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Süße Versuchung nach 30 Tagen trocken – was tun

Also, ich sitz hier in meiner kleinen Küche, das Licht ist schon halb gedimmt und die Uhr zeigt fast Mitternacht. Seit einem Monat hab ich keinen Tropfen mehr gekippt – das war für mich ein echter Wendepunkt, wie ich in meinem letzten Post schon beschrieben habe. Aber jetzt, wo das Alkoholische fehlt, hat sich ein neuer Begleiter gemeldet: die unstillbare Lust auf Zucker. Gestern Abend, nach ein paar kaputten Gedanken über die Vergangenheit, stand ich plötzlich vor dem Schrank und sah die Tüte Gummibärchen, die ich seit Jahren vergraben hatte. Ein kurzer Moment, dann greif ich zu, weil das Glas mit Whisky ja nicht mehr da ist. Der erste Biss ist wie ein kleiner Fehltritt. und dann folgt das nächste. und das nächste. Irgendwie erinnert mich das an die alten Abende, nur dass das süße Kribbeln jetzt die Leere füllt, die vorher vom Alkohol kam. Ich frage mich, ob das bei euch so ähnlich ist: wenn ihr von einem Stoff loskommt, schnappt ihr euch dann oft etwas Süßes, um das Loch zu stopfen? Und wie schafft ihr es, nicht in diese neue Schleife zu geraten? Ich hab versucht, einen Apfel zu schnappen, aber das war eher ein Trostpflaster – der Geschmack ist nicht annähernd so intensiv wie die Gummibärchen. Vielleicht liegt es an der Gewohnheit, das Ritual, das ich vorher mit dem Glas hatte. Jetzt greife ich nach etwas, das mir sofort ein bisschen Trost gibt. Habt ihr Tipps, wie man diese „Zucker‑Tarnung“ durchbricht, ohne gleich wieder zu alten Mustern zurückzufallen? Ich würde gern hören, was bei euch funktioniert hat. Danke.
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