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Wann wird das Schweigen endlich laut

Ich sitz gerade auf dem Sofa, die Lampe flackert und mein Sohn schläft noch im Kinderzimmer. Draußen hat es aufgehört zu regnen, doch in meinem Kopf herrscht immer noch dieses ständige, leise Trommeln – das alte Geräusch, das ich immer dann höre, wenn er wieder „nur“ einen Zug macht. Vier Jahre seit der Trennung, und ich glaube, ich habe endlich angefangen, das Schweigen zu spüren, das nach all den Lügen und Versprechen bleibt. Ich erinnere mich an den Tag, an dem er mir erzählte, er hätte „nur ein bisschen“ Kokain genommen, weil er Stress von der Arbeit hatte. Ich war so dankbar, das er zumindest etwas von seiner Schuld eingestehen wollte. Und dann kam das nächste Jahr, dann das nächste, und jedes Mal ein neues „Nur ein bisschen“ – und ich hab mich immer wieder gefragt, ob ich das wirklich glaubte oder ob ich es mir einfach aus Mitleid erzählt habe. Jetzt, nach vier Jahren, fühle ich mich oft wie in einer endlosen Warteschleife: Ich will ihn nicht mehr sehen, aber ich muss noch Entscheidungen für meine Tochter treffen, die immer noch Fragen stellt, warum Mama manchmal so traurig ist. Und jedes Mal, wenn ich „Nein“ zu seinem Anruf sage, spüre ich dieses stechende Ziehen, als würde ich einen Teil von mir verlieren. Habt ihr das Gefühl, dass das Schweigen irgendwann laut wird? Oder bleibt es für immer ein dumpfes Murmeln, das nur wir selbst hören? Ich weiß nicht, wie ich damit umgehen soll, ohne mich selbst zu verlieren. Danke, wenn ihr eure Gedanken teilt. 🙏💔
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