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Wenn der Papa wieder "anders" ist...
Wir sind wieder an dem Punkt, wo ich nicht weiß, ob ich lachen oder weinen soll. Mein Mann ist seit ein paar Tagen wieder zu Hause. Die letzte Therapie hat er ja nach ein paar Wochen wieder abgebrochen, das war ja schon schlimm genug. Aber jetzt? Er ist da, aber irgendwie auch nicht. Er ist so... neben der Spur. Manchmal wirkt er total benommen, dann wieder reizbar. Die Kinder fragen mich ständig, warum Papa so komisch ist. Mia, die Große, hat heute gefragt, ob Papa krank ist. und weil er so viel schläft. und nicht mit ihr spielen will. Ich hab dann irgendwas gestammelt von wegen er ist müde und braucht Ruhe. Aber die Kleine, Ben, der ist fünf, der hat nur verdutzt geguckt und dann gesagt: "Aber Mama, Papa ist doch gar nicht krank, der riecht so komisch." Da war ich echt sprachlos. Ich hab ihm dann erklärt, dass er nur einen komischen Husten hat oder so. Aber ich merke, wie meine Kinder das spüren. Diese Unsicherheit, diese... komische Atmosphäre im Haus. Wie geht ihr damit um, wenn die Sucht wieder so präsent ist, aber der Betroffene "nur" zu Hause ist und sich nicht offen was zuschulden kommen lässt? Ich fühle mich so allein damit, weil es eben nicht die offensichtlichen Ausfälle sind, die man vielleicht leichter erklären kann. Aber diese subtile Veränderung, die macht mich fertig. Und ich hab solche Angst, dass die Kinder das zu sehr mitnehmen. 😔
