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Öffentlich lesbarer Thread
Diskussion: Sexarbeit, Drogen und Sex für Stoff: Wenn Grenzen, Konsens und...
Von ohnenamen04.06.2026💬 27❤️ 0
Morgen, Leute.
Hab grad diesen Artikel gelesen, "Sexarbeit, Drogen und Sex für Stoff: Wenn Grenzen, Konsens und Sucht verschwimmen". Echt krass, was da drinsteht, aber irgendwie auch… ja, nachvollziehbar, oder? Nicht, dass ich das jetzt gutheißen will, aber diese Grauzonen, die da beschrieben werden, die kennt man ja irgendwie aus dem Milieu.
Ich hab ja selbst ne Weile mit meinem Ex zusammengehangen, der halt wirklich tief drin war. Und da gab's schon Momente, wo die Lines verschwammen, wo man nicht mehr genau wusste, was noch "freiwillig" war und was aus Not oder Abhängigkeit passierte. Es ist halt so leicht, in so einen Strudel zu geraten. Man will was. und braucht was,. und dann… naja. Der Artikel spricht ja auch davon, dass Sexarbeit nicht per se Ausbeutung ist, und das find ich wichtig. Aber wenn halt Drogen, Schulden und diese ganze Dynamik dazukommen, dann wird's halt echt gefährlich für die Grenzen.
Mich hat das echt zum Nachdenken gebracht, wie man da als Außenstehender überhaupt durchblickt oder hilft. Wenn jemand so verzweifelt ist, dass er alles für seinen Stoff tun würde… wo ist da noch Raum für echte Entscheidung? Und wie kann man das unterscheiden, ob jemand das wirklich will oder ob die Sucht einfach die Fäden zieht? Ich hab da leider keine einfachen Antworten drauf, aber das Thema finde ich so wichtig, weil es so viele Facetten hat, die man oft nicht sieht, wenn man nicht mittendrin steckt.
Mich würde mal interessieren, ob hier jemand Erfahrungen damit hat, entweder direkt oder indirekt, und wie ihr das seht. Wie eng ist das wirklich verwoben, dieses "Sex für Stoff"-Ding, und wie schafft man es, da irgendwie einen klaren Kopf zu behalten oder anderen zu helfen, wenn sie in dieser Spirale sind?
📄 Zum Artikel: https://anonym-suchthilfe.de/sexarbeit-drogen-sex-fuer-stoff-sucht-ausbeutung/ ... musste das grad einfach mal rauslassen.
12 Antworten
kerstin7004.06.2026
Der Satz „wenn jemand so verzweifelt ist, dass er alles für seinen Stoff tun würde…“ trifft mich mitten ins Herz, denn ich habe selbst bis Mitte 40 das Gefühl gehabt, jede Grenze zu verlieren. Jetzt, nach fast drei Monaten clean, sehe ich, wie schwer es ist, überhaupt noch zu erkennen, ob ein “Ja” noch freiwillig ist oder nur das Verlangen nach Subutex im Rücken steht. @ohnenamen, das mit den verschwommenen Lines kenne ich nur zu gut.
peter4204.06.2026
Der Satz „wenn jemand so verzweifelt ist, dass er alles für seinen Stoff tun würde…“ hat mich echt aus der Haut gerissen, weil ich das bei meinem Vater fast jeden Tag gesehen hab. Er hat früher schon mal Sex gegen Alkohol getauscht, nur damit er nicht wieder ganz unten ist – das war nie ein “Freundschafts‑Deal”, sondern pure Not. @kerstin70, dein “Ja”‑Gefühl nach drei Monaten clean erinnert mich daran, wie schwer es ist, wieder zu lernen, was freiwillig ist. Heute frage ich mich, ob wir als Angehörige überhaupt die Kraft haben, den Raum für eine echte Entscheidung zu öffnen, oder ob wir nur noch Schatten seiner Sucht sind. Habt ihr Tipps, wie man die Grenze sichtbar macht, bevor sie wieder verschmilzt? 🙏
ohnenamen04.06.2026
Der Satz „wenn jemand so verzweifelt ist, dass er alles für seinen Stoff tun würde…“ hat mich echt zum Nachdenken gebracht, weil ich das fast aus nächster Nähe erlebt habe. In meiner Beziehung zu dem Heroinkonsumenten war das kein abstraktes Bild, sondern tägliche Realität – ich habe mich oft gefragt, wo seine „Ja“ noch aus ihm selbst kamen und wo die Sucht die Fäden zog. Nach 11 Monaten clean sehe ich jetzt, wie sehr das Verzweifeln die eigene Wahrnehmung verzerrt und wie schwer es ist, klare Grenzen zu setzen, wenn das Bedürfnis nach dem nächsten Kick stärker ist als das eigene Überleben. @kerstin70, dein Hinweis, dass das „Ja“ fast automatisch zum „Ja‑zu‑der‑Sucht“ wird, stimmt – das habe ich selbst gesp... du weißt hoffentlich was ich meine.
peter4204.06.2026
ich merk grad, Der Satz „wenn jemand so verzweifelt ist, dass er alles für seinen Stoff tun würde…“ hat bei mir sofort das Bild zurückgebracht, wie mein Vater früher in der Kneipe auf Mädels stand, nur um den nächsten Drink zu finanzieren. Ich hab dann immer wieder versucht zu lesen, ob das noch sein Wille war oder die Sucht das Steuer übernommen hat. Manchmal frage ich mich, ob ich selbst irgendwann in diese Grauzone tappe, weil ich ja immer die „große Schwester“ war. Vielleicht hilft es, klare Rituale zu schaffen – zum Beispiel feste Zeiten, wo ich einfach nur zuhöre, ohne sofort zu handeln. Was meint ihr, wie kann man den Moment festhalten, bevor das „Ja“ erstickt?
kerstin7004.06.2026
boah, Der Satz „wenn jemand so verzweifelt ist, dass er alles für seinen Stoff tun würde…“ errinnert mich an meine Nächte im Bahnhofsviertel, wo das „Ja“ schon beim ersten Zug vernebelt war – nach fast drei Monaten clean empfinde ich jeden kleinen Zweifel jetzt wie ein Geschenk.
zwischendurch04.06.2026
Der Satz „wenn jemand so verzweifelt ist, dass er alles für seinen Stoff tun würde…“ hat mich gerade an die Nacht erinnert, als ich nach einem Club‑Abend völlig leer war und mein Ex plötzlich „wir können ja…“ gemeint hat, nur weil er wieder einen G‑Hit wollte. Ich hab mich gefragt, ob mein „Ja“ noch mein eigenes war oder nur die Angst, wieder allein zu sein. @kerstin70 das mit dem „kleinen Zweifel wie ein Geschenk“ kenne ich jetzt, weil jeder neue Tag clean mir zeigt, wie sehr das Hirn noch nach Zustimmung sucht. Vielleicht hilft es, bewusst zu sagen: „Ich brauch das nicht“, bevor das Verlangen die Stimme übertönt. ❤️
kerstin7004.06.2026
Ich hab das Gefühl, total im „Ja–Nebel“ zu verharren. Erst seid ungefähr drei Monaten clean kommt mir das „Ja“ plötzlich klar vor. Man will nicht nur den Stoff, sondern auch das Gefühl, nicht mehr allein zu sein. 😔💪
linda_23tage04.06.2026
Der Satz „wenn jemand so verzweifelt ist, dass er alles für seinen Stoff tun würde…“ erinnert mich an meinen ersten Tag nach dem Rückfall, als ich fast sofort wieder „Ja“ gesagt hätte, nur weil das Kribbeln im Bauch so stark war. Jetzt, nach 27 Tagen, merke ich, dass ein einfaches „ne“ viel mehr Gewicht hat. 🙏
kerstin7004.06.2026
@ohnenamen, der Satz hat mich auch… ich erinnere mich, wie ich nachts im Bahnhofsviertel shcon bei „Ja“ den Zement spürte, den die Sucht legt. Jetzt, seit fast drei Monaten clean, guck ich doch jedes „Ja“ genauer an, damit es wirklich meine Stimme ist. ❤️
peter4204.06.2026
Wenn ich an das Wort „Verzweiflung“ denke, kommt mir sofort die Erinnerung an meinen Vater zurück, der jede Nacht ein bisschen mehr vom Glas trank, bis er schließlich alles für einen Tropfen schaffte. @ohnenamen, du hast das genauso beschrieben – das Ja wird zum Ja‑zu‑dem Stoff. Ich hab das auch erlebt, als ich sah, wie er seine Grenzen verschmelzen ließ, nur um nicht mehr alleine zu sein. Da frage ich mich: Wie bleibt man selbst in diesen Momenten authentisch, ohne dass die Sucht die Stimme übernimmt? Und wie erkenne ich, wann ein Ja wirklich aus mir kommt?
can_wieder_atmen04.06.2026
Der Satz „wenn jemand so verzweifelt ist, dass er alles für seinen Stoff tun würde…“ hat mich an den Moment erinnert, als ich im Bahnhofsviertel fast ja sagte, nur weil die Angst das Wort übernahm – seid 7 Monaten lernne ich, jedes ja zuerst zu hinterfragen. 🙏
ohnenamen04.06.2026
Ich hab diesen Thread jetzt schon ein paar Mal gelesen und bin immer noch ganz beeindruckt, wie viele Facetten da beleuchtet werden. Dieser eine Satz von @ohnenamen, "Wenn jemand so verzweifelt ist, dass er alles für seinen Stoff tun würde…", der bleibt bei mir hängen. Ich erinnere mich, wie das war, als mein Ex noch konsumiert hat. Manchmal hab ich ihn angeschaut und dachte: Wo ist denn da noch er selbst? Es ist, als ob die Sucht die Kontrolle übernimmt und die Person nur noch ein Gefäß ist, das irgendwie an den Stoff kommt.
@zwischendurch, deine Erfahrung im Club klingt so nachvollziehbar. Diese Angst, allein zu sein, die kann echt mächtig sein und einen dazu bringen, Dinge zu sagen oder zu tun, die man eigentlich gar nicht will. Das ist echt krass, wie die Sucht und andere Bedürfnisse, wie das nach Nähe, da verschwimmen können. Aber es ist auch gut, dass du jetzt diese kleinen Zweifel als Geschenk siehst. Kleine schritte, sag ich mal. Für mich ist das auch so ein Prozess, immer wieder zu checken, was jetzt wirklich von mir kommt und was vielleicht doch nur ein Echo der alten Muster ist.
Diskussion: Sexarbeit, Drogen und Sex für Stoff: Wenn Grenzen, Konsens und...
Von ohnenamen · · 27 Antworten · 0 Reaktionen
Morgen, Leute.
Hab grad diesen Artikel gelesen, "Sexarbeit, Drogen und Sex für Stoff: Wenn Grenzen, Konsens und Sucht verschwimmen". Echt krass, was da drinsteht, aber irgendwie auch… ja, nachvollziehbar, oder? Nicht, dass ich das jetzt gutheißen will, aber diese Grauzonen, die da beschrieben werden, die kennt man ja irgendwie aus dem Milieu.
Ich hab ja selbst ne Weile mit meinem Ex zusammengehangen, der halt wirklich tief drin war. Und da gab's schon Momente, wo die Lines verschwammen, wo man nicht mehr genau wusste, was noch "freiwillig" war und was aus Not oder Abhängigkeit passierte. Es ist halt so leicht, in so einen Strudel zu geraten. Man will was. und braucht was,. und dann… naja. Der Artikel spricht ja auch davon, dass Sexarbeit nicht per se Ausbeutung ist, und das find ich wichtig. Aber wenn halt Drogen, Schulden und diese ganze Dynamik dazukommen, dann wird's halt echt gefährlich für die Grenzen.
Mich hat das echt zum Nachdenken gebracht, wie man da als Außenstehender überhaupt durchblickt oder hilft. Wenn jemand so verzweifelt ist, dass er alles für seinen Stoff tun würde… wo ist da noch Raum für echte Entscheidung? Und wie kann man das unterscheiden, ob jemand das wirklich will oder ob die Sucht einfach die Fäden zieht? Ich hab da leider keine einfachen Antworten drauf, aber das Thema finde ich so wichtig, weil es so viele Facetten hat, die man oft nicht sieht, wenn man nicht mittendrin steckt.
Mich würde mal interessieren, ob hier jemand Erfahrungen damit hat, entweder direkt oder indirekt, und wie ihr das seht. Wie eng ist das wirklich verwoben, dieses "Sex für Stoff"-Ding, und wie schafft man es, da irgendwie einen klaren Kopf zu behalten oder anderen zu helfen, wenn sie in dieser Spirale sind?
📄 Zum Artikel: https://anonym-suchthilfe.de/sexarbeit-drogen-sex-fuer-stoff-sucht-ausbeutung/ ... musste das grad einfach mal rauslassen.
27 Antworten
kerstin70 ·
Der Satz „wenn jemand so verzweifelt ist, dass er alles für seinen Stoff tun würde…“ trifft mich mitten ins Herz, denn ich habe selbst bis Mitte 40 das Gefühl gehabt, jede Grenze zu verlieren. Jetzt, nach fast drei Monaten clean, sehe ich, wie schwer es ist, überhaupt noch zu erkennen, ob ein “Ja” noch freiwillig ist oder nur das Verlangen nach Subutex im Rücken steht. @ohnenamen, das mit den verschwommenen Lines kenne ich nur zu gut.
peter42 ·
Der Satz „wenn jemand so verzweifelt ist, dass er alles für seinen Stoff tun würde…“ hat mich echt aus der Haut gerissen, weil ich das bei meinem Vater fast jeden Tag gesehen hab. Er hat früher schon mal Sex gegen Alkohol getauscht, nur damit er nicht wieder ganz unten ist – das war nie ein “Freundschafts‑Deal”, sondern pure Not. @kerstin70, dein “Ja”‑Gefühl nach drei Monaten clean erinnert mich daran, wie schwer es ist, wieder zu lernen, was freiwillig ist. Heute frage ich mich, ob wir als Angehörige überhaupt die Kraft haben, den Raum für eine echte Entscheidung zu öffnen, oder ob wir nur noch Schatten seiner Sucht sind. Habt ihr Tipps, wie man die Grenze sichtbar macht, bevor sie wieder verschmilzt? 🙏
ohnenamen ·
Der Satz „wenn jemand so verzweifelt ist, dass er alles für seinen Stoff tun würde…“ hat mich echt zum Nachdenken gebracht, weil ich das fast aus nächster Nähe erlebt habe. In meiner Beziehung zu dem Heroinkonsumenten war das kein abstraktes Bild, sondern tägliche Realität – ich habe mich oft gefragt, wo seine „Ja“ noch aus ihm selbst kamen und wo die Sucht die Fäden zog. Nach 11 Monaten clean sehe ich jetzt, wie sehr das Verzweifeln die eigene Wahrnehmung verzerrt und wie schwer es ist, klare Grenzen zu setzen, wenn das Bedürfnis nach dem nächsten Kick stärker ist als das eigene Überleben. @kerstin70, dein Hinweis, dass das „Ja“ fast automatisch zum „Ja‑zu‑der‑Sucht“ wird, stimmt – das habe ich selbst gesp... du weißt hoffentlich was ich meine.
peter42 ·
ich merk grad, Der Satz „wenn jemand so verzweifelt ist, dass er alles für seinen Stoff tun würde…“ hat bei mir sofort das Bild zurückgebracht, wie mein Vater früher in der Kneipe auf Mädels stand, nur um den nächsten Drink zu finanzieren. Ich hab dann immer wieder versucht zu lesen, ob das noch sein Wille war oder die Sucht das Steuer übernommen hat. Manchmal frage ich mich, ob ich selbst irgendwann in diese Grauzone tappe, weil ich ja immer die „große Schwester“ war. Vielleicht hilft es, klare Rituale zu schaffen – zum Beispiel feste Zeiten, wo ich einfach nur zuhöre, ohne sofort zu handeln. Was meint ihr, wie kann man den Moment festhalten, bevor das „Ja“ erstickt?
kerstin70 ·
boah, Der Satz „wenn jemand so verzweifelt ist, dass er alles für seinen Stoff tun würde…“ errinnert mich an meine Nächte im Bahnhofsviertel, wo das „Ja“ schon beim ersten Zug vernebelt war – nach fast drei Monaten clean empfinde ich jeden kleinen Zweifel jetzt wie ein Geschenk.
zwischendurch ·
Der Satz „wenn jemand so verzweifelt ist, dass er alles für seinen Stoff tun würde…“ hat mich gerade an die Nacht erinnert, als ich nach einem Club‑Abend völlig leer war und mein Ex plötzlich „wir können ja…“ gemeint hat, nur weil er wieder einen G‑Hit wollte. Ich hab mich gefragt, ob mein „Ja“ noch mein eigenes war oder nur die Angst, wieder allein zu sein. @kerstin70 das mit dem „kleinen Zweifel wie ein Geschenk“ kenne ich jetzt, weil jeder neue Tag clean mir zeigt, wie sehr das Hirn noch nach Zustimmung sucht. Vielleicht hilft es, bewusst zu sagen: „Ich brauch das nicht“, bevor das Verlangen die Stimme übertönt. ❤️
kerstin70 ·
Ich hab das Gefühl, total im „Ja–Nebel“ zu verharren. Erst seid ungefähr drei Monaten clean kommt mir das „Ja“ plötzlich klar vor. Man will nicht nur den Stoff, sondern auch das Gefühl, nicht mehr allein zu sein. 😔💪
linda_23tage ·
Der Satz „wenn jemand so verzweifelt ist, dass er alles für seinen Stoff tun würde…“ erinnert mich an meinen ersten Tag nach dem Rückfall, als ich fast sofort wieder „Ja“ gesagt hätte, nur weil das Kribbeln im Bauch so stark war. Jetzt, nach 27 Tagen, merke ich, dass ein einfaches „ne“ viel mehr Gewicht hat. 🙏
kerstin70 ·
@ohnenamen, der Satz hat mich auch… ich erinnere mich, wie ich nachts im Bahnhofsviertel shcon bei „Ja“ den Zement spürte, den die Sucht legt. Jetzt, seit fast drei Monaten clean, guck ich doch jedes „Ja“ genauer an, damit es wirklich meine Stimme ist. ❤️
peter42 ·
Wenn ich an das Wort „Verzweiflung“ denke, kommt mir sofort die Erinnerung an meinen Vater zurück, der jede Nacht ein bisschen mehr vom Glas trank, bis er schließlich alles für einen Tropfen schaffte. @ohnenamen, du hast das genauso beschrieben – das Ja wird zum Ja‑zu‑dem Stoff. Ich hab das auch erlebt, als ich sah, wie er seine Grenzen verschmelzen ließ, nur um nicht mehr alleine zu sein. Da frage ich mich: Wie bleibt man selbst in diesen Momenten authentisch, ohne dass die Sucht die Stimme übernimmt? Und wie erkenne ich, wann ein Ja wirklich aus mir kommt?
can_wieder_atmen ·
Der Satz „wenn jemand so verzweifelt ist, dass er alles für seinen Stoff tun würde…“ hat mich an den Moment erinnert, als ich im Bahnhofsviertel fast ja sagte, nur weil die Angst das Wort übernahm – seid 7 Monaten lernne ich, jedes ja zuerst zu hinterfragen. 🙏
ohnenamen ·
Ich hab diesen Thread jetzt schon ein paar Mal gelesen und bin immer noch ganz beeindruckt, wie viele Facetten da beleuchtet werden. Dieser eine Satz von @ohnenamen, "Wenn jemand so verzweifelt ist, dass er alles für seinen Stoff tun würde…", der bleibt bei mir hängen. Ich erinnere mich, wie das war, als mein Ex noch konsumiert hat. Manchmal hab ich ihn angeschaut und dachte: Wo ist denn da noch er selbst? Es ist, als ob die Sucht die Kontrolle übernimmt und die Person nur noch ein Gefäß ist, das irgendwie an den Stoff kommt.
@zwischendurch, deine Erfahrung im Club klingt so nachvollziehbar. Diese Angst, allein zu sein, die kann echt mächtig sein und einen dazu bringen, Dinge zu sagen oder zu tun, die man eigentlich gar nicht will. Das ist echt krass, wie die Sucht und andere Bedürfnisse, wie das nach Nähe, da verschwimmen können. Aber es ist auch gut, dass du jetzt diese kleinen Zweifel als Geschenk siehst. Kleine schritte, sag ich mal. Für mich ist das auch so ein Prozess, immer wieder zu checken, was jetzt wirklich von mir kommt und was vielleicht doch nur ein Echo der alten Muster ist.
zwischendurch ·
@ohnenamen deine Erinnerung an den Ex klärt. Ich erinnere mich, als ich nach 26 Tagen clean langsam spürte, dass mein „Ja“ nicht mehr aus mir kam, sondern aus Angst, nicht mehr allein zu sein. Da kommt ein stechender Gedanke: Kann ich wirklich entscheiden, ohne dass der Stoff die Stimme übernimmt? Ich versuche, in den Moment zu gehen und mir kurz zu fragen: „Will ich das?“ Wenn nicht, sage ich schlicht „ne“. Das ist mein kleiner Kampf gegen das Ja‑Nebel.
Elena ·
Der Satz „wenn jemand so verzweifelt ist, dass er alles für seinen Stoff tun würde…“ hat mich echt wachgerüttelt – bei mir war das früher das tägliche „Ja“ nach dem Meeting, nur um den Stress mit einem Glas zu betäuben. Jetzt, nach sechs Tagen clean, spüre ich, wie schnell das „Ja“ wieder zu einem Reflex wird, wenn der Druck im Kopf steigt. Ich versuch mir bewusst einen kurzen Moment zu gönnen und laut zu fragen: „Will ich das wirklich?“ Dieses Stop‑und‑Atmen hilft mir, das Echo der Sucht von meiner eigenen Stimme zu trennen.❤️
kaffeepause ·
Und genau dieser Satz hat mich im Kern getroffen – ich sehe das jeden Tag, wenn mein Sohn nach einer Überdosis wieder im Bett liegt und sagt, er würde alles für das nächste “High” tun. @kerstin70, dein “Ja‑Nebel” klingt nach meinem Alltag, nur dass bei mir das Ja oft von Angst um das Alleinsein getrieben ist. Ich habe gelernt, dass ich ihn nicht retten kann, aber ich kann meine eigenen Grenzen wahren, sonst ersticke ich selbst. ❤️
lukas_berlin ·
Der Satz „wenn jemand so verzweifelt ist, das er alles für seinen Stoff tun würde…“ hat mir damals im Club das Herz ausgehauen – ich hab fast meine Gitarre für nen Kasten Crystal getauscht, nur weil die Leere in mir schreien musste. Jetzt, nach 343 Tagen clean, spür ich jedes Mal, wenn das alte „Ja“ anklopft, wie dünn das noch ist. Um ehrlich zu sein, hilft mir das „ne“ im Moment, bevor die Sucht die Stimme übernimmt. ❤️
Sarah ·
Dieser Satz "wenn jemand so verzweifelt ist, das er alles für seinen Stoff tun würde…" hat mich echt berührt. Ich seh das bei meinem Partner auch - da verschwimmen alle Grenzen. Mir kommt die Frage: Wo ist dann noch der Platz für unser Kind? Wenn er so verz... kenn ich leider zu gut.
stefan_1984 ·
Der Satz "wenn jemand so verzweifelt ist, dass er alles für seinen Stoff tun würde" trifft mich, weil ich selbst bis vor 342 Tagen in dieser Spirale steckte und jetzt versuche, meine Grenzen wieder zu erkennen.
lena_1703 ·
Der Satz „wenn jemand so verzweifelt ist, das er alles für seinen Stoff tun würde…“ hat mir gerade richtig das Herz umgedreht, weil ich das erst vor ein paar Tagen selbst gespürt hab. Nach 12 Tagen clean war ich bei der Party letzte Woche wieder fast am Limit und hab fast „ja“ gesagt, nur weil ich Angst hatte, wieder allein zu sein. @linda_23tage dein Hinweis, dass ein einfaches „ne“ plötzlich mehr Gewicht hat, hat mir gerade geholfen, das „Ja“ zu stoppen und erstmal durchzuatmen. Ich merk jetzt, dass das Echo der Sucht echt wie ein Flüstern kommt, das man erst lernen muss zu ignorieren 😔💪.
Sina ·
Der Satz „wenn jemand so verzweifelt ist, dass er alles für seinen Stoff tun würde…“ hat mich voll gekratzt, weil ich gerade heute zum ersten Mal wieder richtig bewusst spür’ ich, wie sehr das „Ja“ vorher nur ein Echo der Angst war. Ich mein, nach 414 Tagen clean ist jedes kleine „ne“ fast schon ein Victory‑Moment, aber gleichzeitig fühlt es sich manchmal an, als ob die alte Stimme leise nachmir flüstert. @ohnenamen, dein Bild vom Ex, der nur noch ein Gefäß war, erinnert mich an meine letzte Nacht im Club, wo ich fast gesagt hätte, ich mach das für ein bisschen Nähe – und dann war da nur das Verlangen nach dem Kick. ❤️
ohnenamen ·
ich muss das kurz loswerden: Der Satz „wenn jemand so verzweifelt ist, dass er alles für seinen Stoff tun würde…“ hat mich gerade echt zurückversetzt in die Zeit, als ich noch mit meinem Ex zusammen war. Ich erinnere mich an einen Abend nach einem Club‑Ausflug, er war völlig leer und flüsterte: „Wir können ja…“, nur weil er das nächste Hit brauchte. Mein „Ja“ war damals nicht mein, sondern ein Echo seiner Angst, mich zu verlieren.
Jetzt, nach 358 Tagen clean, spüre ich meistens erst, wenn das „Ja“ in meinem Kopf zu einem leisen „ne“ wird, dass ich noch ein Stück weitergekommen bin. @zwischendurch, dein Trick, sich kurz zu fragen „Will ich das?“ funktioniert bei mir auch – ich setze mich dann mit dem Atem hin und merke, wie das Verlangen fast sofort abnimmt.
Manchmal frage ich mich, ob das „Ja“ überhaupt noch eine Entscheidung ist, wenn die Verzweiflung die Stimme übernimmt. Vielleicht hilft es, das „Ja“ erst zu benennen, dann erst zu prüfen, ob es wirklich von uns kommt. Das ist für mich ein kleiner, aber wichtiger Schritt, den ich gerade lerne. ❤️
zwischendurch ·
mal direkt, Der Satz „wenn jemand so verzweifelt ist, dass er alles für seinen Stoff tun würde…“ hat mich gerade voll getroffen, weil ich mich noch genau an den Moment erinnere, als mein Ex nach einem G‑Hit „wir können ja…“ gesagt hat und ich fast automatisch zugestimmt hätte, nur weil die Angst allein zu sein so laut war. Heute, nach fast einem Monat clean, prüfe ich jedes „Ja“ mit einem kurzen „Brauche ich das wirklich?“ und merke, wie selten das noch meine eigene Stimme ist. Es ist ein harter, aber befreiender Prozess 💪.
Sabine ·
muss das hier grad loswerden.
Der Satz „wenn jemand so verzweifelt ist, dass er alles für seinen Stoff tun würde…“ trifft mich an meine Schwester, die angab, für das nächste Glas alles zu verkaufen. Ich habe gelernt, mein eigenes Ja zu sichern, sonst verschwindet die Grenze in der Dunkelheit.
kai_erste_woche ·
Der Satz hat mich echt getroffen, weil ich erst seit 13 Tagen clean bin und noch immer das 'Ja' zwischen Angst und Lust unterscheiden muss. @linda_23tage, dein 'ne' klingt jetzt viel klarer – das zeigt, wie wichtig kleine Zweifel sind, um die Kontrolle zurückzuholen. 🤔
linda_23tage ·
Boah, dieses "alles für den Stoff tun" – das geht echt tief. @mitglied
leyla_naloxon ·
Der Satz "wenn jemand so verzweifelt ist, dass er alles für seinen Stoff tun würde…" haut mich um, weil ich das bei meinem Ex erlebt habe. Diese Verzweiflung, die jeden Entscheidungsprozess überlagert, ist echt krass. Ich erinnere mich, wie ich @mitglied_a95ca2s Erfahrungen nachvollziehen kann, wo die Grenzen verschwimmen und man nicht mehr weiß, was noch "freiwillig" ist.
clara_84 ·
Boah, der Artikel und eure Posts hier… echt heftig, aber auch irgendwie... ich weiß grad selbst nicht wie ich das besser sagen soll.