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Öffentlich lesbarer Thread

Wie sag ich meiner Familie, dass ich trotzdem noch kämpfe

Ich sitz hier am Abend, die Wohnung ist total still und plötzlich kommt mir das Bild von meinem kleinen Bruder, wie er mich immer mit großen Augen angesehen hat, wenn ich nach dem Aufstehen voll benebelt war. Ich bin jetzt seit 230 Tagen clean, also echt stolz und so, aber das mit der Essstörung und den ständigen Gedanken an Essen bleiben ein fieser Begleiter. Meine Eltern verstehen das kaum – sie sehen nur die „Alk‑ und Kiffen‑Phase“ und denken, wenn das weg ist, ist alles gut. Letztes Wochenende hat meine Mutter versucht, mir mit einem riesigen Topf Lasagne zu helfen, weil sie dachte, das wäre ein Zeichen von Liebe. Ich hab nur gezwängt, weil ich nicht wollte, dass sie sich schlecht fühlt, aber dann kam das alte Schuld‑Gefühl zurück, das ich nie ganz abgelegt hab. Ich will nicht, dass sie denkt, ich bin undankbar, aber gleichzeitig fühl ich mich manchmal total gefangen zwischen ihrem Wunsch zu helfen und meinem eigenen Kampf. Habt ihr Tipps, wie man das Thema Essstörung ansprechen kann, ohne dass die Eltern gleich in den Verteidigungsmodus schalten? Oder wie man ihnen erklärt, dass “ich bin clean” nicht gleich “ich bin okay” heißt? Ich brauch echt ein bisschen Guidance, weil ich sonst das Gefühl hab, immer weiter im Stillstand zu stecken. Danke, wenn ihr eure Erfahrungen teilt ❤️.
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