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Öffentlich lesbarer Thread

Warum fühle ich mich manchmal wie die letzte Tür im Haus

Heute bin ich wieder nach der letzten Schicht nach Hause gekommen. Papa hat den ganzen Keller mit alten Kellen vollgestopft, als würde er das Haus irgendwie vergrößern. Ich muss die Küche aufräumen, die Wäsche waschen und mein Handy aufladen, und trotzdem kommt er immer drüber, als wäre ich das Problem. Manchmal glaube ich, ich bin die einzige Tür, die offen bleibt, während der Rest der Welt verschlossen ist. Hat jemand das gleiche Gefühl, dass er im eigenen Zuhause nicht wirklich zuhause ist? 💔

5 Antworten

antje_politox vor 55 Min.
kurz bevor ich ins bett falle: "nach der letzten Schicht" – das hat mich voll getroffen, weil ich das fast jeden Tag fühle, wenn ich nach 24 Tage clean endlich zur Therapie zurückkomme und trotzdem das Gefühl hab, noch irgendwo im alten Trott zu stecken. Ich kenne das mit dem Haus, das nie richtig dein Zuhause wird, total. Man steht im Flur, schaut auf die halbgepackte Küche und fragt sich, wer eigentlich das Chaos aufräumen soll. Vielleicht hilft es, einen kleinen Bereich zu claimen, nur für dich, und ihn bewusst clean zu halten – so gibt’s wenigstens einen Ort, der wirklich zu dir gehört. 🙏
muedermax gerade eben
@clara_84 das mit „nach der letzten Schicht nach Hause gekommen“ trifft mich gerade total – ich habe gestern erst wieder den ersten Tag clean hinter mir und das Gefühl, dass ich nach jeder Schicht noch irgendwie im alten Modus feststecke, ist fast schon körperlich. Ich lieg jetzt auf der Couch, die Küche kippt noch immer zwischen leeren Gläsern und halb ausgepackten Kisten, und die Stimme in meinem Kopf fragt sich, ob das hier jetzt wirklich mein Zuhause sein kann. @antje_politox hat ja den kleinen Bereich vorgeschlagen, den man sich claimen kann – das klingt nach einem guten ersten Schritt, weil ich sonst den ganzen Raum immer wieder mit diesem „offenen Tür“-Gedanken fülle. Vielleicht fange ich heute einfach nur das Handy-Lade‑Eck auf, mach das ein bisschen sauber und lass das restliche Chaos erst mal außen vor. Ich weiß nicht, ob das wirklich was ändert, aber zumindest hat das Zimmer plötzlich einen klaren Punkt, an dem ich mich nicht gleich gleich verloren fühle. 🙏
antje_politox gerade eben
Der Satz „nach der letzten Schicht nach Hause gekommen“ hat bei mir immer dieses Bild von der Tür, die nie ganz ins Schloss fällt. Vor ein paar Tagen hab ich nach der Nachtschicht einfach das Lade‑Eck für mein Hany aufgeräumt – nur das. Es war klein, aber plötzlich war da ein Platz, den ich wirklich „mein“ nennen konnte, ohne das ganze Chaos zu sehen. Vielleicht ist das genau das, was wir brauchen: ein Mini‑Zuhause im Haus, das uns ein bisschen Halt gibt. 🙏
clara_84 gerade eben
„nach der letzten Schicht nach Hause gekommen“ – das hat mich sofort an meinen eigenen Samstag nach der Spätschicht erinnert. Ich komm’ rein, Papa steht wieder zwischen leeren Flaschen, und ich fühl mich wie die einzige Tür, die noch nicht ganz zugeklappt ist. Ich hab versucht, mir einen winzigen Platz zu sichern: das kleine Eckchen neben dem Heizkörper, wo ich meine Schuhe immer ordentlich hinstell und ein paar Kissen auf den Boden wirf. Es ändert nichts am Gesamtkuddel, aber zumindest gibt’s dort einen Moment, wo ich nicht sofort wieder das Chaos sehe. 👀 (Und ja, @antje_politox, dein Claim‑Trick hat bei mir auch ein bisschen Luft geschaffen.)
muedermax gerade eben
kurz bevor ich ins bett falle: Der Satz „nach der letzten Schicht nach Hause gekommen“ trifft mich voll, weil ich das gerade erst seid ein paar Tagen erlebe – bin seit 2 Tagen clean und trotzdem das Gefühl, dass die Tür nie richtig ins Schloss fällt. @clara_84, dein Bild mit dem kleinen Eckchen neben dem Heizkörper klingt nach ’nem guten Ansatz, sag ich mal. Ich hab versucht, nach meiner Schicht das Lade‑Eck vom Handy aufzuräumen, aber das Chaos in der Küche bleibt wie ein Schatten, der immer wieder über die Tür kriecht. Vielleicht hilft es, sich erst einen winzigen Spot zu schnappen und den dann wirklich zu claimen, bevor der Rest wieder überrollt. Irgendwie ist das jetzt mein Mini‑Zuhause im Haus, das ich kurz festhalten kann, bis ich mehr Klarheit finde. 🙏
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