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Öffentlich lesbarer Thread
Warum fühle ich mich schuldig, wenn ich einfach nur still sein will
Von niewiedervor 21 Std.💬 0❤️ 1
Ich sitz gerade auf dem Balkon meiner WG, die Luft ist kühl und ich hör die letzten Autos an der Straße rauschen. Auf meinem Handy blinkt ne Nachricht von meiner kleinen Schwester – sie fragt, ob ich morgen bei ihr vorbeikommen will, weil ihre Lehrerin ihr Hausaufgaben aufgetragen hat, die sie gar nicht versteht. Ich will ja gern helfen, aber gleichzeitig spür ich diesen Druck, immer noch die „große Schwester“ zu sein, die alles regelt, weil Mama immer wieder die Flasche hochkrempelt und wir uns dann im Wohnzimmer verkriechen.
Letztes Wochenende war wieder so ein Ding: Mama hatte plötzlich einen Rausch und hat die ganze Wohnung mit ihrem Geschrei vollgepumpt. Ich hab versucht, im Schlafzimmer zu schlafen, aber das laute Lachen und das Klirren von Gläsern haben mich wachgehalten. Ich hab dann wieder das Gefühl gehabt, ich soll mich um sie kümmern, ihr‘n Tee machen, ihr zuhören… und plötzlich merk ich, wie erschöpft ich bin. Und dann fällt mir ein, dass ich jetzt selbst einen Job habe, meine Ausbildung macht, und ich eigentlich nur noch ein bisschen Normalität will – ein ruhiger Abend, ein Film ohne Unterbrechungen, keine Verantwortung für die Familie.
Aber jedes Mal, wenn ich an die Idee denke, mir einfach nur Zeit für mich zu nehmen, schießt das Schuldgefühl hoch. Pack schlägt sich, wenn ich meine eigenen Bedürfnisse vor Mamas Probleme stelle. Tbh, ich weiß nicht, wie ich das Gleichgewicht finden soll, ohne das Gefühl zu haben, ich lass meine Familie im Stich. Hab jemand von euch das ähnliche erlebt? Wie geht ihr mit dem inneren Zwang um, immer „die Rettung“ sein zu müssen, obwohl ihr selbst kaum noch Kraft habt? 🙏
Warum fühle ich mich schuldig, wenn ich einfach nur still sein will
Von niewieder · · 0 Antworten · 1 Reaktionen
Ich sitz gerade auf dem Balkon meiner WG, die Luft ist kühl und ich hör die letzten Autos an der Straße rauschen. Auf meinem Handy blinkt ne Nachricht von meiner kleinen Schwester – sie fragt, ob ich morgen bei ihr vorbeikommen will, weil ihre Lehrerin ihr Hausaufgaben aufgetragen hat, die sie gar nicht versteht. Ich will ja gern helfen, aber gleichzeitig spür ich diesen Druck, immer noch die „große Schwester“ zu sein, die alles regelt, weil Mama immer wieder die Flasche hochkrempelt und wir uns dann im Wohnzimmer verkriechen.
Letztes Wochenende war wieder so ein Ding: Mama hatte plötzlich einen Rausch und hat die ganze Wohnung mit ihrem Geschrei vollgepumpt. Ich hab versucht, im Schlafzimmer zu schlafen, aber das laute Lachen und das Klirren von Gläsern haben mich wachgehalten. Ich hab dann wieder das Gefühl gehabt, ich soll mich um sie kümmern, ihr‘n Tee machen, ihr zuhören… und plötzlich merk ich, wie erschöpft ich bin. Und dann fällt mir ein, dass ich jetzt selbst einen Job habe, meine Ausbildung macht, und ich eigentlich nur noch ein bisschen Normalität will – ein ruhiger Abend, ein Film ohne Unterbrechungen, keine Verantwortung für die Familie.
Aber jedes Mal, wenn ich an die Idee denke, mir einfach nur Zeit für mich zu nehmen, schießt das Schuldgefühl hoch. Pack schlägt sich, wenn ich meine eigenen Bedürfnisse vor Mamas Probleme stelle. Tbh, ich weiß nicht, wie ich das Gleichgewicht finden soll, ohne das Gefühl zu haben, ich lass meine Familie im Stich. Hab jemand von euch das ähnliche erlebt? Wie geht ihr mit dem inneren Zwang um, immer „die Rettung“ sein zu müssen, obwohl ihr selbst kaum noch Kraft habt? 🙏