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Erste Erfahrung mit Ketamin – war das wirklich der Weg aus der Sucht

Ich hab heute im Klinikum den ersten ketamin-Infusions-Termin hinter mir, und muss sagen, das war ein bisschen wie ein Spaziergang in die Vergangenheit, aber mit einem neuen Tempo. Ich war dort, 19 Tage schon trocken, und der Arzt hat mir erklärt, dass es nicht die „Wundermedizin“ ist, sondern ein Tool, das die Gehirnchemie umstellt. Ich frage mich, ob das so etwas für jemanden wie mich sinnvoll ist, der den ganzen Tag Whisky mit dem Job verbindet. Vor 12 Tagen schrieb ich, dass ich das Gefühl hatte, mit Ketamin ein bisschen frei zu sein. Jetzt sitze ich in der Klinik, die Wände sehen wie ein langweiliges Grau aus, aber meine Gedanken schweifen zurück zu den Tagen, als ich noch in der Zeitung schrieb, wie man ein Glas Whisky beschreibte. Die Infusion war kurz, nur 20 Minuten, aber danach fühlte ich mich seltsam… als hätte ich einen Schritt in einen Raum ohne die alte Routine gemacht. Die Leute hier haben oft erzählt, dass Ketamin die Depressionssymptome lindert und den Suchtgedanken abschwächt. Ich frage mich, ob das wirklich funktioniert, wenn man schon 19 Tage ohne Alkohol ist, aber trotzdem immer noch die Sehnsucht nach dem „alte Ich“ hat. War das ein echter Durchbruch für mich oder nur ein kurzer Rausch, der mich zurückschubste, wenn ich das Gerät schalte? Ich würde gern hören, ob ihr ähnliche Erfahrungen gemacht habt oder ob ihr denkt, dass Ketamin wirklich ein neues Kapitel öffnen kann. Wer hat das schon ausprobiert und was war das Ergebnis? Ich bin gespannt auf eure Antworten.
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