Öffentlich lesbarer Thread
** „Die letzte Kiste am Küchenschrank: Wie kämpfe ich mit meinem Schuldgefühl?“
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Ich sitze hier, die Hande kleben noch an dem leeren Bierglas, das er vor einem Jahr umgestoßen hat. Vor drei Jahren war alles anders – er war trocken, wir lachten wie fruher, die Kinder laufeten ins Bett ohne Streit. Heute uhrzeite ich im Stillen, wie er die letzte Kiste Bier aus dem Schrank holte. Nicht „Kauf eine Kiste“, sondern hätte er das Recht gehabt, wenn er nur nicht gewollt hatte…Diskutieren wir darüber, ob es Schuldgefühle gibt, wenn der Suchtkranke doch die Kontrolle hat? Ich weiß, es ist falsch, mich schuldig zu fuhlen – schließlich kampft er täglich gegen etwas, das wir zwei nie verstanden. Aber wenn er wieder Maison-Whisky im Regal hat, während ich die Rechnungen zahle, fühlt es sich an, als würde er mich verdrangen. Wie ist es fur euch, wenn der Partner plotzlich „entscheidet“, ob er trinkt? Und wie hält ihr es aus, wenn ihr wisst, dass er lugt, wenn er sagt: „Ich nehme nur ein Glas“?
(PS: Gestern musste ich dem Mann meiner Schwester zuhoren, wie er über ihre gescheiterte Ehe mit Alkohol klagte. „Lass mich doch mal durchatmen“, sagte er. Gleichzeitig verstehe ich, dass sie sich taglich fragt, ob sie ihn früher hatte trennen mussen.)
