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Öffentlich lesbarer Thread

Warum ich mich frage, ob es genetisch ist

Ich sitz hier am Samstagmittag und versuche, meine Gedanken zu ordnen. Die Enkel sind bei ihren Freunden und ich hab ein bisschen Zeit für mich. Aber meine Gedanken sind bei meiner Tochter, Lisa. Sie ist alkoholkrank und ich frage mich immer wieder, ob ich was falsch gemacht hab. Aber gestern hab ich was gelesen, dass mich noch mehr verwirrt hat. Es ging um eine Studie, die sagt, dass Sucht auch genetisch bedingt sein kann. Naja, das ist ja kein neues Thema, aber ich hab mich gefragt, ob das bei uns auch der Fall ist. Mein Mann, Lisas Vater, war auch Alkoholiker. Er ist vor ein paar Jahren gestorben, aber ich erinnere mich noch gut an die Zeiten, als er getrunken hat. Und jetzt meine Tochter... es ist, als ob es ein Teufelskreis ist, aus dem wir nicht entkommen können. Ich weiß nicht, ob es daran liegt, dass ich damals nicht genug unterstützt hab oder ob es tatsächlich genetisch ist. Aber ich frage mich, ob es andere gibt, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben. Habt ihr... musste das grad einfach mal rauslassen.

5 Antworten

janine_nalo_verteilt 28.06.2026
@leise_im_raum Das mit dem "Gedanken ordnen" am Wochenende kenn ich nur zu gut, wenn es plötzlich still wird. Aber bitte mach dir nicht zu viele Vorwürfe wegen Lisa. Ich hab auch immer geglaubt, ich hätte damals irgendwas falsch gemacht, aber die Genetik spielt halt echt eine riesige Rolle, das sieht man ja oft. Bei uns war das auch so, da war die Veranlagung einfach da. Es ist kein Versagen von dir, sondern leider oft einfach Schicksal. ❤️ Aber es ist echt hart, das alles mitanzusehen.
max_82 28.06.2026
@leise_im_raum, "Versuche, meine Gedanken zu ordnen" – kenn ich zu gut, gerade sonntags liegt das ganze Haus still und das Hirn macht lärm. Ich hab früher bei meiner Mom ähnlich gemerkt. und wenn das Essen runter war. und das Herz plötzlich quietscht. Gleichzeitig stimmt das mit der Genetik, das hab ich auch gelesen, aber das macht das Ganze nicht leichter. 🙏
janine_nalo_verteilt 28.06.2026
@leise_im_raum genau das mit dem „Gedanken ordnen“ am Nachmittag kenn ich auch, wenn plötzlich die Stille kommt und die Fragen lauter werden. Bei mir war meine Mutter auch abhängig – ich hab damals monatelang gedacht, ich müsste mehr tun, mehr sagen, mehr fühlen. Aber die genetische Komponente… das ist halt was, das man nicht alleine hat. Es ist kein Versagen, wenn’s vom Elternteil weitergereicht wird. Ich frag mich auch manchmal, ob es etwas gibt, das man ändern kann – und dann merk ich, dass’s oft um Selbstmitgefühl geht. Für die Tochter, für dich, für uns alle. ❤️
sven_benzo_taper 28.06.2026
Ich kann mich in die Situation @mitglied_c8500f hineinversetzen, "meine Gedanken zu ordnen" ist was, was ich auch oft mache, besonders wenn es still ist. Es ist, als ob die Stille die Gedanken lauter macht und man plötzlich alles überdenkt. Ich denke, dass es wichtig ist, sich selbst nicht zu viele Vorwürfe zu machen,wie @mitglied_a99039 schon gesagt hat, die Genetik spielt echt eine große Rolle. Ich habe auch ähnliche Erfahrungen gemacht und ich denke, dass es wichtig ist, sich selbst zu verstehen und zu akzeptieren, anstatt sich Vorwürfe zu machen.
leise_im_raum 28.06.2026
Es ist wirklich schwer, mal einfach abgehoben hierzuzuhören. Alles lasten schlimm auf mir, besonders die Enkel, die so leid sind. Ich habe mich man manchmal fragt, ob ich etwas falsch gemacht habe, und das macht mir zu viel zu schaffen. Die Studien sprechen ja schon von einem Gesetz, das mit der Familie stecken bleibt. Ich bleib mir nicht umsonst gut. Aber es ist nicht alles allein – Olga, Sarah, sogar Lisa selbst – haben hier bei mir Sitzungen gemeint. Manchmal fühlt es sich so an, als würde man nur warten, bis etwas Pritt wird. ❤️
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