Öffentlich lesbarer Thread
Warum ich nachts immer wieder die Kleinen wecken muss, wenn Papa nicht nach Hause kommt
Ich lieg gerade auf der Uhr und denk drüber nach, warum ich heute Morgen schon wieder das Handy gezückt habe, um nach meinem Mann zu schauen. Er ist wieder in seiner dritten Therapie und das war jetzt das dritte Mal in diesem Monat, dass er gar nicht nach Hause kam. Die beiden Kids – Mia, 8, und Ben, 5 – haben heute Morgen gefragt, warum Papa nicht da ist und ob er wieder "zu viel getrunken" hat. Ich hab versucht, das irgendwie zu beschönigen, aber mir war das Herz einfach zu schwer, also hab ich ihnen einfach gesagt, dass Papa gerade im Krankenhaus ist und ein bisschen "zeit braucht". Jetzt sitzt das ganze Haus still, und ich frage mich, ob das die richtige Art ist, sie zu beschützen oder ob sie irgendwann die Wahrheit herausfinden und dann noch wütender werden.
Ich hab mich in den letzten Wochen echt mehr mit Co‑Abhängigkeit beschäftigt und weiß, dass ich oft zu viel von mir gebe, damit alles irgendwie "normal" wirkt. Trotzdem fühlt es sich an, als würd ich jeden Abend mit einer Socke auf dem Kopf durch die Tür schleichen, nur um nicht zu zeigen, dass ich Angst hab, dass er nicht zurückkommt. Und dann, wenn er endlich kommt – erschöpft, leise – merke ich, wie sehr ich mich verkrampft, weil ich nicht mehr weiß, wo meine Grenze ist.
Habt ihr Tipps, wie man den Kindern ehrlich erklären kann, warum Papa nicht mehr da ist, ohne sie komplett zu überfordern? Oder wie man sich selbst ein bisschen Raum gibt, bevor man wieder komplett „Mama-Manager“ wird? Ich bin echt gespannt, wie ihr das handhabt, weil ich das Gefühl hab, ich drehe mich im Kreis und jeder Tag endet wieder gleich. Danke.
