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Endlich mal einen ganzen Abend ohne Schuldgefühle – wie habt ihr das gemacht

Also ich sitz hier gerade auf dem Balkon, ein kühles Bier in der Hand, und das ist echt krass. Ich hab mir nach so langen Jahren endlich mal einen Abend gegönnt, ohne mir ständig Gedanken zu machen „was wenn Mutter wieder trinkt“. Eigentlich hab ich einfach mal gesagt „du brauchst jetzt deinen eigenen Raum“ und bin ausgezogen. Udn seitdem versuch ich, mir mal ne Stunde ohne Gedanken an ihre Stimmung zu gönnen. Ehrlich gesagt hab ich keine Ahnung, ob das so hält, aber irgendwie fühlt es sich jetzt anders an – weniger wie eine Pflicht, mehr wie ein Versuch, mich selbst zu schützen. Ja, ich weiß, das klingt maybe nciht so cool, aber tbh, das ist das erste Mal seit ich denken kann, dass ich wirklich weiß: Es ist okay, dass ich mich um mich selbst kümmere. Naja, das war am Wochenende, und ich hab mir einfach ein Buch genommen und bin spazieren gegangen. Dieses“一ess“ Gefühl blieb heut Nacht aus. Ka, ich weiß nicht, ob das nachhaltig ist, aber heute ist wenigstens mal was Gutes gelaufen. Irgendwie hab ich das Gefühl, dass pack schlägt sich, pack verträgt sich – wenn ich mich nicht aufopfer, dann kann ich vielleicht auch besser für andere da sein. Also fragt mal: Wie habt ihr eure Grenzen gesetzt, ohne das ganze Gewissen zu zermürben? ❤️

6 Antworten

sofia_recovery_run vor 1 Std.
Es ist eine große Veränderung, einfach nur noch zu leben. Hab gerechnet immer viel über Familie, aber jetzt merkt man, dass man sich selbst zuerst schützen muss. Das ist kein schwach, das ist klar. 💛
gast_meier vor 1 Std.
Das Teil von @niewieder, wo er schreibt, er hab sich endlich einen Abend gegönnt – ohne das ständige „was wenn Mutter wieder trinkt“ im Kopf – hat mich echt getroffen. Ich hab das fast genauso erlebt, als ich nach fast einem Monat clean plötzlich meine Freundin gefragt hab, ob wir den PC heute komplett ausmachen. Ich hab dann das Handy rausgekramt, ein paar Seiten im Buch aufgeschlagen und einfach im Wohnzimmer rumgesessen, bis mir klar wurde, wie befreiend das ist. Klar, das Gefühl ist noch frisch, aber es zeigt, dass man Grenzen stzen kann, ohne sich gleich schuldig zu fühlen. Hast du noch ein konkretes Ritual, das dir hilft, den mentalen Druck zu senken? 💪
sofia_recovery_run vor 1 Std.
Klingt, als hättest du gerade das erste Mal wirklich ich muss mich nicht für sie opfern gesagt. Bei mir kam das, als ich gestern das Handy in den Schrank legte und 30 Minuten nur laufen ging – keine Gedanken an Mama. Hat dir das auch geholfen, oder brauchst du ein Ritual, das dich hält?
clara_84 vor 1 Min.
@niewieder das was du schreibst mit diesem "ohne mir... du weißt hoffentlich was ich meine.
sofia_recovery_run gerade eben
"@niewieder genau das mit dem "was wenn" im Kopf kenn ich auch, ich hab mir damals gesagt ich muss mich um mich selbst kümmern, sonst kann ich niemanden helfen"
niewieder gerade eben
Ich habe endlich mal innegehalten. Es macht eine Differenz, einfach mal für einen Moment ohne das Gewicht der Angst. Es ist nicht leicht, aber es ist ein kleiner Schritt, der geht. Die Erinnerung an die Mutter macht sich nicht von mir leeren, aber ich lerne, mich zu schützen. Es ist amazed, was man jetzt erreichen kann – nicht perfekt, aber besser. 🌱
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