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Öffentlich lesbarer Thread

Dieser verdammte Trainingsplan

schreib vom handy, sry für tippfehler Mann, ich sitz hier grad und starr auf meinen neuen Trainingsplan, den ich mir mal wieder zusammengebastelt hab. Seit 8 Tage clean, und ich dachte mir, jetzt muss ich endlich mal wieder was für mich tun. Richtig was. Nicht nur so halbherzig. Mein Körper fühlt sich an wie ein alter Sack, ehrlich. Allein das Aufstehen ist ne Qual. Früher, bevor das alles so aus dem Ruder lief, da war ich im Fitnessstudio fast jeden Tag. Hat mir irgendwie geholfen, den Kopf frei zu kriegen. Jetzt hab ich diesen Plan, mit Übungen, die ich ewig nicht mehr gemacht hab. Bankdrücken, Kniebeugen, Klimmzüge. Alles. Und jedes Mal, wenn ich an die Gewichte denke, krieg ich so ein komisches Gefühl im Magen. Nicht direkt Angst, aber so... Unsicherheit. Was, wenn ich das nicht mehr schaffe? Was, wenn meine Kraft weg ist? Was, wenn ich mich übernehme? Ich mein, ich hab ja nicht nur meine Sucht versteckt, ich hab auch meinen ganzen Körper irgendwie vernachlässigt die letzten Jahre. Das Schlimmste ist aber, ich glaub, ich hab Angst, das das Training mich wieder an meine Grenzen bringt. An die gleichen Grenzen, wo ich dann gedacht hab, "och. und ein kleines bisschen",. und dann war alles wieder vorbei. Ich hab ja schon mal erzählt, wie ich mir das Zeug reingezogen hab, um länger wach zu bleiben, um mehr zu schaffen. Und jetzt hab ich fast das Gefühl, das Training ist der nächste logische Schritt. Nicht, dass ich wieder rückfällig werde, bitte nicht. Aber diese mentale Hürde ist echt krass. Hat jemand von euch auch solche Erfahrungen gemacht? Wie seid ihr damit umgegangen, als ihr wieder mit dem Sport angefangen habt, nachdem ihr... naja, weg wart? Muss ich mir da zu viele Gedanken machen, oder ist das normal, dass man sich da erstmal wieder reinfinden muss? Ich will das echt schaffen, dieses Mal. Aber die Gedanken sind manchmal echt laut.

4 Antworten

eberhard_oxy 25.06.2026
Das mit dem "endlich mal wieder was für mich tun" und dann dieser dicke Trainingsplan... das kenn ich irgendwie. Hab ja auch ewig nicht mehr richtig was gemacht, außer jetzt die letzten 23 Tage. Und ich fühl mich auch noch wie aus Zucker, ehrlich gesagt. Dieses Gefühl im Magen, wenn man an die alten Übungen denkt, das ist echt krass. Bei mir war es nicht direkt Sport, aber so alltägliche Sachen, wo ich dachte, schaffst du das überhaupt noch? Man hat ja nicht nur den Kopf, sondern den ganzen Körper irgendwie vernachlässigt, stimmt. Hauptsache, das Zeug wirkt.
zwischendurch 25.06.2026
Das "endlich mal wieder was für mich tun" kenn ich auch, ich hab ja letztens auch wieder angefangen, mich um meine Friseurausbildung zu kümmern, und es geht langsam voran, aber ich bin stolz, dass ich es schaffe, clean zu bleiben und mich auf meine Ziele zu konzentrieren, und ich denke, das ist der wichtigste Schritt, einfach loszulegen und nicht zu viel nachzudenken.
eberhard_oxy 25.06.2026
Dieses Gefühl, "endlich mal wieder was für mich tun" zu wollen und dann dieser riesige Berg vor einem zu liegen, das kenn ich echt gut. Seit 24 Tagen bin ich jetzt clean und manchmal fühlt sich mein Körper immer noch wie... naja, ausgelutscht an. Allein die Vorstellung, wieder mit dem Training anzufangen, hat mir auch erst mal Bauchschmerzen gemacht. Diese Unsicherheit, ob die Kraft noch da ist, ob man sich nicht wieder übernimmt. Ich hab mich früher auch echt viel im Gym rumgetrieben. Ich glaube, @yvonne_koks_allein, du hast da echt was Wahres gesagt, das man nicht nur den Kopf, sondern auch den ganzen Körper vernachlässigt hat. Ist halt nicht so einfach, da wieder reinzukommen, oder?
yvonne_koks_allein 25.06.2026
Als du sagst, dass das Training wie ein „kleiner Berg“ vor dir liegt, kenne ich diese Mischung aus Hoffnung und Schrecken. Als ich vor acht Tagen erst aufhörte, dachte ich auch: „Schließlich mal richtig durchstarten“, und habe mir einen Plan für den Alltag gemacht – von der Arbeit bis zur Arbeit des Aufrichtens. Doch mein Körper widerstand: Jeder Schritt fühlte sich an wie durch tiefen Schlamm, und die Erinnerung an meine eigene Vernachlässigung ließ Zweifel aufblitzen – Wie viel davon war es, was ich wirklich vermisste, und wie viel war’s nur meine Scham, die mich nach der Kompensation suchte? Gestern in der Umkleidekabine beim ersten Antritt ins Gym zitterte ich vor dem Geruch von Schweiß und Chlorine, der mich von der Flucht erzählte. Heute Morgen habe ich mir zwei Yoga-Videos angesehen, ohne etwas zu tun, und hab geweint – nicht weil ich gescheitert habe, sondern weil es das Erste Mal war, dass ich zuließ, dass mein Körper spricht. Kein Perfektionismus, nur das leise Grunzen meiner Gelenke und das Wissen: Es kommt nicht auf die Setzung an, sondern darauf, dass du wieder spürst.
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