Öffentlich lesbarer Thread
Wenn ich mich selbst verlieren will, aber nicht weiß, wo ich anfangen soll
Hast du ever das Gefühl, du bist im Auto, das du nicht fahren kannst, aber du musst auf der Autobahn sein? 🤔 Ich hab heute Morgen in meiner Küche gestanden, dass ich wieder mal nach Hause komm, weil mein Mann 'n Ticket zum nächsten Café geholt hat – und ich meine nicht die einzige, die das durchmacht. Ich setz mich im Pennysack, lange Zeit denk ich, ich kann mitgeben, aber jetzt kommt mir das irgendwie zu viel auf die Nase. Ich versuch, die Balance zwischen „Hier bin ich, unterstützt” und „Ich brauch mein eigenes Leben, ich muss weg“ zu finden. Und meine Kids, die meinen, dass ich ein bisschen anders bin, deshalb haben sie Angst.
Und so frage ich mich, was ist der Unterschied zwischen „Ich steh da und lach“ und „Ich steh da und bin gleich alt und halt nach außen hin lachen muss“? Ich hab das Gefühl, glühe in der Mitte und jeder 90% des Tages weiß ich nicht, ob ich was tun soll.
Ich hab gelesen, dass Co‑Abhängigkeit manchmal einfach so ein Spagat ist, der keine klare Linie hat. Ich bin total im Zickzack zwischen „Er ist zurück, ich bin da“ und „Ich muss mir selbst ein bisschen Zeit erlauben“. Ich hab die Angst, wenn er nicht nach Hause kommt, dass mir das Herz aus der Brust rausläuft. Und wenn er kommt, dass ich wieder alles andere hinter mir lasse… Ich will einfach nicht auf den Rand schauen, aber der Rand ist überall.
Habt ihr das gleiche Gefühl? Wie geht ihr damit um, wenn ihr plötzlich über eure eigenen Grenzen nachdenkt und ihr habt das Gefühl, dass ihr sie euch und euren Kids nicht erklären könnt? Und wenn ihr auch immer den „Koch‑Plan“ für die Woche schreibt, der plötzlich nur noch ein bisschen düster wird, weil ihr denkt, ihr könnt einfach so etwas reparieren?
Wird das irgendwann nicht zu meiner Schuld? Wann lerne ich, dass das okay ist, nicht immer alles zu retten? Ich weiß es nicht mehr, und es ist nicht einfach. 🙈
