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Ketamin‑Trip im Spätsommer – war das nur ein Fluchtversuch

Ich sitz hier auf meiner kleinen Matratze, Regen trommelt an die Scheiben und die Stadt schläft noch ein bisschen. Seit ein paar Monaten, genau 5 Monate clean, hab ich endlich wieder ein bisschen Luft zum Nachdenken. Letztes Wochenende war das Wetter noch so richtig warm, und ich hab mir gedacht, ich probier mal was Neues aus, weil die alten Routinen mir immer wieder in die Quere kommen. Ein Kumpel aus der alten Berliner Szene hat mir von einem K‑Trip erzählt, der angeblich "echt krass" war, fast wie ein kurzer Blick hinter den Vorhang der eigenen Gedanken. Ich hab mich gefragt, ob das nicht einfach nur ein weiterer Weg ist, den Kopf zu entfliehen, oder ob da vielleicht wirklich was dran ist, was ich noch nicht kenne. Also hab ich mich heute Abend, nur heute, mit ein paar Tropfen K‑HCl aufgemischt – kein Plan, wie stark das war, hab einfach das Rezept aus dem Internet genommen und dann gedacht, tbh, das war vielleicht dumm. Der Trip war dann irgendwie… plötzlich war alles bunt, das Regenrauschen verwandelte sich in ein leises Summen, und ich sah meine alten Erinnerungen aus den 70ern wie Filmstreifen an mir vorbeiziehen. Ich fühlte mich kurzzeitig frei, aber dann kam das alte Beklagnungsgefühl zurück, dass ich seit dem Polamidon‑Programm kaum noch hatte. Was war das? War das nur ein kurzer Kick, oder hat das echt was, das ich in meiner langen Suchtgeschichte vermisst habe? Hab jemand von euch ähnliche Erfahrungen gemacht, wenn man nach so vielen Jahren mit Opiaten plötzlich K‑Holes ausprobiert? Wie hat das bei euch gewirkt, und war das eher ein Ausweg oder doch nur ein weiterer Irrweg? Ich bin gespannt auf eure Antworten. 🙏
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