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Öffentlich lesbarer Thread

Warum fühlt sich mein Herz schwer an, wenn ich endlich Frieden will

Ich sitz hier auf’m Balkon, der Himmel über Magdeburg ist grau und ich hab wieder diese leise Stimme im Kopf, die sagt, ich soll noch mehr für meine Mutter tun. tbh, das ist schon ewig so. Seit ich ausgezogen bin, glaub ich, hab ich das Schuldgefühl fast ganz ausgeblendet – bis heute Abend, wo ich einfach nur ein bisschen Ruhe will, aber das alte Gedankengewirr plötzlich zurückkommt. Und das ist das Ding: Ich hab mich früher immer um die kleinen Geschwister gekümmert, die Küche geschmissen, die Rechnungen bezahlt, obwohl ich selbst noch in der Ausbildung war. Jetzt, wo ich in ner eigenen WG mit meinem Freund lebe, frage ich mich, ob ich überhaupt das Recht habe, mir selbst Zeit zu nehmen, ohne dass ich mich sofort schuldig fühle. Meine Mutter trinkt immer noch, und ich seh, wie sie abends nach Hause kommt, total versoffen, und ich muss dann trotzdem noch was sagen, sonst fühl ich mich wie ein schlechter Mensch. Aber gleichzeitig merke ich, wie selten ich noch Momente hab, in denen ich einfach nur atme, ohne zu denken, was noch alles liegen bleibt. Hab ich das Recht, mir solche Momente zu erlauben, ohne dass ich mich als „böse“ bezeichne? Irgendwie fühlt es sich an, als würde ich mir selbst ein Stück Freiheit wegnehmen, nur weil ich nicht mehr die „Kümmerin“ bin, die immer alles aufräumt. Also, wie geht ihr mit dem inneren Druck um, wenn ihr endlich mal Frieden finden wollt, aber das Herz trotzdem schwer bleibt? Ich würde gern hören, ob ihr ähnliche Momente habt und was euch vielleicht ein bisschen leichter macht 😊

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