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Öffentlich lesbarer Thread

Warum ich an jedem Grillabend das letzte Bier im Kopf habe...

Freitag, Mittagspause – ich sitz gerade im Büro und die Sonne macht das Fenster ganz warm. Irgendwie kommt mir das Bild von jedem Sommergrillabend in die Kopp, wo meine alten Kumpels schon mit nem kühlen Pils anstoßen und ich immer noch das Glas aus der Hand lege, weil ich „clean“ sein will. Ich bin jetzt seit einem Jahr clean – also genau 366 Tage, das fühlt sich komisch an, weil es ja fast wie ein Jubiläum klingt, aber gleichzeitig bleibt das Ganze irgendwie unscharf. Vor ein paar Tagen war ich mit ein paar alten Bekannten im Stadtpark, die haben ne kleine Grillfläche aufgebaut und die Kisten mit Bier ausgerollt. Ich hab ja nur ne Zigarette geraucht, weil ich das Gefühl hab, dass das irgendwie „handlich“ ist, aber dann kam der Moment, wo jemand das erste Bier aufgeklappt hat und alle laut „Prost“ gerufen haben. Ich hab erstmal nur genickt, aber dann hat mich das richtige „Feier‑Gefühl“ überkommen – das alte Kind, das zwischen den Flammen steht und denkt, das ist nur ein kleines Stückchen der alten Welt. Wie geht ihr mit so einem Moment um, wenn ihr plötzlich das letzte Bier im Kopf habt, das ihr doch eigentlich ganz bewusst weggelassen habt? Ist das nur ein psychologisches Echo von all den Jahren, wo das Bier „die Brücke“ zwischen mir und den anderen war? Oder liegt da noch so ein Stück Bindungs‑Trauma, das ich irgendwie immer wieder auslöse, wenn Alkohol im Spiel ist? Ich würde gern von euch hören, ob ihr ähnliche Flashbacks habt, und welche kleinen Schritte ihr nutzt, um nicht doch noch das Glas zu heben. Vielleicht hilft mir das ja, den nächsten Grillabend etwas entspannter zu erleben. 🙏 nachtrag: lese das grad noch mal, steh dazu.
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