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Warum der erste Blick auf das neue Rezept mich wieder zurück in die 80er katapultiert ha

Also, heute war wieder so ein Abend, bei dem mir die alte Szene plötzlich ganz nah kam – und das obwohl ich seit ein paar Tagen wirklich clean bin. Ich hab das neue Ritalin‑Rezept von Dr. Müller abgeholt, das jetzt ja offiziell als Substitutions‑Medikament verordnet wird. Auf dem Weg nach Hause war die Luft noch feucht vom Regen, und irgendwo zwischen den grauen Betonbauten hat mir das Geräusch einer alten U‑Bahn‑Station aus den 70ern ein Schauer über den Rücken gejagt. Ich stand an der Haltestelle, das Licht flackerte, und plötzlich hörte ich in meinem Kopf das Knacken von Aushilfsschaltern, das Lachen von Leuten, die noch nie von ‚Clean‘ gehört hatten, und das Geräusch von Klammer‑Taschen, die mit kleinen Päckchen gefüllt waren. Es war, als würde das Berlin der Westseite aus meinem Gedächtnis herausbrechen, obwohl ich jetzt in einer geförderten Wohnung lebe und das einzige Krachen, das ich höre, das alte Heizungsrohr ist. Ich frag mich jetzt, ob das nur meine eigene Projektion ist oder ob die neue Medikation irgendwie die alten Erinnerungen wieder ans Licht zieht. Hat jemand von euch das Gefühl, dass die Substitution nicht nur den Körper, sondern auch das alte Bild von uns selbst wieder „aufrührt“? Und wenn ja, wie geht ihr damit um, ohne wieder in alte Muster zu fallen? Ich habe heute das Paket geöffnet, die Tabletten liegen da, und ich sitz hier mit dem Blick auf die Straße, während das Regenwasser an die Fensterscheibe trommelt. Vielleicht hilft ja ein bisschen Austausch, weil ich das Gefühl hab, ich stehe an einem Übergang, den ich nicht ganz verstehe. 🙏
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