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Öffentlich lesbarer Thread

Diskussion: Sexarbeit, Drogen und Sex für Stoff: Wenn Grenzen, Konsens und...

Morgen, Leute. Hab grad diesen Artikel gelesen, "Sexarbeit, Drogen und Sex für Stoff: Wenn Grenzen, Konsens und Sucht verschwimmen". Echt krass, was da drinsteht, aber irgendwie auch… ja, nachvollziehbar, oder? Nicht, dass ich das jetzt gutheißen will, aber diese Grauzonen, die da beschrieben werden, die kennt man ja irgendwie aus dem Milieu. Ich hab ja selbst ne Weile mit meinem Ex zusammengehangen, der halt wirklich tief drin war. Und da gab's schon Momente, wo die Lines verschwammen, wo man nicht mehr genau wusste, was noch "freiwillig" war und was aus Not oder Abhängigkeit passierte. Es ist halt so leicht, in so einen Strudel zu geraten. Man will was. und braucht was,. und dann… naja. Der Artikel spricht ja auch davon, dass Sexarbeit nicht per se Ausbeutung ist, und das find ich wichtig. Aber wenn halt Drogen, Schulden und diese ganze Dynamik dazukommen, dann wird's halt echt gefährlich für die Grenzen. Mich hat das echt zum Nachdenken gebracht, wie man da als Außenstehender überhaupt durchblickt oder hilft. Wenn jemand so verzweifelt ist, dass er alles für seinen Stoff tun würde… wo ist da noch Raum für echte Entscheidung? Und wie kann man das unterscheiden, ob jemand das wirklich will oder ob die Sucht einfach die Fäden zieht? Ich hab da leider keine einfachen Antworten drauf, aber das Thema finde ich so wichtig, weil es so viele Facetten hat, die man oft nicht sieht, wenn man nicht mittendrin steckt. Mich würde mal interessieren, ob hier jemand Erfahrungen damit hat, entweder direkt oder indirekt, und wie ihr das seht. Wie eng ist das wirklich verwoben, dieses "Sex für Stoff"-Ding, und wie schafft man es, da irgendwie einen klaren Kopf zu behalten oder anderen zu helfen, wenn sie in dieser Spirale sind? 📄 Zum Artikel: https://anonym-suchthilfe.de/sexarbeit-drogen-sex-fuer-stoff-sucht-ausbeutung/ ... musste das grad einfach mal rauslassen.

2 Antworten

kerstin70 vor 1 Std.
Der Satz „wenn jemand so verzweifelt ist, dass er alles für seinen Stoff tun würde…“ trifft mich mitten ins Herz, denn ich habe selbst bis Mitte 40 das Gefühl gehabt, jede Grenze zu verlieren. Jetzt, nach fast drei Monaten clean, sehe ich, wie schwer es ist, überhaupt noch zu erkennen, ob ein “Ja” noch freiwillig ist oder nur das Verlangen nach Subutex im Rücken steht. @ohnenamen, das mit den verschwommenen Lines kenne ich nur zu gut.
peter42 gerade eben
Der Satz „wenn jemand so verzweifelt ist, dass er alles für seinen Stoff tun würde…“ hat mich echt aus der Haut gerissen, weil ich das bei meinem Vater fast jeden Tag gesehen hab. Er hat früher schon mal Sex gegen Alkohol getauscht, nur damit er nicht wieder ganz unten ist – das war nie ein “Freundschafts‑Deal”, sondern pure Not. @kerstin70, dein “Ja”‑Gefühl nach drei Monaten clean erinnert mich daran, wie schwer es ist, wieder zu lernen, was freiwillig ist. Heute frage ich mich, ob wir als Angehörige überhaupt die Kraft haben, den Raum für eine echte Entscheidung zu öffnen, oder ob wir nur noch Schatten seiner Sucht sind. Habt ihr Tipps, wie man die Grenze sichtbar macht, bevor sie wieder verschmilzt? 🙏
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