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Öffentlich lesbarer Thread

Mein Gehirn spielt verrückt wegen Tinder...

Leute, ich muss mal wieder was loswerden. Hab ja schon mal geschrieben, dass ich mit Alkohol und so 'nem wilden Tinder-Dating-Trip 'ne Weile lang meine Sorgen betäubt hab. Seit fast 10 Monaten bin ich jetzt aber zum Glück auf der anderen Seite, was das Zeug angeht. Aber jetzt kommt's: Mein Hirn hat wohl gemerkt, dass es sich an irgendwas gewöhnen muss, und macht jetzt mit Tinder das gleiche Kopfkino wie früher mit Flaschen. Ich hab ja vor 'ner Weile bewusst die Dating-Pause erklärt, weil ich erstmal checken wollte, warum ich überhaupt so krass auf dieses "gebraucht werden" aus bin, statt auf echte Verbindungen. Aber jetzt, wo ich nüchtern bin und die ganzen alten Muster sehe, wird's echt skurril. Ich scroll durch Tinder und anstatt auf Bilder zu achten oder zu überlegen, ob jemand nett ist, analysiere ich, wie ich mich am besten inszenieren kann, damit jemand "matcht". Echt pervers, oder? Ich erwische mich dabei, wie ich mir Szenarien ausmale, wie ich in diesem oder jenem Profil meine "Neededness" befriedigen könnte. Das ist wie so 'ne komische Ersatzdroge für mein Gehirn geworden. Ich hab mich ja sowieso schon als "Fuckboy-Light" bezeichnet, aber das hier ist nochmal ne neue Stufe. Ich hab das Gefühl, mein Gehirn sucht jetzt einfach nur nach dem nächsten schnellen Dopamin-Kick, egal ob durch Alkohol oder durch ein virtuelles "Gefällt mir". Hat jemand von euch das auch schon mal so erlebt? Dieses krasse Kopfkino, das sich einfach einen neuen Kanal sucht, wenn der alte wegfällt? Ich weiß, ich bin dran, aber manchmal fühlt sich das an wie 'nen kaputten Fernbedienung, bei der man ständig auf den falschen Knopf drückt. Naja, schönen Freitag euch allen, passt auf euch auf.
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