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Wenn das Wochenende wieder zur Schuldfrage wird – Wie geht ihr damit

Heute ist wieder Sonntag, und ich lieg hier mit ’nem leeren Becher Tee, während draußen das Wetter total grau ist. Ich dachte mir, ich schreib mal hier, weil mir das gerade echt zu Kopf steigt. Seit ich aus Magdeburg ausgezogen bin, versucht meine Mama immer noch, mich irgendwie im Alltag zu “erreichen”. Letztes Wochenende war das wieder so: Ich war bei meiner besten Freundin, wir wollten einfach mal ein bisschen abschalten, dann klingelt ihr Handy – und es ist meine Mutter. Sie ruft an, weil das Wasser in der Küche übergelaufen ist und sie „ka“ nicht mehr, wie sie das alles alleine schaffen soll. Ich hab sofort das Gefühl, ich muss ja sofort zurück, obwohl ich erst seit ein paar Stunden nicht mehr im Elternhaus bin. Ich hab versucht, ihr zu sagen, dass ich heute nicht kann, weil ich sonst gleich wieder komplett ausgebrannt bin, aber dann kommt das ganze Schuldgefühl zurück, das ich schon seit Kindertagen mit mir rumtrage. Wie ich letztens in meinem Post über den Zwischenschritt geschrieben habe, fühl ich mich immer zwischen „ich soll helfen“ und „ich muss meine eigenen Grenzen wahren“ hin- und hergerissen. Und dann noch das Gefühl, dass ich meine kleine Schwester im Stich lasse, weil ich nicht da bin, um das Chaos zu sortieren. Wie schafft ihr es, an so einem Sonntag eure eigenen Bedürfnisse zu priorisieren, ohne sich gleich als schlechter Sohn/Tochter zu fühlen? Habt ihr Tipps, wie man das Schuldgefühl ein bisschen abschalten kann, ohne dass die Mutter sich komplett allein gelassen fühlt? Ich würd mich echt über ein paar ehrliche Worte freuen. 🙏

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