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Öffentlich lesbarer Thread

Kann ich nach all dem noch an Gott glauben

Ich lieg heute Morgen mit dem Kopf voller Nebel am Küchentisch, das erste Licht dringt schräg durch das Fenster und ich frage mich, warum ich mich immer noch so leer fühle, obwohl der Ex endlich clean ist. Vor drei Tagen hab ich in meinem Post „Immer noch diese verdammten Lügen“ geschrieben, dass ich dachte, ich hätte die ganze Schlinge endlich durchtrennt – aber das war nur das Anfangsgeräusch. Ich habe immer wieder versucht, mich im Alltag zu verankern, mit Yoga, mit kleinen Spaziergängen im Park, sogar mit dem Gedanken, mal wieder zur Kirche zu gehen. Und dann, wenn ich abends das leise Flüstern meiner eigenen Zweifel hör, kriege ich das Gefühl, dass das alles nur ein Aufschub ist, um nicht die wahre Leere anzuschauen. Ich frage mich, ob das ein Zeichen ist, dass ich mich noch nicht losgelöst habe, oder ob es einfach nur die Angst ist, wieder zu vertrauen. Manchmal, wenn mein Sohn friedlich schläft und ich die Stille höre, spüre ich ein kleines Licht in mir, das sagt: „bist nicht allein damit, du hast immer noch das Recht zu fühlen.“ Aber dann kommt das alte Bild zurück, wie er mit Kokain in der Hand lachte, und ich fühle mich wie ein Schatten meiner selbst. Ich dachte, das war das Ende, aber Vielleicht hilft es ja, wenn ich meine Fragen laut ausspreche, anstatt sie immer nur im Kopf zu drehen. Wie geht ihr mit diesem inneren Konflikt zwischen spirituellem Suchen und der harten Realität um? 🙏
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