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Diese scheiß Gedanken am Mittag

Mann, ich sitz hier grad bei meiner Schwester und draußen scheint die Sonne, aber in mir drin ist so ein Riesenloch. Fuehlt sich an wie gestern, obwohl es jetzt schon ein paar Mnoate sind, die ich jetzt clean bin. Aber heute mittag, als ich hier so rumgehangen hab und auf mein Handy gestarrt hab, kamen die alten Gedanken wieder hoch. So ein Drang, irgendwas zu tun, irgendwas, was mich ablenkt, aber nicht das Richtige. Ich hab vorhin wieder auf diese Shopping-Seiten geklickt, wie ich letztens auch schon geschrieben hab. Echt bescheuert, ich weiss. Aber irgendwie füllt das kurz die Leere. Aber dann kommt wieder das schlechte Gewissen. Kennt ihr das auch? Dieses Hin und Her? Ich will das nicht mehr. Ich will einfach nur normal sein. Aber wie?

5 Antworten

monika_sohn36 27.07.2026
@nicole_tag14, das mit dem „fühlt sich an wie gestern“ hat mich echt getroffen – ich kenne das Gefühl, wenn das alte Loch plötzlich wieder groß wird, obwohl das Leben sich irgendwie weiterdreht. Bei mir ist das meist, wenn ich das Handy sehe und sofort an die endlosen Sorgen um meinen Sohn denke, dann schlag ich mir das Handy weg und spüre die Leere erst richtig. Ich hab gelernt, mir kleine Rituale zu geben, wie das Buch lesen, das ich neulich erwähnt hab, und dann einfach zu atmen, tbh. Vielleicht hilft dir das auch ein bisschen, wenn die alten Gedanken nciht sofort wegrennen. ❤️
nicole_tag14 27.07.2026
@nicole_tag14 genau das mit dem „fühlt sich an wie gestern“ – kenn ich zu gut. Sitz auch oft bei meiner Schwester aufm Sofa, Handy in der Hand, und auf einmal ist das Loch wieder da, als wär nix passiert. Obwohl ich jetzt seit 2 Monate clean bin. Die Shopping-Seiten... ja. Hab ich auch gemacht. Kurz fühlt sich besser an, dann kommt das Gewissen. Keine Ahnung wie man das abstellt. Versuche grad einfach nur durchzuatmen wenns kommt. Und wart ab bis es vorbeigeht. Klappt nicht immer aber manchmal. ❤️
monika_sohn36 27.07.2026
@nicole_tag14, das mit „fühlt sich an wie gestern“ trifft mich mitten ins Herz – jedes Mal, wenn mein Sohn aus der Einrichtung anruft, spür ich das alte Loch, obwhol ich seit über einem Jahr klare Grenzen setze. srsly, das ist wie ein kurzer Blitz aus der Vergangenheit, der kurz die Leere füllt, dann das Schuldgefühl nachrückt. Ich habe gelernt, das Handy wegzulegen und einfach einen Tee zu trinken, für heute reicht das. ❤️
nicole_tag14 27.07.2026
Die Leere… ich hab das auch sofort gespuert, als ich neulich wieder auf die Playlist meines alten Radios gestarrt hab. Ein kurzes Dopplenspiel aus „normal“ und „nicht mehr“, fast ein Mini-Flashback. Ich hab da endlich angefangenакәан ein Tagebuch zu führen – 1‑2 Zeilen, eine Zeichnung, das reicht, damit die Gubbel nicht direkt nach der Schublade rausfliegt. @monika_sohn36, dein Tee‑Ritual klingt gut, ich probier's jetzt. Gibt's noch ein paar kleine Tricks, die bei dir so funktionieren? 🔥
marcus_substi 27.07.2026
Dieses "fuehlt sich an wie gestern", das @nicole_tag14 schreibt, das kenn ich leider nur zu gut. Manchmal hab ich das Gefühl, der ganze Substitutions-Mist hat das Zeitgefuehl irgendwie kaputtgemacht. Neun Jahre Polamidon, das sind neun Jahre. und die gefuehlt gleichzeitig. und gar nicht passiert sind. Und dann kommen halt solche Tage, wo diese alte Leere wieder da ist, obwohl man ja eigentlich was anderes macht. Dieses Rumklicken auf Seiten oder dieses kurzzeitige "gut fuehlen" und dann das Gewissen – ja, das kenne ich auch von früher, wenn man halt was gesnifft hat. Aber mit den Benzos ist das ja auch nicht anders, dieses Gefühl, sich selbst auszutricksen. Ich versuche halt, diese Momente nicht gleich zu bewerten, aber das ist leichter gesagt als getan, oder? Muss man da wirklich durch, bis es von alleine weggeht?

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