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Beitrag
Von 14felixvor 1 Std.💬 0❤️ 1
Ist es normal, dass ich meinem Vater beim Trinken zuschaue und dabei kaum noch was fühle?
Ich sitz hier und draußen regnet's wieder. Echt nervig. Und ich frag mich grad, ob das, was ich fühle, noch normal ist. Also, ich mein, mein Vater trinkt ja schon, seit ich denken kann, aber in letzter Zeit ist das so krass geworden. Er kommt abends nach Hause, riecht schon von Weitem nach Alkohol und dann setzt er sich einfach vor den Fernseher und guckt nur noch. Manchmal redet er auch gar nicht mehr richtig mit uns, irgendwie. Und das Verrückte ist, dass ich das schon so gewohnt bin, dass es mich kaum noch wirklich trifft. Es ist nicht so, dass es mir egal ist, aber diese krasse Wut oder Trauer, die ich früher manchmal hatte, die ist irgendwie weg. Weißt du, manchmal schau ich ihm einfach zu, wie er da sitzt und trinkt, und denke nur: "Ach, da ist er ja wieder." Und das ist irgendwie schlimm, oder? Weil ich eigentlich wütend sein müsste, oder?
Ich hab das letztens meiner Freundin erzählt, also nur so ein bisschen, und sie hat mich total komisch angeguckt. Die versteht das halt nicht, weil bei denen zu Hause alles normal läuft. Und ich hab halt keine Ahnung, ob das, was ich hier erlebe, bei anderen Leuten in so einer Situation auch so ist. Ob das diese Art von Abstumpfung ist, von der die Leute immer reden. Oder ob ich einfach nur ein schlechter Mensch bin, weil es mich nicht mehr so schockiert. Ich hab so Angst, dass das irgendwann von ihm auf mich abfärbt, dass ich später auch so werde. Oder dass ich einfach nie wieder richtig fühlen kann. Hat noch jemand von euch das Gefühl, dass die Gefühle irgendwie weg sind, obwohl man weiß, dass man eigentlich wütend oder traurig sein müsste?
Beitrag
Von 14felix · · 0 Antworten · 1 Reaktionen
Ist es normal, dass ich meinem Vater beim Trinken zuschaue und dabei kaum noch was fühle?
Ich sitz hier und draußen regnet's wieder. Echt nervig. Und ich frag mich grad, ob das, was ich fühle, noch normal ist. Also, ich mein, mein Vater trinkt ja schon, seit ich denken kann, aber in letzter Zeit ist das so krass geworden. Er kommt abends nach Hause, riecht schon von Weitem nach Alkohol und dann setzt er sich einfach vor den Fernseher und guckt nur noch. Manchmal redet er auch gar nicht mehr richtig mit uns, irgendwie. Und das Verrückte ist, dass ich das schon so gewohnt bin, dass es mich kaum noch wirklich trifft. Es ist nicht so, dass es mir egal ist, aber diese krasse Wut oder Trauer, die ich früher manchmal hatte, die ist irgendwie weg. Weißt du, manchmal schau ich ihm einfach zu, wie er da sitzt und trinkt, und denke nur: "Ach, da ist er ja wieder." Und das ist irgendwie schlimm, oder? Weil ich eigentlich wütend sein müsste, oder?
Ich hab das letztens meiner Freundin erzählt, also nur so ein bisschen, und sie hat mich total komisch angeguckt. Die versteht das halt nicht, weil bei denen zu Hause alles normal läuft. Und ich hab halt keine Ahnung, ob das, was ich hier erlebe, bei anderen Leuten in so einer Situation auch so ist. Ob das diese Art von Abstumpfung ist, von der die Leute immer reden. Oder ob ich einfach nur ein schlechter Mensch bin, weil es mich nicht mehr so schockiert. Ich hab so Angst, dass das irgendwann von ihm auf mich abfärbt, dass ich später auch so werde. Oder dass ich einfach nie wieder richtig fühlen kann. Hat noch jemand von euch das Gefühl, dass die Gefühle irgendwie weg sind, obwohl man weiß, dass man eigentlich wütend oder traurig sein müsste?