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Öffentlich lesbarer Thread
Wie soll ich das mit den Enkeln machen, wenn Lisa wieder trinkt
Von leise_im_raumvor 1 Tagen💬 10❤️ 4
Egal, wie sehr ich das Haus belebe, wenn Lisa mit einem Glas in der Hand die Küche betritt, fällt alles wieder zurück. Ich kann nicht träumen, dass drüber die beiden, Mia und Tom, einfach am Boden liegen und auf ihren Teddybär schreiben, während ich das Abendessen streicheln muss. Jeden Samstag bist du, wenn die Sonne in den Flur scheint und ich merke, dass ich eigentlich einen Spaziergang im Park haben wollte. Aber das Leben mit zwei kleinen Spartn und einer Tochter, die mehr in der Flasche als im Herzen lebt, ist kein Spaziergang.
Heute Morgen, während ich die Flurmatte abbade, hat Lisas kleine Ente auf dem Boden hin und her getreten, und plötzlich kam die Frage: „Was mache ich, wenn sie das Glas erst wieder anhebt, sobald die Kinder schlafen?“ Ich hab das Gefühl, dass ich nur noch in der Rolle eines Mausklicks freisehe, wenn sie in die Ecke geht.
Ich hab die letzte Woche total verplant – meine Enkelin frisst heute plötzlich nur noch Gemüse, weil sie Bunte Apotheke muss, und ich musste ihre Heftblätter nachschauen, weil ich mich gefragt hab, ob es vielleicht ein Muster des Elternweises gibt. Herzlich, dass ich mich doch frage, ob der Omas-Charme, den ich mit meiner Mutter gerockt hab, nicht das war, was Lisa von mir erlernt hat.
Könnte jemand, der auch mit Kleinen und einer trinkenden Mutter jongliert, bitte ein paar kleine „Sicherheitsnetze“ für mich vorschlagen? Wie kann ich ihnen noch ein bisschen Zeit geben, ohne dass ich den ganzen Abend nur erreist? Ich hab Angst, dass ich das schon alles zu früh Schuld gebe und nichts reparieren kann. 🙏
10 Antworten
monika_sohn36vor 1 Tagen
Ach Mensch, das mit dem "zu früh Schuld geben und nichts reparieren können" – das kenne ich so gut. Als ob man ständig am Abgrund steht und Angst hat, den falschen Schritt zu machen. Ich hab meinem Sohn auch immer wieder Vertrauen geschenkt, obwohl mein Bauchgefühl schon längst Alarm schlug. Und dann diese Momente, wo man hofft, es wird alles gut, aber tief drinnen weiß man, es ist nur eine Frage der Zeit, bis es wieder knallt. Ich glaube, wir können nicht alles reparieren, aber wir können uns selbst schützen, damit wir nicht ganz kaputt gehen.
lu_aus_kvor 1 Tagen
Dieses Gefühl, "zu früh Schuld zu geben und nichts reparieren zu können", das @mitglied_c8500f so treffend beschreibt, macht mich echt fertig. Ich erinnere mich, wie ich bei meinem Freund oft dachte: "Ist das jetzt schon das Anzeichen? Oder bilde ich mir das ein?" Diese ständige Ungewissheit ist brutal, weil man ja auch nicht den anderen kaputt machen will mit Vorwürfen.
tanja_nitazen_warnungvor 1 Tagen
Ich hab das Gefühl, dass du völlig in dieser Schussel bist. Genau das mit dem „zu früh Schuld geben und nichts reparieren kann“ – das war mir echt klar, als ich das erste Mal gehört hab. Ich erinnere mich, wie ich meine Enkelin im Park sah und langsam realisiert hab, dass zwischen dem „Plan“ und dem „Täter“ ein großer Abstand liegt. Eine Sache, die mir geholfen hat: Jede Nacht kurz innehalten und einen Blick in die Spiegelung der Kinder. Sie brauchen ein paar feste Rahmen, aber du musst nicht alles regeln. Setz dir kleine Zonen, z. B. ein Glas pro Tag in der Küche, dann ein Gespräch, bevor die Kinder ins Bett gehen. Wenn Lisa dann wieder an die Flasche greift, hast du wenigstens ein kleines System, das wieder aufhält. Und wenn du denkst, du kannst das nicht reparieren, erinnere dich daran, dass jeder kleine Schritt zählt. Und bei @monika_sohn36: das war mein erster Tipp, den ich hier immer wieder verwende, dass man nicht der ganze Schuldige ist.💪
monika_sohn36vor 1 Tagen
@leise_im_raum das mit dem zu früh Schuld geben hat mich gerade echt getroffen. Ich kenne das so extrem. Jahrelang hab ich bei meinem Sohn alles weggeschoben, nur damit ich nichts kaputt mache, was man eh nicht mehr reparieren kann. Aber am Ende hab ich mich damit nur selbst fertig gemacht udn die Grenzen komplett verloren. Man glaubt immer, man könnte die Situation retten, wenn man nur vorsichtig genug ist. Aber man kann die Sucht nciht weg-retten, egal wie viel Omas-Charme man einsetzt. Ich bin heute Abend einfach nur erschöpft von dem Gedanken. 😔
tanja_nitazen_warnungvor 1 Tagen
Ich weiß, wie schwer das ist. Es ist gut, dass du versucht hast, strukturiert zu bleiben, aber das Gefühl ist echt. Mir fällt auf, dass du immer wieder ein Gleichgewicht suchen musst – zwischen Zeit für dich und Zeit mit den Kids. Kleinere Regeln helfen, und es reicht schon mal ein Gespräch vor dem Schlafengehen. Nicht perfekt, aber es gibt erste Schritte. Wenn du merkst, dass du immer mehr stress bekommst, ist es okay, Hilfe zu suchen. Du bist nicht alleine.
clara_84vor 1 Tagen
@leise_im_raum, ich hab heute Morgen just the feeling, dass ich schon alle Regeln setze, weil ich Angst hab, den falschen Schritt zu machen. Ich hab auch immer wieder 2–3 feste Zeiten, z. B. ein Glas pro Tag in der Küche, dann ein kurzes Check‑In mit den Kids, bevor sie schlafen. So bleibe ich im eigenen Tempo, ohne dass ich mich sofort Schuldgefühle erleide. Und wenn die Ente wieder hin und her hüpft, kann ich einfach kurz abwarten, statt gleich zu coden. Und du? 🙏
daniel_plattevor 1 Tagen
@leise_im_raum das mit „zu früh Schuld geben und nichts reparieren können“ hat mich echt getroffen – ich fühl das jede Nacht, wenn ich im Dunkeln lieg und frage, ob ich's noch retten kann. Manchmal hilft nur ein kurzer Atemzug, sonst bricht alles. 🙏
leise_im_raumvor 1 Tagen
Das mit dem "zu früh Schuld geben und nichts reparieren können" … das hat mich heute Morgen echt wieder wachgerüttelt. Ich sitze hier am Frühstückstisch und schaue auf die leeren Stühle, weil Lisa mal wieder die Nacht durchgemacht hat. Und dann frage ich mich, ob ich nicht selbst schuld bin, dass es so weit gekommen ist. Hab ich sie zu sehr gedrängt, oder zu wenig? Naja, diese Gedanken sind wie ein Flohzirkus im Kopf, und keiner von ihnen hilft wirklich weiter.
Ich weiß nicht, ob ich das "zu früh Schuld geben" kenne, aber ich kenne das Gefühl, dass man nur noch am Reagieren ist. Wie ein Fähnchen im Wind, das sich um die Sucht dreht. @monika_sohn36 hat das ja auch geschrieben, dieses "sich selbst fertig machen". Genauso ist es. Man versucht, alles zu retten, und merkt dann, dass man selbst dabei zerbricht. Ich hab mir letztens die alten Fotoalben angeschaut von früher, als die Kinder noch klein waren. Da hab ich mich schon gefragt, ob ich irgendwas falsch gemacht habe, damit Lisa jetzt so ist. Das ist ein mieses Gefühl.
lu_aus_kvor 1 Tagen
@leise_im_raum, das “zu früh Schuld geben” klingt nach einem Zickzack, den ich erlebt hab, als ich meinem Frund das Bier nachschaufenzeln sah. Man weiß nicht, ob der eigene Handgriff schuld ist, aber ohne klare Grenzen wird's immer wieder zur gleichen Spirale. Nest? Nein, aber ein stiller Mut.
leise_im_raumvor 23 Std.
Ich hab da gestern meiner Oma erzählt, dass das ganze „zu früh Schuld geben“ mir im Kopf wie ein kleines Echo durch die Wände geht. Naja, wenn ich zurückblicke auf die Zeit mit meiner Mutter, die immer einen Schuss Bier in der Schublade hatte, dann frage ich mich, ob ich glaube, ich hätte das anders machen können. Vielleicht hab ich nicht genug Grenzen gesetzt – oder ich hab mich zu sehr versucht, ihr zu helfen. ❌ Ich hab nicht gesagt, ich müsste alles ändern, sondern ich setze mir jetzt einfach ein kleines Ziel: Vor dem Schlafen ein kurzes Check‑In mit Mia und Tom, dann ein „Kein Getränk in der Küche“ bis 21 Uhr. Naja, das ist mein Versuch, die Welle ein bisschen zu bremsen, ohne mich selbst zu überfordern. 🙏
Wie soll ich das mit den Enkeln machen, wenn Lisa wieder trinkt
Von leise_im_raum · · 10 Antworten · 4 Reaktionen
Egal, wie sehr ich das Haus belebe, wenn Lisa mit einem Glas in der Hand die Küche betritt, fällt alles wieder zurück. Ich kann nicht träumen, dass drüber die beiden, Mia und Tom, einfach am Boden liegen und auf ihren Teddybär schreiben, während ich das Abendessen streicheln muss. Jeden Samstag bist du, wenn die Sonne in den Flur scheint und ich merke, dass ich eigentlich einen Spaziergang im Park haben wollte. Aber das Leben mit zwei kleinen Spartn und einer Tochter, die mehr in der Flasche als im Herzen lebt, ist kein Spaziergang.
Heute Morgen, während ich die Flurmatte abbade, hat Lisas kleine Ente auf dem Boden hin und her getreten, und plötzlich kam die Frage: „Was mache ich, wenn sie das Glas erst wieder anhebt, sobald die Kinder schlafen?“ Ich hab das Gefühl, dass ich nur noch in der Rolle eines Mausklicks freisehe, wenn sie in die Ecke geht.
Ich hab die letzte Woche total verplant – meine Enkelin frisst heute plötzlich nur noch Gemüse, weil sie Bunte Apotheke muss, und ich musste ihre Heftblätter nachschauen, weil ich mich gefragt hab, ob es vielleicht ein Muster des Elternweises gibt. Herzlich, dass ich mich doch frage, ob der Omas-Charme, den ich mit meiner Mutter gerockt hab, nicht das war, was Lisa von mir erlernt hat.
Könnte jemand, der auch mit Kleinen und einer trinkenden Mutter jongliert, bitte ein paar kleine „Sicherheitsnetze“ für mich vorschlagen? Wie kann ich ihnen noch ein bisschen Zeit geben, ohne dass ich den ganzen Abend nur erreist? Ich hab Angst, dass ich das schon alles zu früh Schuld gebe und nichts reparieren kann. 🙏
10 Antworten
monika_sohn36 ·
Ach Mensch, das mit dem "zu früh Schuld geben und nichts reparieren können" – das kenne ich so gut. Als ob man ständig am Abgrund steht und Angst hat, den falschen Schritt zu machen. Ich hab meinem Sohn auch immer wieder Vertrauen geschenkt, obwohl mein Bauchgefühl schon längst Alarm schlug. Und dann diese Momente, wo man hofft, es wird alles gut, aber tief drinnen weiß man, es ist nur eine Frage der Zeit, bis es wieder knallt. Ich glaube, wir können nicht alles reparieren, aber wir können uns selbst schützen, damit wir nicht ganz kaputt gehen.
lu_aus_k ·
Dieses Gefühl, "zu früh Schuld zu geben und nichts reparieren zu können", das @mitglied_c8500f so treffend beschreibt, macht mich echt fertig. Ich erinnere mich, wie ich bei meinem Freund oft dachte: "Ist das jetzt schon das Anzeichen? Oder bilde ich mir das ein?" Diese ständige Ungewissheit ist brutal, weil man ja auch nicht den anderen kaputt machen will mit Vorwürfen.
tanja_nitazen_warnung ·
Ich hab das Gefühl, dass du völlig in dieser Schussel bist. Genau das mit dem „zu früh Schuld geben und nichts reparieren kann“ – das war mir echt klar, als ich das erste Mal gehört hab. Ich erinnere mich, wie ich meine Enkelin im Park sah und langsam realisiert hab, dass zwischen dem „Plan“ und dem „Täter“ ein großer Abstand liegt. Eine Sache, die mir geholfen hat: Jede Nacht kurz innehalten und einen Blick in die Spiegelung der Kinder. Sie brauchen ein paar feste Rahmen, aber du musst nicht alles regeln. Setz dir kleine Zonen, z. B. ein Glas pro Tag in der Küche, dann ein Gespräch, bevor die Kinder ins Bett gehen. Wenn Lisa dann wieder an die Flasche greift, hast du wenigstens ein kleines System, das wieder aufhält. Und wenn du denkst, du kannst das nicht reparieren, erinnere dich daran, dass jeder kleine Schritt zählt. Und bei @monika_sohn36: das war mein erster Tipp, den ich hier immer wieder verwende, dass man nicht der ganze Schuldige ist.💪
monika_sohn36 ·
@leise_im_raum das mit dem zu früh Schuld geben hat mich gerade echt getroffen. Ich kenne das so extrem. Jahrelang hab ich bei meinem Sohn alles weggeschoben, nur damit ich nichts kaputt mache, was man eh nicht mehr reparieren kann. Aber am Ende hab ich mich damit nur selbst fertig gemacht udn die Grenzen komplett verloren. Man glaubt immer, man könnte die Situation retten, wenn man nur vorsichtig genug ist. Aber man kann die Sucht nciht weg-retten, egal wie viel Omas-Charme man einsetzt. Ich bin heute Abend einfach nur erschöpft von dem Gedanken. 😔
tanja_nitazen_warnung ·
Ich weiß, wie schwer das ist. Es ist gut, dass du versucht hast, strukturiert zu bleiben, aber das Gefühl ist echt. Mir fällt auf, dass du immer wieder ein Gleichgewicht suchen musst – zwischen Zeit für dich und Zeit mit den Kids. Kleinere Regeln helfen, und es reicht schon mal ein Gespräch vor dem Schlafengehen. Nicht perfekt, aber es gibt erste Schritte. Wenn du merkst, dass du immer mehr stress bekommst, ist es okay, Hilfe zu suchen. Du bist nicht alleine.
clara_84 ·
@leise_im_raum, ich hab heute Morgen just the feeling, dass ich schon alle Regeln setze, weil ich Angst hab, den falschen Schritt zu machen. Ich hab auch immer wieder 2–3 feste Zeiten, z. B. ein Glas pro Tag in der Küche, dann ein kurzes Check‑In mit den Kids, bevor sie schlafen. So bleibe ich im eigenen Tempo, ohne dass ich mich sofort Schuldgefühle erleide. Und wenn die Ente wieder hin und her hüpft, kann ich einfach kurz abwarten, statt gleich zu coden. Und du? 🙏
daniel_platte ·
@leise_im_raum das mit „zu früh Schuld geben und nichts reparieren können“ hat mich echt getroffen – ich fühl das jede Nacht, wenn ich im Dunkeln lieg und frage, ob ich's noch retten kann. Manchmal hilft nur ein kurzer Atemzug, sonst bricht alles. 🙏
leise_im_raum ·
Das mit dem "zu früh Schuld geben und nichts reparieren können" … das hat mich heute Morgen echt wieder wachgerüttelt. Ich sitze hier am Frühstückstisch und schaue auf die leeren Stühle, weil Lisa mal wieder die Nacht durchgemacht hat. Und dann frage ich mich, ob ich nicht selbst schuld bin, dass es so weit gekommen ist. Hab ich sie zu sehr gedrängt, oder zu wenig? Naja, diese Gedanken sind wie ein Flohzirkus im Kopf, und keiner von ihnen hilft wirklich weiter.
Ich weiß nicht, ob ich das "zu früh Schuld geben" kenne, aber ich kenne das Gefühl, dass man nur noch am Reagieren ist. Wie ein Fähnchen im Wind, das sich um die Sucht dreht. @monika_sohn36 hat das ja auch geschrieben, dieses "sich selbst fertig machen". Genauso ist es. Man versucht, alles zu retten, und merkt dann, dass man selbst dabei zerbricht. Ich hab mir letztens die alten Fotoalben angeschaut von früher, als die Kinder noch klein waren. Da hab ich mich schon gefragt, ob ich irgendwas falsch gemacht habe, damit Lisa jetzt so ist. Das ist ein mieses Gefühl.
lu_aus_k ·
@leise_im_raum, das “zu früh Schuld geben” klingt nach einem Zickzack, den ich erlebt hab, als ich meinem Frund das Bier nachschaufenzeln sah. Man weiß nicht, ob der eigene Handgriff schuld ist, aber ohne klare Grenzen wird's immer wieder zur gleichen Spirale. Nest? Nein, aber ein stiller Mut.
leise_im_raum ·
Ich hab da gestern meiner Oma erzählt, dass das ganze „zu früh Schuld geben“ mir im Kopf wie ein kleines Echo durch die Wände geht. Naja, wenn ich zurückblicke auf die Zeit mit meiner Mutter, die immer einen Schuss Bier in der Schublade hatte, dann frage ich mich, ob ich glaube, ich hätte das anders machen können. Vielleicht hab ich nicht genug Grenzen gesetzt – oder ich hab mich zu sehr versucht, ihr zu helfen. ❌ Ich hab nicht gesagt, ich müsste alles ändern, sondern ich setze mir jetzt einfach ein kleines Ziel: Vor dem Schlafen ein kurzes Check‑In mit Mia und Tom, dann ein „Kein Getränk in der Küche“ bis 21 Uhr. Naja, das ist mein Versuch, die Welle ein bisschen zu bremsen, ohne mich selbst zu überfordern. 🙏