Öffentlich lesbarer Thread
Mein Sohn kifft wieder – wie halte ich das Haus zusammen, wenn die Trauer nicht vergeht
Ich sitz heute früh am Kuchentisch, der Kaffee ist schon kalt und die Sonne macht ein bisschen Licht durch die Vorhange – das erinnert mich an die wenigen schönen Morgen, die ich noch mit meinem Mann hatte, bevor die Fentanyl‑Überdosis alles zerbrach. Letztes Jahr war er weg, und seitdem hat das Haus irgendwie schwerer geatmet, besonders seit unser Sohn wieder voll auf die Kiste abfahrt. Ich weiß, er ist erwachsen, er hat das Recht zu entscheiden, aber ich fühle mich so hilflos, weil die Erinnerung an meinen Mann immer noch so frisch ist, als wär’s erst gestern gewesen.
Ich hab versucht, mit ihm zu reden, hab ihm gesagt, dass ich Angst habe, dass er wieder in die Spirale gerat, wo man plotzlich keine Kontrolle mehr hat, aber jedes Mal kommt er mit diesem „ka, Mama, das ist nur ein bisschen“ zurück. Und dann sitz ich da, fühle mich, als würde ich jeden Tag ein bisschen mehr zerbrechen, weil ich nicht weiß, wo meine Grenzen sind. Ich hab mich ja schon oft gefragt, ob ich nach dem Verlust uberhaupt noch stark genug bin, um noch ein Elternteil zu sein, und jetzt ist das hier das tägliche Gift, das mich fast erstickt.
Hat jemand von euch einen Weg gefunden, mit so einer doppelten Last – Trauer und dem Kind, das wieder in die Sucht abdriftet – umzugehen, ohne sich komplett zu verlieren? Ich bin sooo müde und brauchte echt einen kleinen Lichtblick. 🙏
