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Öffentlich lesbarer Thread

Wenn das Haus plötzlich zu einem Friedhof wird – wie gehst du mit den leeren Räumen um

Ich sitz hier am Sonntagabend, das Licht ist schon fast aus und das Haus klingt irgendwie zu still. Vor einem Jahr hat mich der Schock fast umgehauen, als mein Mann an einer Fentanyl‑Überdosis gestorben ist. Er war in Substitution, aber als er plötzlich den Job verloren hat, war er wieder zurück im freien Konsum und wir haben das ganze Notruf‑Drama überlebt – nur leider zu spät für ihn. Jetzt ist das alles so laut in meinem Kopf. Die leeren Zimmer, die alten Klamotten im Schrank, das leise Ticken der Uhr, das plötzlich wie ein Countdown wirkt. Meine beiden Kinder sind erwachsen, einer von ihnen ist immer noch ziemlich oft am Kiffen und ich spür jeden Tag diese Angst, dass er wieder in die Tiefe fällt. Ich hab ihm echt gesagt, dass ich Angst habe, ihn zu verlieren, aber jedes Mal, wenn ich das bringe, schließt er sich ab und ich fühl mich wie ein dummer Lautsprecher, der nur noch Rauschen macht. Ich frage mich, wie ihr mit den leeren Räumen umgeht, wenn das, was ihr kanntet, plötzlich weg ist. Ich lege manchmal ein Foto von meinem Mann auf den Tisch, dann reden wir kurz mit ihm, als wär er noch da, und dann fühle ich mich wieder so klein und machtlos. Gibt's irgendwas, das euch hilft, das Haus nicht so sehr wie ein Mahnmal zu spüren, sondern irgendwie wieder ein Ort zu sein, an dem man leben kann, ohne ständig an den Verlust erinnert zu werden? Ich danke euch schon jetzt für eure Worte, sie bedeuten mir mehr, als ich aussprechen kann. 🙏

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