Öffentlich lesbarer Thread
Dieses dumme Gefühl, wenn man merkt, dass man sich echt verändert hat?
Hey ihr,
sitze gerade hier am Schreibtisch, die Sonne scheint – echt schön draußen, und ich hab irgendwie so ein komisches Gefühl im Bauch. zum einen ist es gut, total gut, aber zum anderen... Ich hab letztens jemanden wiedergetroffen, den ich ewig nicht gesehen hab. Eine Kommilitonin von früher, bevor... naja, bevor alles so kompliziert wurde. Und die hat mich angeschaut und meinte dann so: "Wow, du bist ja total anders."
Erst dachte ich, das ist nett gemeint, so als Kompliment. Aber dann hat sie weitergeredet und Sachen erzahlt, die sie von fruher remembered, und ich hab gemerkt, dass sie das echt so meint. Dass ich nicht mehr die bin, die ich mal war. Und das ist ja auch das Ziel, ne? Ich bin jetzt seit über einem Jahr clean und das ist echt das Beste, was mir je passiert ist. Aber trotzdem fuhlt sich das manchmal an, als würde ich mich selbst nicht mehr ganz erkennen. So ein bisschen wie wenn man ein altes Foto von sich sieht und denkt: Wer war das denn?
Ich meine, ich hab ja mega viel aufgearbeitet, Therapie, die ganzen Sachen, die man halt so macht. Und ich weiß auch theoretisch, dass diese Veränderungen gut sind, dass das mein Weg ist, weg von der Sucht und hin zu mir. Aber dieses "anders sein", das fühlt sich manchmal auch ein bisschen einsam an. Als ob die alte Version von mir irgendwie zurückbleibt, auch wenn sie nicht mehr da ist. Versteht ihr, was ich meine? Oder ist das nur so ein komisches Ding, das bei mir passiert?
Ich frag mich halt, ob das normal ist, dass man sich so entfremdet von sich selbst, wenn man so einen krassen Weg geht. Dieses Gefuhl, dass die alten Verhaltensmuster und Denkweisen zwar weg sind, aber halt auch Erinnerungen und irgendwie ein Teil von einem. Naja, egal. Ich wollte das mal teilen. Habt ihr das auch manchmal? Dieses Gefühl, wenn man merkt, dass man wirklich, echt, tiefgreifend anders geworden ist?
LG
ohnenamen... musste das grad einfach mal rauslassen.
