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Meine Söhne und die Stille
Sonntagabend, die Stadt schläft, und ich bin hier, in meiner Küche, mit einem Kaffee in der Hand. Ich denke an meine Söhne, die mir geholfen haben, den Schritt zu wagen, trocken zu werden. Sie haben mich nicht gezwungen, sondern mich einfach nur unterstützt. Und in diesen Monaten habe ich mich immer wieder gefragt, wie es ihnen geht, ob sie mich als "Normalen" wieder erkennen können. Aber was bedeutet es nun, normal zu sein? Ich habe mich so lange mit Alkohol abgefüllt, das ich mich gar nicht mehr erinnern kann, wie es ist, ohne das Gefühl des Rauschens in mir zu leben.
Meine Söhne haben jetzt eigene Probleme, eigenes Leben, und ich frage mich, ob ich ihnen noch hilfe können. Ich habe mich immer als fester Punkt in ihrem Leben gesehen, aber was ist, wenn ich nur noch ein Schatten bin? Wie kann ich ihnen beistehen, wenn ich selbst noch nicht ganz sicher bin, wer ich bin?
