Öffentlich lesbarer Thread
Wie geht ihr mit der lauten Stille, wenn der Ex‑Alkoholiker endlich trocken ist
Ich hab’s jetzt fast einen Monat lang geschafft, dass mein Vater keinen Schluck mehr nimmt. Die ersten Tage waren irgendwie ein Fest – ich dachte, endlich Ruhe, endlich Frieden. Und dann, wenn der Fernseher leise im Hintergrund läuft, merke ich plötzlich, wie laut das Nichts zwischen uns klingt. Ich sitz im Wohnzimmer, hör das Ticken der Uhr und frage mich, ob das nur meine Angst ist oder ob da noch irgendwas unausgesprochen bleibt. So gesehen, fühlt sich das Ganze manchmal an, als müsste ich die Stille erst noch „ausräumen“, bevor ich mich wieder normal fühlen kann. Um ehrlich zu sein, ich weiß nicht, ob ich dabei meine eigenen Grenzen verliere udn frage mich, wie andere das schaffen, wenn das Haus plötzlich zu still ist 😊.
