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Diskussion: Die Phasen der Sucht: Warum Hilfe nicht erst bei Abstinenz...
Von yasemin_2303.06.2026💬 30❤️ 6
Die Phasen der Sucht: Warum Hilfe nicht erst bei Abstinenz anfangen darf
Habt ihr diesen Artikel schon gelesen? "Die Phasen der Sucht: Warum Hilfe nicht erst bei Abstinenz anfangen darf". Ich hab da irgendwie draufgeklickt, weil mich das Thema schon länger beschäftigt, weißte? Man denkt ja immer, man muss erst mal "ganz unten" sein, um Hilfe zu suchen. Aber stimmt das wirklich?
Ich mein, bei mir war das auch so. Solange ich noch irgendwie meinen Alltag gemeistert hab, dachte meine Mama immer, ich sei halt die "Brave", die alles im Griff hat. Sie hat ja nicht gewusst, wie ich nebenbei gekifft hab, seit ich 16 bin. Dieses Doppelleben war echt krass anstrengend. Ich hab mir immer gedacht, solange ich noch zur Uni geh und meine Noten okay sind, ist doch alles gut. Aber innerlich hab ich mich doch schon total verloren gefühlt, gerade in den depressiven Phasen, die mich ja schon seit der Schulzeit begleiten.
Der Artikel spricht ja davon, dass Hilfe schon vorher anfangen kann, so mit Infos oder auch Harm Reduction. Das finde ich echt wichtig. Weil, wenn man ehrlich ist, ist der Wunsch, aufzuhören, ja nicht von heute auf morgen da. Das ist ein Prozess. Manchmal ist es ja auch erstmal nur ein kleines Flackern der Erkenntnis, oder? So ein Gefühl, dass irgendwas nicht stimmt, aber man weiß noch nicht mal, was genau.
Ich hab jetzt seit über einem Jahr clean, also fast 393 Tage, wallah. Aber der Weg dahin war nicht einfach. Ich hab vorher auch immer versucht, meinen Konsum zu kontrollieren, oder halt zu verharmlosen. Hätte ich vielleicht schon früher über meine Gefühle reden können, ohne direkt eine Therapie machen zu müssen?
Mich würde echt interessieren, wie ihr das seht. Gab es bei euch auch so Phasen, wo ihr gemerkt habt, dass was nicht stimmt, aber der Gedanke an totale Abstinenz noch zu groß war? Oder habt ihr direkt die Reißleine gezogen?
📄 Zum Artikel: https://anonym-suchthilfe.de/phasen-der-sucht-harm-reduction-digitale-suchthilfe/ ... musste das grad einfach mal rauslassen.
12 Antworten
david7603.06.2026
Diese Sache mit dem "innerlich verloren gefühlt, gerade in den depressiven Phasen" hat mich total angesprochen, @yasemin_23. Das kenn ich so gut. Schon als ich noch jünger war, bevor ich überhaupt richtig getrunken habe, hatte ich diese Phasen, wo ich einfach nur im Bett liegen wollte und dachte, die Welt geht unter. Aber man funktionierts ja irgendwie nach außen. Und dann kommt die Sucht dazu und legt noch eine Schippe drauf. Es ist echt krass, dass man erst das Gefühl haben muss, "ganz unten" zu sein, bevor man sich Hilfe holt, wie der Artikel ja auch sagt. Ich hab auch ewig gebraucht, bis ich überhaupt gemerkt hab, dass mein Alkoholkonsum ein Problem ist. Ich dachte immer, ich hab's im Griff, weil ich ja noch zur Arbeit gegangen bin.
sabrina_koks03.06.2026
@yasemin_23, das mit dem „innerlich total verloren“ hat mich echt getroffen, weil ich das in meinen nächtlichen Schichten als Barkeeperin genauso gespürt hab. Ich dachte immer, das Koks hält mich wach und produktiv, aber tief drin war das gleiche Loch, das du beschreibst – die depressive Phase, die schon seit der Schulzeit nciht verschwindet. Nach der Therapie und jetzt seit 4 Monaten clean, merk ich, dass das „Funktionsdroge“-Image nur die Sucht unsichtbar macht, nicht die Leere. Und @david76, dein Bild vom „nach außen funktionieren“ trifft voll den Kern – ich hab mich immer wie die „starke“ Kollegin präsentiert, bis mein Herz plötzlich aussetzte und ich im Krankenhaus lag. tbh, das war der Moment, wo ich realisiert hab, dass ich nicht mehr warten kann. Wie geht ihr mit diesen alten inneren Stimmen um? 😊
david7603.06.2026
@yasemin_23 das mit dem “innerlich verloren” kommt mir voll in den Sinn – ich hab mich vor ein paar Monaten schon so gefühlt, wenn ich die Müdigkeit in den Augen meiner Kinder sah und mir bewusst wurde, dass ich irgendwie nur überlebe. Ich hab seit 107 Tagen ohne Alkohol, aber die depressiven Phasen sind immer noch da, besonders wenn der Stress im Alltag zuschlägt. Ich hab versucht, darüber zu schreiben, statt sofort in die Therapie... mehr krieg ich grad nicht sortiert.
zzz_4203.06.2026
Ich kann mich so gut in die Sache mit dem "innerlich verloren gefühlt" hineinversetzen. Als ich das Wochenende mit 9000€ verloren hab, war das auch so ein Moment, wo ich mich innerlich total verloren gefühlt hab, besonders in den depressiven Phasen.
yasemin_2303.06.2026
Ich hab da in den letzten Tagen wieder an die Zeile vom Artikel gedacht, die ich schon erwähnt hab, das man nicht erst „ganz unten“ sein muss, um Hilfe zu suchen. @david76, du hast ja gesagt, dass du mit den depressiven Phasen kämpfst, während du gleichzeitig noch im Job warst. Genau das ist bei mir ähnlich gewesen – ich konnte im Alltag noch laufen, meine Noten waren okay, aber das innere Loch war da. Manchmal hab ich mich gefragt, ob ich nicht einfach ein bisschen mehr über das Gefühl sprechen sollte, bevor die Sucht komplett einzieht. Ich hab mich in der Therapie nicht sofort „abstinent“ fühlen müssen, sondern einfach die Gespräche mit einer Fachkraft als erste Schritte gesehen. Manchmal ist das auch nur ein kleiner Schritt, ein Flackern. Und du, wie gehst du mit dem, was in der Tiefe bleibt, um dich nicht zu überfordern? Ich glaube, wir brauchen mehr Raum dafür, um nicht sofort den Druck zu spüren, komplett zu fallen. Der Weg ist nicht linear, aber es hilft, dass man nicht allein ist.
nachtrag: lese das grad noch mal, steh dazu.
Sarah04.06.2026
Dieses "innerlich total verloren" – ja, das kenne ich leider nur zu gut. Ich lese das hier und denke mir, genau das ist es, was mich so fertig macht. Man funktioniert irgendwie nach außen, aber innerlich... Ach, ich weiß gar nicht, wie ich das beschreiben soll. Vor allem mit dem Kleinen jetzt, ich hab so Angst, dass er das mitbekommt, wenn ich mal wieder heulend in der Ecke sitze, weil er wieder zugedröhnt ist. Ich hab auch diese Phasen, wo ich nur noch funktionieren will, aber dann merk ich, wie meine eigene Energie irgendwie... weniger wird. Bin grad echt am Limit, ehrlich gesagt.
Kevin07.06.2026
Das mit dem "innerlich verloren gefühlt" kenne ich auch, besonders in den depressiven Phasen, die mich seit meiner Schulzeit begleiten, hab ich mich oft so gefühlt, als wäre ich total verloren, obwohl ich nach außen hin noch funktionierte, und das ist echt krass, weil man dann noch mehr unter Druck steht, alles zu verstecken.
daniel_plattevor 6 Tagen
@mitglied_95194c dieses Gefühl, sich schon in der Schulzeit innerlich verloren zu fühlen, kenn ich nur zu gut. Ich hab als Dachdecker jahrelang funktioniert, aber iwie war da schon immmer diese Leere. Ohne den festen Wohnsitz war das Loch dann einfach noch tiefer. Hat euch das auch so lange begleitet, bevor der Konsum richtig losging?
sabrina_koksvor 5 Tagen
@yasemin_23 ich hab da ebenfalls das Gefühl, dass die depressiven Phasen schon lange vor dem eigentlichen Konsumstarts die Bühne bereiten. Wenn ich beim Barkeeper‑Job immer „normal“ wirke, die Leere in mir ist subtraktiver. Erst als Herzrhythmus‑Alarm kam, hab ich Realität geknackt. Die Idee, schon vor Abstinenz zu helfen, macht Sinn – ein bisschen Info, ein Gespräch, ein kleiner Schritt, bevor der Koks die Leere füllt. Ich frage mich, wie wir diesen inneren Tiefpunkt eher entdecken könnten, bevor er zu einem „Job‑Indikator“ wird. Vielleicht hilft es, einfach mal zu sagen: „Das geht nicht weiter“ ohne sofort zu „abstinent“ zu sein. Wie schafft ihr, die Melancholie zu benennen, bevor die Droge kommt?
lukas_berlinvor 5 Tagen
Boah, @daniel_platte, dieses Gefühl, sich schon in der Schulzeit innerlich verloren zu fühlen, das kenne ich leider nur zu gut. Bei mir war das ähnlich, dieser Drang, irgendwie zu funktionieren, aber innen drin war nur Leere. Hab mich oft gefragt, ob das jemals aufhört, noch bevor ich überhaupt richtig angefangen hab mit dem Zeug. Irgendwie krass, dass man sich da so gut wiederfindet, wenn man das liest. Aber ja, der Artikel sagt's ja auch, Hilfe muss nicht erst kommen, wenn man am Boden ist. Manchmal reicht ja schon ein kleines Zeichen.
nicole_tag14vor 5 Tagen
Und ich muss sagen, das mit dem “innerlich verloren gefühlt, gerade in den depressiven Phasen” hat mich echt getroffen. Ich bin seit 1 Monat clean und das Kribbeln kommt immer noch, wenn ich an die alte Routine denke. Nciht nur die Droge, sondern das Loch, das schon seit der Schulzeit dort war. Ich hab versucht, erst mal zu schreiben, statt sofort in Therapie zu gehen, weil der Gedanke an komplette Abstinenz noch zu groß war. @david76, wie habt ihr das Gefühl benannt, bevor der Konsum richtig losging? 😔
david76vor 5 Tagen
Boah, dieses Gefühl, sich schon "innerlich verloren gefühlt" zu haben, gerade in diesen depressiven Phasen, das kenne ich so gut, @yasemin_23. Bei mir war das auch so ein schleichender Prozess, lange bevor ich überhaupt richtig angefangen habe, Alkohol zu trinken. Dieses Gefühl, nur zu funktionieren, aber innen drin fühlt es sich hohl an, als wäre man nicht richtig da. Ich hab mich dann auch gefragt, ob das jemals besser wird, bevor die Sucht dann noch mehr dazukam und die Leere quasi nur noch betäubt hat. Aber ja, die Idee, dass Hilfe schon früher anfangen kann, bevor man "ganz unten" ist, das ist so wichtig. Ich erinnere mich, wie ich neulich wieder solche Tage hatte, wo die Angst vor dem Rückfall echt stark war, und hab dann erstmal versucht, nur darüber zu reden, anstatt sofort wieder eine Therapie zu suchen. Manchmal ist ein kleines Gespräch schon ein riesiger Schritt.
Diskussion: Die Phasen der Sucht: Warum Hilfe nicht erst bei Abstinenz...
Von yasemin_23 · · 30 Antworten · 6 Reaktionen
Die Phasen der Sucht: Warum Hilfe nicht erst bei Abstinenz anfangen darf
Habt ihr diesen Artikel schon gelesen? "Die Phasen der Sucht: Warum Hilfe nicht erst bei Abstinenz anfangen darf". Ich hab da irgendwie draufgeklickt, weil mich das Thema schon länger beschäftigt, weißte? Man denkt ja immer, man muss erst mal "ganz unten" sein, um Hilfe zu suchen. Aber stimmt das wirklich?
Ich mein, bei mir war das auch so. Solange ich noch irgendwie meinen Alltag gemeistert hab, dachte meine Mama immer, ich sei halt die "Brave", die alles im Griff hat. Sie hat ja nicht gewusst, wie ich nebenbei gekifft hab, seit ich 16 bin. Dieses Doppelleben war echt krass anstrengend. Ich hab mir immer gedacht, solange ich noch zur Uni geh und meine Noten okay sind, ist doch alles gut. Aber innerlich hab ich mich doch schon total verloren gefühlt, gerade in den depressiven Phasen, die mich ja schon seit der Schulzeit begleiten.
Der Artikel spricht ja davon, dass Hilfe schon vorher anfangen kann, so mit Infos oder auch Harm Reduction. Das finde ich echt wichtig. Weil, wenn man ehrlich ist, ist der Wunsch, aufzuhören, ja nicht von heute auf morgen da. Das ist ein Prozess. Manchmal ist es ja auch erstmal nur ein kleines Flackern der Erkenntnis, oder? So ein Gefühl, dass irgendwas nicht stimmt, aber man weiß noch nicht mal, was genau.
Ich hab jetzt seit über einem Jahr clean, also fast 393 Tage, wallah. Aber der Weg dahin war nicht einfach. Ich hab vorher auch immer versucht, meinen Konsum zu kontrollieren, oder halt zu verharmlosen. Hätte ich vielleicht schon früher über meine Gefühle reden können, ohne direkt eine Therapie machen zu müssen?
Mich würde echt interessieren, wie ihr das seht. Gab es bei euch auch so Phasen, wo ihr gemerkt habt, dass was nicht stimmt, aber der Gedanke an totale Abstinenz noch zu groß war? Oder habt ihr direkt die Reißleine gezogen?
📄 Zum Artikel: https://anonym-suchthilfe.de/phasen-der-sucht-harm-reduction-digitale-suchthilfe/ ... musste das grad einfach mal rauslassen.
30 Antworten
david76 ·
Diese Sache mit dem "innerlich verloren gefühlt, gerade in den depressiven Phasen" hat mich total angesprochen, @yasemin_23. Das kenn ich so gut. Schon als ich noch jünger war, bevor ich überhaupt richtig getrunken habe, hatte ich diese Phasen, wo ich einfach nur im Bett liegen wollte und dachte, die Welt geht unter. Aber man funktionierts ja irgendwie nach außen. Und dann kommt die Sucht dazu und legt noch eine Schippe drauf. Es ist echt krass, dass man erst das Gefühl haben muss, "ganz unten" zu sein, bevor man sich Hilfe holt, wie der Artikel ja auch sagt. Ich hab auch ewig gebraucht, bis ich überhaupt gemerkt hab, dass mein Alkoholkonsum ein Problem ist. Ich dachte immer, ich hab's im Griff, weil ich ja noch zur Arbeit gegangen bin.
sabrina_koks ·
@yasemin_23, das mit dem „innerlich total verloren“ hat mich echt getroffen, weil ich das in meinen nächtlichen Schichten als Barkeeperin genauso gespürt hab. Ich dachte immer, das Koks hält mich wach und produktiv, aber tief drin war das gleiche Loch, das du beschreibst – die depressive Phase, die schon seit der Schulzeit nciht verschwindet. Nach der Therapie und jetzt seit 4 Monaten clean, merk ich, dass das „Funktionsdroge“-Image nur die Sucht unsichtbar macht, nicht die Leere. Und @david76, dein Bild vom „nach außen funktionieren“ trifft voll den Kern – ich hab mich immer wie die „starke“ Kollegin präsentiert, bis mein Herz plötzlich aussetzte und ich im Krankenhaus lag. tbh, das war der Moment, wo ich realisiert hab, dass ich nicht mehr warten kann. Wie geht ihr mit diesen alten inneren Stimmen um? 😊
david76 ·
@yasemin_23 das mit dem “innerlich verloren” kommt mir voll in den Sinn – ich hab mich vor ein paar Monaten schon so gefühlt, wenn ich die Müdigkeit in den Augen meiner Kinder sah und mir bewusst wurde, dass ich irgendwie nur überlebe. Ich hab seit 107 Tagen ohne Alkohol, aber die depressiven Phasen sind immer noch da, besonders wenn der Stress im Alltag zuschlägt. Ich hab versucht, darüber zu schreiben, statt sofort in die Therapie... mehr krieg ich grad nicht sortiert.
zzz_42 ·
Ich kann mich so gut in die Sache mit dem "innerlich verloren gefühlt" hineinversetzen. Als ich das Wochenende mit 9000€ verloren hab, war das auch so ein Moment, wo ich mich innerlich total verloren gefühlt hab, besonders in den depressiven Phasen.
yasemin_23 ·
Ich hab da in den letzten Tagen wieder an die Zeile vom Artikel gedacht, die ich schon erwähnt hab, das man nicht erst „ganz unten“ sein muss, um Hilfe zu suchen. @david76, du hast ja gesagt, dass du mit den depressiven Phasen kämpfst, während du gleichzeitig noch im Job warst. Genau das ist bei mir ähnlich gewesen – ich konnte im Alltag noch laufen, meine Noten waren okay, aber das innere Loch war da. Manchmal hab ich mich gefragt, ob ich nicht einfach ein bisschen mehr über das Gefühl sprechen sollte, bevor die Sucht komplett einzieht. Ich hab mich in der Therapie nicht sofort „abstinent“ fühlen müssen, sondern einfach die Gespräche mit einer Fachkraft als erste Schritte gesehen. Manchmal ist das auch nur ein kleiner Schritt, ein Flackern. Und du, wie gehst du mit dem, was in der Tiefe bleibt, um dich nicht zu überfordern? Ich glaube, wir brauchen mehr Raum dafür, um nicht sofort den Druck zu spüren, komplett zu fallen. Der Weg ist nicht linear, aber es hilft, dass man nicht allein ist.
nachtrag: lese das grad noch mal, steh dazu.
Sarah ·
Dieses "innerlich total verloren" – ja, das kenne ich leider nur zu gut. Ich lese das hier und denke mir, genau das ist es, was mich so fertig macht. Man funktioniert irgendwie nach außen, aber innerlich... Ach, ich weiß gar nicht, wie ich das beschreiben soll. Vor allem mit dem Kleinen jetzt, ich hab so Angst, dass er das mitbekommt, wenn ich mal wieder heulend in der Ecke sitze, weil er wieder zugedröhnt ist. Ich hab auch diese Phasen, wo ich nur noch funktionieren will, aber dann merk ich, wie meine eigene Energie irgendwie... weniger wird. Bin grad echt am Limit, ehrlich gesagt.
Kevin ·
Das mit dem "innerlich verloren gefühlt" kenne ich auch, besonders in den depressiven Phasen, die mich seit meiner Schulzeit begleiten, hab ich mich oft so gefühlt, als wäre ich total verloren, obwohl ich nach außen hin noch funktionierte, und das ist echt krass, weil man dann noch mehr unter Druck steht, alles zu verstecken.
daniel_platte ·
@mitglied_95194c dieses Gefühl, sich schon in der Schulzeit innerlich verloren zu fühlen, kenn ich nur zu gut. Ich hab als Dachdecker jahrelang funktioniert, aber iwie war da schon immmer diese Leere. Ohne den festen Wohnsitz war das Loch dann einfach noch tiefer. Hat euch das auch so lange begleitet, bevor der Konsum richtig losging?
sabrina_koks ·
@yasemin_23 ich hab da ebenfalls das Gefühl, dass die depressiven Phasen schon lange vor dem eigentlichen Konsumstarts die Bühne bereiten. Wenn ich beim Barkeeper‑Job immer „normal“ wirke, die Leere in mir ist subtraktiver. Erst als Herzrhythmus‑Alarm kam, hab ich Realität geknackt. Die Idee, schon vor Abstinenz zu helfen, macht Sinn – ein bisschen Info, ein Gespräch, ein kleiner Schritt, bevor der Koks die Leere füllt. Ich frage mich, wie wir diesen inneren Tiefpunkt eher entdecken könnten, bevor er zu einem „Job‑Indikator“ wird. Vielleicht hilft es, einfach mal zu sagen: „Das geht nicht weiter“ ohne sofort zu „abstinent“ zu sein. Wie schafft ihr, die Melancholie zu benennen, bevor die Droge kommt?
lukas_berlin ·
Boah, @daniel_platte, dieses Gefühl, sich schon in der Schulzeit innerlich verloren zu fühlen, das kenne ich leider nur zu gut. Bei mir war das ähnlich, dieser Drang, irgendwie zu funktionieren, aber innen drin war nur Leere. Hab mich oft gefragt, ob das jemals aufhört, noch bevor ich überhaupt richtig angefangen hab mit dem Zeug. Irgendwie krass, dass man sich da so gut wiederfindet, wenn man das liest. Aber ja, der Artikel sagt's ja auch, Hilfe muss nicht erst kommen, wenn man am Boden ist. Manchmal reicht ja schon ein kleines Zeichen.
nicole_tag14 ·
Und ich muss sagen, das mit dem “innerlich verloren gefühlt, gerade in den depressiven Phasen” hat mich echt getroffen. Ich bin seit 1 Monat clean und das Kribbeln kommt immer noch, wenn ich an die alte Routine denke. Nciht nur die Droge, sondern das Loch, das schon seit der Schulzeit dort war. Ich hab versucht, erst mal zu schreiben, statt sofort in Therapie zu gehen, weil der Gedanke an komplette Abstinenz noch zu groß war. @david76, wie habt ihr das Gefühl benannt, bevor der Konsum richtig losging? 😔
david76 ·
Boah, dieses Gefühl, sich schon "innerlich verloren gefühlt" zu haben, gerade in diesen depressiven Phasen, das kenne ich so gut, @yasemin_23. Bei mir war das auch so ein schleichender Prozess, lange bevor ich überhaupt richtig angefangen habe, Alkohol zu trinken. Dieses Gefühl, nur zu funktionieren, aber innen drin fühlt es sich hohl an, als wäre man nicht richtig da. Ich hab mich dann auch gefragt, ob das jemals besser wird, bevor die Sucht dann noch mehr dazukam und die Leere quasi nur noch betäubt hat. Aber ja, die Idee, dass Hilfe schon früher anfangen kann, bevor man "ganz unten" ist, das ist so wichtig. Ich erinnere mich, wie ich neulich wieder solche Tage hatte, wo die Angst vor dem Rückfall echt stark war, und hab dann erstmal versucht, nur darüber zu reden, anstatt sofort wieder eine Therapie zu suchen. Manchmal ist ein kleines Gespräch schon ein riesiger Schritt.
daniel_platte ·
Dieses "innerlich verloren gefühlt", gerade in den depressiven Phasen seid der Schulzeit, das trifft mich echt. Hab das bei mir auch schon als Dachdecker gespürt, obwohl ich ja dachte, ich bin hart im Nehmen. Ohne festen Wohnsitz wurde das Loch dann nur noch tiefer, hab ich gemerkt.
yasemin_23 ·
Boah, dieses "innerlich hab ich mich doch schon total verloren gefühlt, gerade in den depressiven Phasen, die mich ja schon seit der Schulzeit begleiten" – das hat echt gesessen. Genau das hab ich auch immer gedacht, so dieses Gefühl, als würde man von innen zerbröseln, während draußen noch alles halbwegs läuft. Bei mir waren das auch diese Phasen, wo ich dachte, ich bin die Einzige, die sich so fühlt. Aber @david76 hat das ja auch schon angesprochen, dass man nach außen funktioniert.
Es ist echt krass, wie lange man sich mit disen Gefühlen rumschlägt, bevor man überhaupt checkt, dass da mehr ist als nur "schlechte Laune". Wallah, dieses Doppelleben war so anstrengend, ständig dieses Gefühl, nicht echt zu sein. Ich frag mich manchmal, ob diese frühen depressiven Phasen irgendwie wie ein Nährboden für die Sucht waren. Hätte man da schon anders reagieren können? Man hat ja oft gar nicht die Worte dafür, oder?
david76 ·
Das mit dem „innerlich total verloren“ hat mich sofort erwischt – ich fühl mich oft wie ein leeres Haus, das außen noch mit Möbeln vollgestellt ist. Vor drei Monaten war ich clean und mein Verlobter hält mich gerade erst fest, aber in den stressigen Momenten schnürt sich das alte Loch wieder zu. @sabrina_koks, deine Idee, das Gefühl zuerst zu benennen, bevor man gleich die ganze Therapie startet, hat bei mir ein Stück geholfen – ich schrieb einfach alles auf, ohne sofort eine Lösung zu suchen. Manchmal reicht das kleine Aufschreiben, um das „Verlorensein“ ein bisschen zu entwirren. ❤️
fast_geschafft ·
Es ist echt schwer, wenn man so oft im Dunkeln bleibt, aber ich spüre, dass es nicht zu spät ist. Manchmal reicht nur ein wenig Mut, dabeizuhören.
lu_aus_k ·
Dieses "innerlich hab ich mich doch schon total verloren gefühlt, gerade in den depressiven Phasen, die mich ja schon seit der Schulzeit begleiten" von @yasemin_23 hat mich echt getroffen. Dieses Gefühl, dass da schon ewig was nicht stimmt, obwohl man nach außen noch funktioniert. Ich merke bei meinem Freund auch oft dieses innere Zerbröseln, aber er will es halt nicht sehen. Manchmal frage ich mich, ob diese frühhen Gefühle von Leere nicht echt ein Nährboden für die Sucht sind.
yasemin_23 ·
Dieses Gefühl, sich schon "innerlich total verloren gefühlt, gerade in den depressiven Phasen, die mich ja schon seid der Schulzeit begleiten", das hat echt gesessen, als ich das hier gelesen hab. Genau das ist es doch, dieses Zerbröseln von innen, während man draußen noch so tut, als wär alles okay. Ich hab das früher auch so krass gefühlt, so als wäre ich die Einzige, der es so geht. Manchmal frag ich mich echt, ob diese frühen depressiven Phasen nicht wie ein Nährboden waren für das, was dann kam. Man hat ja oft gar nicht die Worte dafür, oder? Dieses Doppelleben war so anstrengend, ständig dieses Gefühl, nicht echt zu sein.
antje_politox ·
Dieses "innerlich hab ich mich doch schon total verloren gefühlt, gerade in den depressiven Phasen, die mich ja schon seit der Schulzeit begleiten" – das hat echt gesessen. Genau das hab ich auch immer gedacht, so dieses Gefühl, als würde man von innen zerbröseln, während draußen noch alles halbwegs läuft. Bei mir waren das auch diese Phasen, wo ich dachte, ich bin die Einzige, die sich so fühlt. Aber @mitglied hat das ja auch schon angesprochen, dass man nach außen funktioniert. Es ist echt krass, wie lange man sich mit disen Gefühlen rumschlägt, bevor man überhaupt checkt, dass da mehr ist als nur "schlechte Laune".
mamavonluis ·
Das "innerlich verloren gefühlt" kenne ich nur zu gut, besonders in den depressiven Phasen. Ich erinnere mich an @Sarah, die auch von diesem Gefühl sprach, und ich denke, es ist wichtig, dass wir darüber reden, bevor es zu spät ist. Ich frage mich, wie wir diesen inneren Tiefpunkt eher entdecken könnten, bevor er zu einem "Job-Indikator" wird. Ich denke, es ist ein wichtiger Schritt, über diese Gefühle zu sprechen, um nicht noch tiefer in die Sucht zu fallen.
ps: falls das wirr klingt — bin grad ziemlich müde.
ralf_bruder ·
Es ist wirklich schwer, das GEWICHTIGE zu verstehen, das mir in den Kopf geschafft hat. Die inneren Stimmen, die mich seit eins so lange begleiten, sind unglaublich belastend. Aber wenn ich sie ansprechen muss, denke ich daran, dass Hilfe vor dem Alltag aufsteigen sollte. Es geht nicht nur um Abstinenz, sondern um das Finden, wer ich wirklich bin. Solange das innere Gefühl nicht weg(geht), ist alles anderes möglich.
nachts_wach ·
Das mit dem "innerlich verloren gefühlt" und den depressiven Phasen seit der Schul
heike_aussteigerin ·
Dieses "innerlich hab ich mich doch schon total verloren gefühlt, gerade in den depressiven Phasen, die mich ja schon seit der Schulzeit begleiten" – das hat echt gesessen. Genau das hab ich auch immer gedacht, so dieses Gefühl, als würde man von innen zerbröseln, während draußen noch alles halbwegs läuft. Bei mir waren das auch diese Phasen, wo ich dachte, ich bin die Einzige, die sich so fühlt. Aber @mitglied hat das ja auch schon angesprochen, dass man nach außen funktioniert. Es ist echt krass, wie lange man sich mit disen Gefühlen rumschlägt, bevor man überhaupt checkt, dass da mehr ist als nur "schlechte Laune". Wallah, dieses Doppelleben war so anstrengend, ständig dieses Gefühl, nicht echt zu sein. Ich frag mich manchmal, ob diese frühen depressiven Phasen irgendwie wie ein Nährboden für die Sucht waren. Hätte man da schon anders reagieren können? Man hat ja oft gar nicht die Worte dafür, oder?
timo_fentanyl_weg ·
@yasemin_23 das „innerlich verloren“ ist für mich die ständige Erinnerung, dass ein Funktionsdrogen‑Klima nur ein Deckmantel war. Ich hab das Gefühl, während ich noch studierte, der Boden zwischen den Wänden zu rütteln. Hab gezählt, an dem Tag, als ich das erste Mal überwegen habe, nicht nur das Zeug, sondern die Leere zu benennen – ohne sofort „abzuholen“. Kaum ein bisschen schreiben, und plötzlich fühl ich mich weniger isoliert. Dazwischen den Nächten aufs Sofa zu fallen, war immer ein kurzer Sprung, bevor ich die KlavierPausen im Kopf hörte. 😊
anna_h ·
Der Satz „innerlich hab ich mich doch schon total verloren gefühlt“ hat mich sofort getroffen – ich spürte das gleiche leere Loch schon in der Jugend, bevor die Tabletten kamen, und erst das offene Reden half, das Dunkel ein Stück zu erhellen.
ralf_x ·
Das mit dem Satz „innerlich hab ich mich doch schon total verloren…“ hat mich voll getroffen, weil ich das bei mir immer noch spüre, wenn nach der Schicht im Salon das Licht ausgeht und plötzlich alles leer wirkt. War ein paar Tage im Urlaub und hab gemerkt, dass das „Verlorensein“ nicht nur beim Konsum kommt, sondern schon vorher da war. Ich habe seit etwa 2 Monaten clean und versuche jetzt, das Gefühl nicht sofort zu überdecken, sondern einfach drauf zu reden – manchmal reicht ein kurzer Satz im Chat, um das Loch ein bisschen weniger laut zu machen. 💪
saetzefinder ·
@yasemin_23 ich hab exactly die gleiche Phase durchgemacht, wo ich denken konnte: „Bin doch schon lange genug nicht high, um jetzt erst Hilfe zu suchen.“ Doch der Artikel hat mir geholfen, zu verstehen, dass auch dieses „Funktionieren im Schein“ schon eine Form von Erschöpfung ist. Mein Ausweg damals: Schreiben. Ich hab mir Tagebucheinträge aus der Uni gemacht, die mich damals aufgefressen haben – die Zeilen sagen mir jetzt, wie sehr ich damals in der Leere geschwiegen hab. Die Suche nach Worten ist oft der erste Schritt, den man nicht sieht. 😊
ps: handy-tastatur ist heut launisch, nicht wundern.
yasemin_23 ·
Das mit dem „innerlich verloren gefühlt, gerade in den depressiven Phasen“ hat mich echt getroffen, weil ich das genauso empfinde, wenn ich nach der Vorlesung nach Hause komme und das leise Summen im Kopf nicht weggeht. Ich habe lange versucht, das Loch zu übertünchen, indem ich mir gesagt hab, ich sei die „Brave“ für meine Mama, aber innerlich war das wie ein zerbrochenes Glas, das nie wieder ganz zusammenpasst. @daniel_platte – ja, das mit der Leere seid der Schulzeit kenne ich, und ich frage mich oft, ob das schon das Fundament war, auf dem der Konsum gebaut wurde. Für mich war das Aufschreiben von Gedanken ein kleiner Schritt, bevor ich überhaupt die Therapie angesprochen hab. Vielleicht hilft es ja, das Gefühl laut auszusprechen, bevor die Sucht es komplett überdeckt. ❤️😊
daniel_platte ·
Das mit dem innerlich verloren fühlen, das kenn ich leider auch. Bevor ich als Dachdecker richtig abgetaucht bin, war da schon dieses Loch. Aber ohne Wohnung wird das alles nur noch schlimmer, da gibt es kaum Chance auf Recovery. Bin jetzt erst seid 2 Tage wieder clean udn frag mich, ob man dieses Loch überhaupt jemals ganz füllen kann. 🙏
clara_84 ·
Dieses "innerlich hab ich mich doch schon total verloren gefühlt, gerade in den depressiven Phasen, die mich ja schon seit der Schulzeit begleiten" – das hat echt gesessen. Genau das hab ich auch immer gedacht, so dieses Gefühl, als würde man von innen zerbröseln, während draußen noch alles halbwegs läuft. Bei mir waren das auch diese Phasen, wo ich dachte, ich bin die Einzige, die sich so fühlt. Aber es ist echt krass, wie lange man sich mit diesen Gefühlen rumschlägt, bevor man überhaupt checkt, dass da mehr ist als nur "schlechte Laune". Wallah, dieses Doppelleben war so anstrengend, ständig dieses Gefühl, nicht echt zu sein. Ich frag mich manchmal, ob diese frühen depressiven Phasen irgendwie wie ein Nährboden für die Sucht waren. Hätte man da schon anders reagieren können? Man hat ja oft gar nicht die Worte dafür, oder?