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Neu Beistand im schweren Moment — mit einem Tap ist jemand aus deinem Kreis in Echtzeit für dich da. Ihr atmet kurz zusammen durch. Peer-Beistand, kein Ersatz für den Notruf. Neu Der Brücken-Raum: Angehörige & Betroffene — lasst euch gute Momente da und stellt einander ehrliche Verständnis-Fragen statt Vorwürfe. Euer Fortschritt wird als Diagramm sichtbar. Aufgebaut auf systemischer Familientherapie (CRAFT).
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Öffentlich lesbarer Thread

Soll ich wirklich die Familie einschalten

Also, ich sitz hier wieder am Schreibtisch, der Morgenlicht fällt irgendwie schräg aufs Blatt und ich überlege, ob ich das endlich mal ansprechen soll. Wie ich letztens schon geschrieben hab, mein bester Freund seit der Schulzeit steckt tief im Kokain und ich hab ihn beim Dealer errwischt – das hat mich total aus der Bahn geworfen. Jetzt frag ich mich, ob ich seiner Familie sagen soll oder ob das eher alles nur schlimmer macht. Ich hab Angst, dass er sich dann total abgeschottet fühlt und dass ich irgendwie das Vertrauen zerstöre, das wir jahrelang aufgebaut haben. Auf der anderen Seite denk ich, dass vielleicht irgendjemand von außen eingreifen muss, bevor es echt gefährlich wird. Meine Eltern wären wahrscheinlich total geschockt, aber vielleicht könnten sie ihm helfen, professionelle Unterstützung zu finden. Ich kenne mich damit einfach nicht aus, habe nie vorher mit so einer Situation zu tun gehabt und fühle mich total überfordert. Irgendwie fühl ich mich ständig zwischen Loyalität und Verantwortung hin- und hergerissen, und ich weiß nicht, ob ich das richtig mache. Ich würde gern irgendwelche konkrete Tipps hören, wie andere Angehörige in so einer Situation vorgegangen sind – ohne dass es zu einem großen Familienstreit kommt. Vielleicht hat jemand schon mal versucht, ein ruhiges Gespräch zu führen, bevor er die Eltern einschaltet?

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