Öffentlich lesbarer Thread
Mein 6‑jähriger fragt: „Wo ist Papa?“ – Wie antworte ich ehrlich
Also, ich sitz gerade am Küchentisch, die Kids machen Hausaufgaben und plötzlich kommt mein Sohn mit diesem großen, unschuldigen Blick und fragt: „Mama, wo ist Papa?“ Und ich spür sofort, wie mein Herz ein bisschen schneller schlägt, weil ich weiß, dass ich jetzt wieder eine Geschichte erfinden muss, die nicht die ganze Wahrheit ist. Wie ich letztens erzählt habe, hat er sich vor vier Jahren von mir getrennt – und das war nicht einfach. Heute muss ich aber nicht nur mit dem eigenen Schmerz umgehen, sondern auch mit den Fragen meiner Kleinen, die immer wieder kommen, wenn die Nachbarn wieder über „Koks“ reden und das Haus ein bisschen stiller wird.
Ich hab versucht, ihm zu sagen, dass Papa gerade sehr müde ist und nicht mehr zu Hause wohnen kann, aber das klingt irgendwie hohl, weil ich weiß, dass er nie wieder zurückkommt. Tbh, ich fühle mich total machtlos und manchmal denke ich, ich sollte ihm die ganze Wahrheit geben, aber dann sehe ich die Angst in seinen Augen und hab Angst, ihn zu überfordern. Ich hab nciht die richtigen Worte und das macht mich fertig. Und dann kommt das Handy wieder und vibriert – wieder Nachrichten, die mich an alte Lügen erinnern.
Kennt ihr eine Möglichkeit, das kindgerecht zu erklären, ohne dass er sich noch mehr Sorgen macht? Wie schafft ihr es, ehrlich zu sein und trotzdem ein bisschen Schutz zu bieten? Ich würde mich echt über Tipps freuen, weil ich das Gefühl habe, ich trete gerade auf dünnem Eis. ❤️
