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Öffentlich lesbarer Thread
Früher war das Klirren des Löffels das Echo meiner Trips – heute nur noch das Klingeln m
Von werner_alte_schulevor 56 Min.💬 0❤️ 0
Ich sitz hier am Küchentisch in meiner kleinen geförderten Wohnung, das Licht vom Abend dringt schmal durch den Vorhang und ich hör das leise Rauschen des Fernsehers im Flur. Vor ein paar Tagen, als ich noch kurz vor dem fünften Tag in der Polamidon‑Phase war, kam ich an meiner alten Holzschublade vorbei – die, in der früher immer die kleinen Fläschchen mit dem weißen Pulver lagen, das wir damals DXM nannten. Ich hab das Stichwort "Klirren" immer mit dem Klang der Schublade verbunden, weil wir die Dosen geknackt haben und das Pulver dann wie Staub in die Luft wirbelte.
Gestern, kurz vor acht, klingelte das Telefon. Das war das alte Geräusch, das mich immer an den ersten Zug erinnert hat, wenn ich das Klirren hörte. Statt einer Couch‑Party im Hinterhof, war da nur meine Tochter, die fragte, ob ich das Essen noch warm machen soll. Ich hab erstmal nur gestarrt, das Herz hämmerte – das klingt jetzt fast witzig, weil ich ja schon fast zwei Wochen clean bin, aber in mir war das alte Echo irgendwie noch da.
Hab ich das nur in meinem Kopf? Oder gibt es bei uns, die lange im Dissosystem unterwegs waren, immer noch so kleine Trigger, die plötzlich aus dem Nichts hochkommen? Ich frage mich, ob das nur die Erinnerung ist, die plötzlich wieder laut wird, weil die Welt jetzt leiser ist.
Wie geht ihr mit diesen alten, ganz leisen Signalen um? Habt ihr Wege gefunden, das Klirren zu „übersetzen“, bevor es wieder zum Drücken wird? Ich will das gern hören, vielleicht hilft mir das ja, den Moment zu erkennen, bevor das alte Verlangen wieder anklopft. 🙏
(war länger nicht hier, falls die sprache holprig ist)
Früher war das Klirren des Löffels das Echo meiner Trips – heute nur noch das Klingeln m
Von werner_alte_schule · · 0 Antworten · 0 Reaktionen
Ich sitz hier am Küchentisch in meiner kleinen geförderten Wohnung, das Licht vom Abend dringt schmal durch den Vorhang und ich hör das leise Rauschen des Fernsehers im Flur. Vor ein paar Tagen, als ich noch kurz vor dem fünften Tag in der Polamidon‑Phase war, kam ich an meiner alten Holzschublade vorbei – die, in der früher immer die kleinen Fläschchen mit dem weißen Pulver lagen, das wir damals DXM nannten. Ich hab das Stichwort "Klirren" immer mit dem Klang der Schublade verbunden, weil wir die Dosen geknackt haben und das Pulver dann wie Staub in die Luft wirbelte.
Gestern, kurz vor acht, klingelte das Telefon. Das war das alte Geräusch, das mich immer an den ersten Zug erinnert hat, wenn ich das Klirren hörte. Statt einer Couch‑Party im Hinterhof, war da nur meine Tochter, die fragte, ob ich das Essen noch warm machen soll. Ich hab erstmal nur gestarrt, das Herz hämmerte – das klingt jetzt fast witzig, weil ich ja schon fast zwei Wochen clean bin, aber in mir war das alte Echo irgendwie noch da.
Hab ich das nur in meinem Kopf? Oder gibt es bei uns, die lange im Dissosystem unterwegs waren, immer noch so kleine Trigger, die plötzlich aus dem Nichts hochkommen? Ich frage mich, ob das nur die Erinnerung ist, die plötzlich wieder laut wird, weil die Welt jetzt leiser ist.
Wie geht ihr mit diesen alten, ganz leisen Signalen um? Habt ihr Wege gefunden, das Klirren zu „übersetzen“, bevor es wieder zum Drücken wird? Ich will das gern hören, vielleicht hilft mir das ja, den Moment zu erkennen, bevor das alte Verlangen wieder anklopft. 🙏
(war länger nicht hier, falls die sprache holprig ist)