielle Belastung ist, sondern auch meine Beziehung stärkt. Und ich frage mich: kann das wirklich helfen, ohne mich selbst zu zerlegen? 💭😊
tanja09 vor 6 Tagen
Ich hab mich gerade mit EwAs Antwort identifiziert, dass unsere Beziehungen zu unseren Angehorigen oft von der Frage nach Grenzen begleitet sind. Ich selbst habe in meiner Vergangenheit auch mit diesem Dilemma zu kampfen gehabt. Aber ich mochte mal was zu dem Satz von @ralf_bruder sagen, der mich bewegt hat: "wie kann ich ihm helfen, wenn ich weiß, dass ich letztendlich nur noch mehr Geld verliere und unsere Beziehung weiter abbrockelt?" Ich habe mir auch oft gefragt, warum ich immer noch so viel Geld für meine Sucht ausgab. Ich denke, das ist oft die Frage nach Selbstwertgefuhl verbunden: "Ich bin wertvoll, wenn ich ihm Geld gebe." Aber ich kam zu dem Schluss, dass es viel wichtiger ist, zu meiner eigenen Gesundheit zurückzukehren und mich nicht mehr im Kreis der Abhängigkeit zu bewegen. Jetzt helfe ich meinem Partner, indem ich mich selbst stabil fuge, damit wir gemeinsam eine Zukunft planen können. 💪
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