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Öffentlich lesbarer Thread

Warum ich mein Risiko‑Medikament jetzt doch nicht absetzen will

Ich lag die letzten paar Tage etwas flach, die Stimmung war im Keller und ich hab mich gefragt, ob ich das neue Antidepressivum, das mein Arzt vor zwei Wochen angesetzt hat, überhaupt noch brauchen kann. Hab ja seit etwa 6 Monaten kein einziges Glas mehr angerührt, das war schon ein riesen Schritt, aber die bipolare Achterbahn dreht sich immer noch. Das Mittel hilft mir aber echt, die Tiefen sind nicht mehr so lang, und das schlaflose Grübeln nach der Schicht im Gewächshaus ist viel leichter erträglich. Jetzt hat mir die Kollegin im Pausenraum erzählt, dass sie das gleiche Präparat nach drei Wochen abgebrochen hat – und dann kam der alte Crash zurück, schlimmer als je zuvor. Ich weiß nicht, ob ich das Risiko eingehen soll, weil ich Angst hab, dass ich wieder in die alte Spirale falle. Hat jemand von euch das Medikament schonmal abgesetzt und wie war das für euch? Oder seid ihr eher - “bleib dran, das ist dein Anker” –? Ich würde gern hören, wie ihr das abwägen habt. 🙏
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