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Öffentlich lesbarer Thread
Wenn die Sonne scheint, aber das Haus bleibt dunkel…
Von sabine85vor 2 Std.💬 0❤️ 1
Heute war einer dieser Sonntage, wo das Wetter eigentlich zum Lächeln einlädt, aber bei mir fühlt sich alles irgendwie grau an. Die Kinder haben mir beim Frühstück gezeigt, dass das Wetter draußen total schön ist – die Kleine hat ihre Gummistiefel angezogen und ist aus dem Garten gerannt, der Große hat mit seinem Fußball fast auf dem Gehweg gerannt. Und ich… stand einfach nur da, mit nem leeren Becher Kaffee, und dachte dran, dass Papa wieder nicht nach Hause gekommen ist.
Er ist seit über einem Jahr wieder in der dritten Therapie, aber jedes Mal, wenn er plötzlich nicht auftaucht, bricht bei mir etwas zusammen. Ich habe gelernt, meine Co‑Abhängigkeit zu erkennen, doch das heißt nicht, dass ich nicht jedes Mal ein bisschen panisch werde, wenn die Uhr 22 Uhr schlägt und das Handy leer bleibt. Letztens habe ich versucht, den Kids zu erklären, dass „Papa gerade eine schwere Zeit hat“, aber das klingt für mich immer noch wie ein billiger Trost. Wie soll ich das kindgerecht sagen, ohne dass sie denken, dass wir ihn einfach „vergessen“?
Ich habe neulich in meiner Gruppe erzählt, dass ich mir Sorgen mache, dass die Kinder irgendwann das Gefühl bekommen, wir würden uns nur um die Sucht drehen und nicht um sie. Das hat ein bisschen Druck rausgelassen, aber ich bin immer noch unsicher, wie ich den Alltag strukturieren soll, damit sie trotzdem ein normales Kindsein haben. Habt ihr Tipps, wie man die kleinen Momente (wie das Gummistiefel‑Rennen) nutzen kann, um ein bisschen Normalität reinzubringen, ohne dass es so wirkt, als ob wir die Situation einfach wegtäuschen? Ich fühle mich echt manchmal wie in nem Tunnel, und das Licht da draußen macht mich nur noch ein bisschen eifersüchtig. 🙏
Danke, wenn ihr eure Erfahrungen teilt, das hilft mir mehr, als ihr euch vorstellen könnt.
Wenn die Sonne scheint, aber das Haus bleibt dunkel…
Von sabine85 · · 0 Antworten · 1 Reaktionen
Heute war einer dieser Sonntage, wo das Wetter eigentlich zum Lächeln einlädt, aber bei mir fühlt sich alles irgendwie grau an. Die Kinder haben mir beim Frühstück gezeigt, dass das Wetter draußen total schön ist – die Kleine hat ihre Gummistiefel angezogen und ist aus dem Garten gerannt, der Große hat mit seinem Fußball fast auf dem Gehweg gerannt. Und ich… stand einfach nur da, mit nem leeren Becher Kaffee, und dachte dran, dass Papa wieder nicht nach Hause gekommen ist.
Er ist seit über einem Jahr wieder in der dritten Therapie, aber jedes Mal, wenn er plötzlich nicht auftaucht, bricht bei mir etwas zusammen. Ich habe gelernt, meine Co‑Abhängigkeit zu erkennen, doch das heißt nicht, dass ich nicht jedes Mal ein bisschen panisch werde, wenn die Uhr 22 Uhr schlägt und das Handy leer bleibt. Letztens habe ich versucht, den Kids zu erklären, dass „Papa gerade eine schwere Zeit hat“, aber das klingt für mich immer noch wie ein billiger Trost. Wie soll ich das kindgerecht sagen, ohne dass sie denken, dass wir ihn einfach „vergessen“?
Ich habe neulich in meiner Gruppe erzählt, dass ich mir Sorgen mache, dass die Kinder irgendwann das Gefühl bekommen, wir würden uns nur um die Sucht drehen und nicht um sie. Das hat ein bisschen Druck rausgelassen, aber ich bin immer noch unsicher, wie ich den Alltag strukturieren soll, damit sie trotzdem ein normales Kindsein haben. Habt ihr Tipps, wie man die kleinen Momente (wie das Gummistiefel‑Rennen) nutzen kann, um ein bisschen Normalität reinzubringen, ohne dass es so wirkt, als ob wir die Situation einfach wegtäuschen? Ich fühle mich echt manchmal wie in nem Tunnel, und das Licht da draußen macht mich nur noch ein bisschen eifersüchtig. 🙏
Danke, wenn ihr eure Erfahrungen teilt, das hilft mir mehr, als ihr euch vorstellen könnt.